{"id":12826,"date":"2025-11-12T07:34:20","date_gmt":"2025-11-12T07:34:20","guid":{"rendered":"https:\/\/assetphysics.com\/?p=12826"},"modified":"2025-11-12T07:34:20","modified_gmt":"2025-11-12T07:34:20","slug":"die-zukunft-des-wohnungsbaus-in-deutschland-ist-seriell","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/assetphysics.com\/de\/die-zukunft-des-wohnungsbaus-in-deutschland-ist-seriell\/","title":{"rendered":"Die Zukunft des Wohnungsbaus in Deutschland ist seriell\u00a0"},"content":{"rendered":"\n\t<section class=\"snk-section snk-section_xs\" >\n\t\t<div class=\"container container-xs\">\n\n\t\t\t\n\n\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"row snk-textColumns\">\n\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"col col-12 snk-textColumn\">\n\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"snk-textBlock\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<h3>Institutionelle Investoren zeigen hohes Interesse an seriellem Wohnungsbau<\/h3>\n\t\t\t\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<p data-olk-copy-source=\"MessageBody\">Serielle Fertigung wird in den kommenden Jahren immer mehr zum Standard beim Wohnungsbau in Deutschland werden. Kosten- und Zeitersparnis, bessere Arbeitsbedingungen f\u00fcr Fachkr\u00e4fte und geringere M\u00e4ngelanf\u00e4lligkeit sowie die steigende Variabilit\u00e4t der architektonischen M\u00f6glichkeiten machen das Bauen mit vorgefertigten Elementen f\u00fcr eine steigende Zahl von Akteuren attraktiv. Das best\u00e4tigten David Fischer, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer, WvM Berlin Immobilien + Projektentwicklung GmbH, Simon Kempf, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrender Gesellschafter, Periskop Development GmbH, Jens Wadle, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer, Hohental Gruppe, und Thomas Wirtz, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer, INDUSTRIA Immobilien GmbH bei einer Online-Pressekonferenz.<\/p>\n<p>Bemerkenswert dabei ist, dass sich zunehmend auch institutionelle Investoren sowie Asset- und Investmentmanager f\u00fcr die M\u00f6glichkeiten des seriellen Bauens interessieren. Thomas Wirtz beispielsweise kann sich seriell und modular gefertigte Wohnimmobilien bei INDUSTRIA Immobilien sowohl in spezialisierten Fondsvehikeln als auch als Beimischung in bereits aufgelegten Wohnimmobilienfonds vorstellen.<\/p>\n<p>Entsprechend sondiert INDUSTRIA Immobilien seit einem Jahr den Markt f\u00fcr seriellen und modularen Wohnbau. \u201eBauen mit industrieller Vorfertigung entwickelt sich zunehmend zu einem strategischen Investmentthema, denn konventioneller Wohnbau kann die Renditeerwartungen institutioneller Investoren aktuell viel schwerer erf\u00fcllen\u201c, sagt Thomas Wirtz. \u201eNeue Technologien und Designs erm\u00f6glichen es, dass durch die industrielle Vorfertigung Immobilien nicht nur schnell, planungssicher und kosteng\u00fcnstig entstehen k\u00f