{"id":10820,"date":"2025-10-06T09:48:26","date_gmt":"2025-10-06T09:48:26","guid":{"rendered":"https:\/\/assetphysics.com\/?p=10820"},"modified":"2025-10-06T09:48:26","modified_gmt":"2025-10-06T09:48:26","slug":"investmentvolumen-weiterhin-stabil-auf-vorjahresniveau","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/assetphysics.com\/de\/investmentvolumen-weiterhin-stabil-auf-vorjahresniveau\/","title":{"rendered":"Investmentvolumen weiterhin stabil auf Vorjahresniveau"},"content":{"rendered":"\n\t<section class=\"snk-section snk-section_xs\" >\n\t\t<div class=\"container container-xs\">\n\n\t\t\t\n\n\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"row snk-textColumns\">\n\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"col col-12 snk-textColumn\">\n\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"snk-textBlock\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<h3>Die Stabilisierung der Investmentm\u00e4rkte hat sich fortgesetzt und spiegelt sich auch im Transaktionsvolumen der ersten drei Quartale wider. Mit einem Gesamtumsatz von knapp 23,8 Mrd. \u20ac bewegt sich das Ergebnis auf Vorjahresniveau. Hinter diesem insgesamt nahezu unver\u00e4nderten Umsatzvolumen verbergen sich etwas unterschiedliche Entwicklungen in den einzelnen Marktsegmenten. Einem geringen R\u00fcckgang um 2 % bei Gewerbeimmobilien steht dabei trotz eines eher verhaltenem Transaktionsvolumens im dritten Quartal ein Anstieg bei Wohn-Investments (ab 30 Einheiten) von insgesamt knapp 7 % gegen\u00fcber. Dies zeigt die aktuelle Analyse von BNP Paribas Real Estate.<\/h3>\n\t\t\t\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<p>Die wichtigsten Ergebnisse im \u00dcberblick:<\/p>\n<ul>\n<li>Mit knapp 23,8 Mrd. \u20ac notiert der Investmentumsatz auf Vorjahresniveau<\/li>\n<li>Hiervon entfallen knapp 6,3 Mrd. \u20ac (+7 %) auf das Marktsegment Residential<\/li>\n<li>Gewerbliche Investments kommen auf gut 17,5 Mrd. \u20ac (-2 %)<\/li>\n<li>76,5 % (13,4 Mrd. \u20ac) des gewerblichen Umsatzes entfallen auf Einzeldeals<\/li>\n<li>Portfolioverk\u00e4ufe kommen insgesamt auf 4,1 Mrd. \u20ac<\/li>\n<li>Im gewerblichen Marktsegment liegen B\u00fcro-Investments mit knapp 4,5 Mrd. \u20ac an der Spitze, vor Logistik- und Retail-Investments mit knapp 4,2 Mrd. \u20ac bzw. gut 4,1 Mrd. \u20ac<\/li>\n<li>Berlin ist erneut die Nummer 1 der deutschen A-Standorte (knapp 2,3 Mrd. \u20ac)<\/li>\n<li>Die Netto-Spitzenrenditen haben sich auch in Q3 \u00fcberwiegend stabil entwickelt<\/li>\n<li>Der Marktanteil ausl\u00e4ndischer Investoren liegt mit gut 44 % weiter auf relativ hohem Niveau<\/li>\n<li>Gut 1.000 erfasste Transaktionen<\/li>\n<\/ul>\n<p>\u201eDie tendenzielle Aufw\u00e4rtsbewegung des Investmentgeschehens im Residential-Markt setzt sich weiter fort, auch wenn es zwischen den einzelnen Quartalsergebnissen durchaus etwas gr\u00f6\u00dfere Schwankungen geben kann\u201c, erl\u00e4utert Marcus Zorn, CEO von BNP Paribas Real Estate Deutschland. \u201eVerantwortlich hierf\u00fcr ist dabei weniger eine sich ver\u00e4ndernde Nachfragesituation als vielmehr das jeweils aktuell zur Verf\u00fcgung stehende Angebot. Dies gilt insbesondere f\u00fcr das Segment gro\u00dfvolumiger Abschl\u00fcsse im dreistelligen Millionenbereich.\u201c Das erkl\u00e4rt auch, warum im dritten Quartal ein sp\u00fcrbar geringeres Investitionsvolumen erzielt wurde als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Es fehlte vor allem an gr\u00f6\u00dferen Transaktionen \u00fcber 100 Mio. \u20ac, von denen im letzten Quartal lediglich drei registriert werden konnten. An der aus Investorensicht grunds\u00e4tzlichen Attraktivit\u00e4t von Wohnungsinvestments \u00e4ndern die teilweise leicht volatilen Investmentums\u00e4tze allerdings nichts. Die unver\u00e4ndert gro\u00dfen Nachfrage\u00fcberh\u00e4nge auf vielen Mieterm\u00e4rkten, insbesondere in den attraktiven Metropolen, garantieren auch f\u00fcr die n\u00e4chsten Jahre stabile Mieteinnahmen und gleichzeitig Wertsteigerungspotenziale. Unterstrichen wird diese Einsch\u00e4tzung nicht zuletzt durch tendenziell eher steigende Preise, die sich in den n\u00e4chsten Quartalen in leicht sinkenden Renditen widerspiegeln k\u00f6nnten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Gewerblicher Investmentumsatz in den ersten drei Quartalen fast auf Vorjahresniveau<\/h3>\n<p>\u201eDas Investitionsvolumen mit gewerblichen Immobilien liegt nach den ersten drei Quartalen des laufenden Jahres bei 17,5 Mrd. \u20ac und damit nur unwesentlich niedriger als im Vorjahr. Seit Mitte des Jahres ist allerdings eine sp\u00fcrbare Belebung der M\u00e4rkte zu registrieren, die sich auch im erzielten Transaktionsvolumen niederschl\u00e4gt, das in den vergangenen drei Monaten bei gut 6,1 Mrd. \u20ac lag und damit rund 7 % h\u00f6her als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Insgesamt bleibt aber festzuhalten, dass die Anfang des Jahres erhoffte Umsatzsteigerung bislang noch nicht im erwarteten Umfang stattgefunden hat. Verantwortlich hierf\u00fcr sind mehrere Einflussfaktoren. Hierzu geh\u00f6rt unter anderem auch die nach wie vor sehr verhaltene Entwicklung der Gesamtwirtschaft. Eine Initialz\u00fcndung, die zu steigenden Investitionen gef\u00fchrt h\u00e4tte, nicht zuletzt im Zusammenhang mit dem angek\u00fcndigten, mehrere hundert Milliarden Euro schweren Sonderverm\u00f6gen f\u00fcr Infrastruktur- und Umweltschutzma\u00dfnahmen sowie die Schaffung erheblicher finanzieller Spielr\u00e4ume f\u00fcr Verteidigungsausgaben, ist bislang ausgeblieben. Hierzu passt auch, dass sich der ifo-Index im September entgegen aller Erwartung wieder leicht auf 87,7 Punkte verschlechtert hat. Von der Konjunkturseite gab es im laufenden Jahr demzufolge kaum Unterst\u00fctzung. Hinzu kommen die unver\u00e4ndert gro\u00dfen globalen Unsicherheiten, sodass die nicht vorhandene Planungssicherheit f\u00fcr Unternehmen weiterhin Bestand hat. Auch dies hemmt zus\u00e4tzliche Investitionen, die n\u00f6tig w\u00e4ren, um ein beschleunigtes Wirtschaftswachstum auszul\u00f6sen. In diesem unver\u00e4ndert schwierigen Umfeld ist der mehr oder weniger stabile Investmentumsatz insgesamt als Erfolg zu werten\u201c, erl\u00e4utert Marcus Zorn.<\/p>\n<p>\u201eErfreulich ist auch, dass das gewerbliche Investmentvolumen trotz der weiterhin schwierigen Konjunktur und der ungewissen globalpolitischen Gemengelage im dritten Quartal sp\u00fcrbar zugelegt hat. In dieser Entwicklung spiegeln sich unterschiedliche Marktaspekte wider. Eine wichtige Voraussetzung f\u00fcr steigende Ums\u00e4tze ist das erheblich gr\u00f6\u00dfere Angebot an Investitionsm\u00f6glichkeiten, das sich bereits seit l\u00e4ngerem abgezeichnet hat und jetzt zunehmend zum Tragen kommt. Zum anderen zeigt sich immer deutlicher, dass sich die Einsch\u00e4tzungen auf Verk\u00e4ufer- und K\u00e4uferseite bez\u00fcglich der weiteren Marktentwicklung zunehmend ann\u00e4hern. Dies gilt insbesondere hinsichtlich der realistischen Preisniveaus. Die abwartende Haltung vieler Marktakteure l\u00f6st sich zunehmend auf, wodurch das Investitionsgeschehen ebenfalls gest\u00e4rkt wird\u201c, erg\u00e4nzt Nico Keller, Deputy CEO von BNP Paribas Real Estate Deutschland.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>B\u00fcroobjekte zur\u00fcck auf Platz 1<\/h3>\n<p>Nachdem B\u00fcroinvestments als langj\u00e4hrig dominierende Assetklasse in den vergangenen zwei Jahren die Spitzenposition verloren hatten, liegen sie aktuell wieder an erster Stelle beim Transaktionsvolumen. Mit einem Gesamtumsatz von knapp 4,47 Mrd. \u20ac tragen sie gut ein Viertel zum Resultat bei. Im Vorjahresvergleich entspricht dies einer Zunahme um rund 23 %. Zu diesem Ergebnis haben mehrere Entwicklungen beigetragen. Hierzu geh\u00f6rt nicht zuletzt eine positive Bilanz der Nutzerm\u00e4rkte, die im bisherigen Jahresverlauf mehr B\u00fcrofl\u00e4chenumsatz verbuchen konnten als im Vorjahr. Hierzu passt auch, dass sich die Meldungen h\u00e4ufen, dass die Homeoffice-Quote tendenziell wieder etwas r\u00fcckl\u00e4ufig und eine weitere Zunahme dieser Arbeitsform nicht absehbar ist. \u201eDas Vertrauen der Investoren in eine langfristig stabile Nachfrage nach B\u00fcros beginnt wieder zu steigen. Ein Indiz hierf\u00fcr ist auch, dass wieder mehr gro\u00dfvolumige Abschl\u00fcsse get\u00e4tigt werden, die in den vergangenen beiden Jahren absolute Mangelware waren. Als Beispiel stehen die Verk\u00e4ufe des Upper West in Berlin oder des Atlantic Hauses in Hamburg. Insgesamt wurden in den ersten drei Quartalen bereits f\u00fcnf Deals im dreistelligen Millionenbereich erfasst, die zusammen deutlich \u00fcber eine Mrd. \u20ac zum Investmentumsatz beigetragen haben. Auch die aktuell in Verhandlung befindlichen Transaktionen unterstreichen das zunehmend positive Sentiment in dieser Assetklasse. Wir halten es f\u00fcr wahrscheinlich, dass noch vor Jahresende signalgebende Core Assets erfolgreich endverhandelt sein werden\u201c, erl\u00e4utert Nico Keller.<\/p>\n<p>Nur knapp dahinter und nahezu gleichauf folgen Logistikobjekte und Einzelhandelsimmobilien auf den Pl\u00e4tzen zwei und drei mit einem Umsatzanteil von jeweils knapp 24 %. Logistikobjekte zeichnen f\u00fcr insgesamt knapp 4,17 Mrd. \u20ac Investmentumsatz verantwortlich. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum verlieren sie damit nur rund 5 %. Die im ersten Halbjahr noch vergleichsweise moderaten Ums\u00e4tze mit Portfoliotransaktionen haben im dritten Quartal deutlich angezogen. Aktuell entfallen fast 29 % des Ergebnisses auf Paketverk\u00e4ufe, was einem Volumen von 1,2 Mrd. \u20ac entspricht. Zu den f\u00fcnf bislang get\u00e4tigten Abschl\u00fcssen im dreistelligen Millionenbereich tragen vier Portfolio-Deals bei, wohingegen bisher nur ein Einzelabschluss in dieser Gr\u00f6\u00dfenklasse registriert wurde.<\/p>\n<p>Auf vergleichbarem Niveau bewegen sich Retail-Investments mit knapp 4,14 Mrd. \u20ac Investmentumsatz und damit etwa 16 % weniger als im Vorjahr. Die mit Abstand gr\u00f6\u00dfte Transaktion im bisherigen Jahresverlauf stellt die \u00dcbernahme der Porta-Gruppe durch XXXLutz im hohen dreistelligen Millionenbereich dar. Mit Ausnahme dieser Transaktion zeigt sich das Marktgeschehen deutlich kleinteiliger als \u00fcblich, was auch den geringeren Investmentumsatz insgesamt erkl\u00e4rt. Mit Abstand am meisten angelegt wurde in Nahversorgungsobjekte mit hohem Lebensmittelanteil und Fachm\u00e4rkte, die zusammen fast zwei Drittel zum aktuellen Retail-Volumen beitragen. Erneut vergleichsweise viel investiert wurde mit \u00fcber 660 Mio. \u20ac in Shoppingcenter. Der vorsichtige Aufw\u00e4rtstrend in diesem Marktsegment hat sich also fortgesetzt.<\/p>\n<p>Auf dem vierten Platz folgen Hotel-Investments. Das bereits seit L\u00e4ngerem gestiegene Interesse auf Investorenseite spiegelt sich mittlerweile auch im Transaktionsvolumen wider. Mit einem Gesamtumsatz von fast 1,43 Mrd. \u20ac haben Hotels ihr Volumen um knapp 44 % gesteigert. Damit bewegen sie sich wieder auf dem Niveau der Jahre 2021 und 2022. Zum aktuellen Investitionsvolumen mit gewerblichen Immobilien steuern sie gut 8 % bei. \u00c4hnlich erfolgreich gestaltet sich die Entwicklung bei Healthcare-Immobilien. Mit einem Investitionsvolumen von knapp 1,18 Mrd. \u20ac konnten sie sogar um mehr als 63 % zulegen, was einem Umsatzanteil von fast 7 % entspricht. Auch in dieser Assetklasse f\u00e4llt das Ergebnis sp\u00fcrbar besser aus als in den beiden Vorjahren.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Einzeltransaktionen dominieren weiter den Markt<\/h3>\n<p>Gut drei Viertel des Investmentvolumens resultiert aus dem Verkauf von Einzelobjekten. Damit bewegen sie sich in etwa auf dem Niveau der beiden Vorjahre. Insgesamt zeichnen sie bislang f\u00fcr knapp 13,4 Mrd. \u20ac des Umsatzes verantwortlich. Demzufolge haben Portfolios etwa 4,1 Mrd. \u20ac zum Resultat beigesteuert, was einem Anteil von 23,5 % entspricht. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum konnten Pakettransaktionen ihren Beitrag um knapp 5 % steigern. Trotzdem ist ihre Umsatzbeteiligung noch weit entfernt vom langj\u00e4hrigen Durchschnitt, der bei knapp einem Drittel liegt. Den h\u00f6chsten Umsatzanteil verbuchen Einzelhandelsportfolios mit gut 1,9 Mrd. \u20ac, gefolgt von Logistikpaketen, die auf 1,2 Mrd. \u20ac kommen. Trotz des deutlich gestiegenen Investmentvolumens mit B\u00fcroh\u00e4usern konnten im laufenden Jahr noch keine signifikanten Portfolioabschl\u00fcsse in dieser Assetklasse erfasst werden.<\/p>\n<p>Der Anteil ausl\u00e4ndischer Investoren am Marktgeschehen liegt mit gut 44 % weiterhin auf einem leicht \u00fcberdurchschnittlichen Niveau. Auch dies spricht daf\u00fcr, dass die deutschen Investmentm\u00e4rkte wieder st\u00e4rker in den Fokus global t\u00e4tiger Anleger r\u00fccken. Die h\u00f6chsten Anteile entfallen dabei wie gewohnt auf europ\u00e4ische Investoren mit 26,5 %, gefolgt von nordamerikanischen K\u00e4ufern, die knapp 13 % beitragen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>A-Standorte mit weniger Umsatz als im Vorjahr<\/h3>\n<p>Das Transaktionsvolumen der deutschen A-Standorte Berlin, D\u00fcsseldorf, Frankfurt, Hamburg, K\u00f6ln, M\u00fcnchen und Stuttgart liegt Ende des dritten Quartals bei gut 7,46 Mrd. \u20ac und damit etwa 18 % niedriger als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Absolut betrachtet wurden damit in den ersten neun Monaten des Jahres gut 1,6 Mrd. \u20ac weniger in den gro\u00dfen Metropolen investiert. Bei diesem auf den ersten Blick ern\u00fcchternden Ergebnis handelt es sich jedoch um eine Momentaufnahme. Aktuell befindet sich eine Reihe von Transaktionen in der Finalisierungsphase und ist dementsprechend noch nicht im Volumen enthalten. Allein auf vier Gro\u00dfabschl\u00fcsse, die sich im weit fortgeschrittenen Ankaufsprozess befinden und mit gro\u00dfer Wahrscheinlichkeit im vierten Quartal zum Abschluss gebracht werden, entfallen rund 1,8 Mrd. \u20ac. Am Ende des Jahres werden die A-Standorte deshalb besser dastehen als momentan. Dies gilt nicht zuletzt f\u00fcr einige St\u00e4dte, die aktuell noch deutliche Umsatzverluste aufweisen. Klar an der Spitze aller Standorte in den ersten drei Quartalen liegt Berlin 2,29 Mrd. \u20ac (-14 %). Zu den wichtigsten Transaktionen der Hauptstadt z\u00e4hlte der Verkauf des Upper West. Auf dem zweiten Platz liegt M\u00fcnchen mit einem Umsatz von gut 1,44 Mrd. \u20ac (-30 %). Hierzu beigetragen haben unter anderem die Ank\u00e4ufe des Mandarin Oriental Hotels sowie vom Sporthaus Schuster nahe des Marienplatzes. Rang drei sichert sich Hamburg, wo fast 1,3 Mrd. \u20ac (+27 %) investiert wurden. Dieses gute Ergebnis wird nicht zuletzt auch vom Ankauf eines gr\u00f6\u00dferen Pflegeheim-Portfolios durch die Stadt Hamburg beeinflusst. Auf den weiteren Pl\u00e4tzen folgen die beiden rheinischen Standorte D\u00fcsseldorf, wo 766 Mio. \u20ac (-1 %) umgesetzt wurden und K\u00f6ln mit 737 Mio. \u20ac (-20 %). An ungewohnter Position befindet sich momentan noch Frankfurt mit einem Investmentumsatz von lediglich 551 Mio. \u20ac (-56 %). Das Schlusslicht bildet Stuttgart mit 387 Mio. \u20ac und einem vergleichsweise moderaten R\u00fcckgang von 8,5 %.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Fast alle Renditen unver\u00e4ndert<\/h3>\n<p>Die Spitzenrenditen zeigen sich erwartungsgem\u00e4\u00df nahezu vollst\u00e4ndig stabil. Die Ende 2024 von fast allen Marktteilnehmern erwartete leichte Renditekompression im Jahr 2025 ist nicht eingetreten. Verantwortlich hierf\u00fcr ist in erster Linie das Finanzierungsumfeld. So liegen die Kapitalkosten weiterhin h\u00f6her als erwartet. Gleichzeitig tragen vor allem die steigende Staatsverschuldung gro\u00dfer Volkswirtschaften und die unver\u00e4ndert gro\u00dfen geopolitischen Unw\u00e4gbarkeiten dazu bei, dass sich die langfristigen Kapitalmarktzinsen kaum entspannen. Im Logistikbereich haben die Spitzenrenditen in der Konsequenz um 15 Basispunkte auf jetzt 4,40 % angezogen. In allen anderen Assetklassen zeigen sie sich stabil. Demzufolge liegen die Netto-Spitzenrenditen f\u00fcr B\u00fcros im Schnitt der A-Standorte weiter bei 4,36 %. Teuerster Standort ist nach wie vor M\u00fcnchen mit 4,20 %, gefolgt von Berlin und Hamburg mit jeweils 4,25 %. Weiterhin 3,76 % sind durchschnittlich f\u00fcr innerst\u00e4dtische Gesch\u00e4ftsh\u00e4user in den A-Standorten anzusetzen. F\u00fcr Fachmarktzentren liegt der Wert unver\u00e4ndert bei 4,65 %, und auch bei Discountern\/Superm\u00e4rkten haben 4,90 % weiter Bestand. Auch bei Shoppingcentern (5,60 %) sind keine Ver\u00e4nderungen zu verzeichnen. Gleiches gilt f\u00fcr die Spitzenrendite f\u00fcr Neubauwohnobjekte, die im Schnitt der A-Standorte auf 3,58 % kommen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Perspektiven<\/h3>\n<p>Die Perspektiven der Investmentm\u00e4rkte sind derzeit schwierig einzusch\u00e4tzen. Verantwortlich hierf\u00fcr ist eine un\u00fcbersichtliche Gemengelage in ganz unterschiedlichen Einflussbereichen. Hinzu kommt, dass sich gerade auch im politischen Handeln die Halbwertzeiten von Entscheidungen, Gesetzen und Ma\u00dfnahmen drastisch reduziert haben und sich die Voraussetzungen f\u00fcr Investitionsentscheidungen innerhalb weniger Tage \u00e4ndern k\u00f6nnen. Grunds\u00e4tzlich lassen sich drei gro\u00dfe Aktionsfelder identifizieren, die Einfluss auf die zuk\u00fcnftige Entwicklung der Investmentm\u00e4rkte haben.<\/p>\n<p>Von besonderer Bedeutung ist die konjunkturelle Entwicklung Deutschlands. Hier besteht eine realistische Chance, dass sich positive Effekte der beschlossenen Sonderverm\u00f6gen ab 2026 sukzessive entfalten und zu einem sp\u00fcrbaren BIP-Wachstum f\u00fchren werden. Ob hierdurch eine Art Initialz\u00fcndung ausgel\u00f6st werden kann, die dazu beitr\u00e4gt, den Wachstumsprozess weiter zu beschleunigen, bleibt abzuwarten und wird nicht zuletzt davon abh\u00e4ngen, ob es gleichzeitig gelingt, die Einleitung notwendiger Transformationsprozesse zur St\u00e4rkung des Standorts Deutschland nachhaltig umzusetzen. Aus heutiger Sicht spricht viel daf\u00fcr, dass die Nutzerm\u00e4rkte ab 2026 etwas mehr R\u00fcckenwind seitens der Konjunktur erwarten d\u00fcrften als in den zur\u00fcckliegenden zwei Jahren. Dies wird sich auch positiv auf die Investmentm\u00e4rkte auswirken.<\/p>\n<p>Neben den nationalen Entwicklungen spielen verschiedene internationale Einflussparameter eine zunehmend wichtige Rolle f\u00fcr die M\u00e4rkte. Zu nennen ist hier einerseits die gro\u00dfe Unsicherheit bez\u00fcglich der globalen wirtschaftlichen Entwicklung und kaum noch vorhandene Planungssicherheit. Insbesondere die Auswirkungen der nur schwer nachzuvollziehenden Zolldiskussion und -anwendung, bergen kaum kalkulierbare Risiken. Aber auch die zunehmende \u00dcberschuldung gro\u00dfer Volkswirtschaften sorgt f\u00fcr Konfliktpotenzial und k\u00f6nnte negative Auswirkungen auf das weltweite Finanzsystem haben. Diese latenten Risiken tragen nicht zu stabilen Investitionsbedingungen bei. Hinzu kommen geopolitische Konflikte, deren Ausgang nicht vorhersehbar ist und die vor diesem Hintergrund als Damoklesschwert \u00fcber der globalen Konjunktur und damit auch den Immobilienm\u00e4rkten schweben.<\/p>\n<p>Nicht zu vernachl\u00e4ssigen ist aber auch die Stimmung der Unternehmen und Investoren. Diese kann sich durchaus besser entwickeln als es die harten Faktoren erwarten lassen w\u00fcrden. Die Zunahme des B\u00fcrofl\u00e4chenumsatzes im laufenden Jahr deutet beispielsweise darauf hin, dass die Zuversicht in den Unternehmen tendenziell w\u00e4chst. Dementgegen steht der im September \u00fcberraschend gesunkene ifo-Index. Eine aktuell positive Entwicklung ist, dass die seit l\u00e4ngerem vorhandene Erwartungshaltung, dass die Kaufpreise f\u00fcr Immobilien in absehbarer Zeit deutlich steigen, zunehmend an Bedeutung verliert. Vor diesem Hintergrund einer sich wandelnden Markteinsch\u00e4tzung ist in den n\u00e4chsten Quartalen von steigender Investmentaktivit\u00e4t auszugehen, die auch zu h\u00f6heren Transaktionsvolumina f\u00fchren sollte.<\/p>\n<p>Die skizzierten Einflussebenen unterstreichen, wie schwierig es ist, valide Vorhersagen zu treffen. Die mittelfristigen Perspektiven sind aktuell nur im Zuge von Szenarien darstellbar. Das aus unserer Sicht wahrscheinlichste Szenario bleibt weiterhin, dass sich positive Effekte aus nationalen Entwicklungen einstellen werden, die nur bedingt durch \u00fcbergeordnete Negativtrends \u00fcberlagert werden. Vor diesem Hintergrund besteht eine realistische Chance, dass sich der im vierten Quartal abzeichnende leichte Aufw\u00e4rtstrend der M\u00e4rkte im n\u00e4chsten Jahr fortsetzen k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>\u201eIn der kurzfristigen Perspektive gehen wir f\u00fcr das vierte Quartal von einem steigenden Investmentumsatz aus. Grund hierf\u00fcr ist, dass sich so viele Verkaufsprozesse in weit fortgeschrittenem Verhandlungsstadium und Exklusivit\u00e4t befinden wie schon lange nicht mehr. Hierzu geh\u00f6ren auch eine Reihe von Gro\u00dfabschl\u00fcssen, die zusammen bereits f\u00fcr mehrere Milliarden Umsatz sorgen k\u00f6nnten. Vor diesem Hintergrund halten wir weiterhin ein Ergebnis von 35 Mrd. \u20ac f\u00fcr Investments in Gewerbe- und Wohnobjekte f\u00fcr durchaus m\u00f6glich, solange keine kurzfristigen externen St\u00f6rfeuer auftreten. Bei der Renditeentwicklung ist von einer stabilen Entwicklung im weiteren Jahresverlauf auszugehen\u201c, fasst Marcus Zorn zusammen.<\/p>\n\t\t\t\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\n\t\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t<\/div>\n\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t<\/section>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Stabilisierung der Investmentm\u00e4rkte hat sich fortgesetzt und spiegelt sich auch im Transaktionsvolumen der ersten drei Quartale wider. 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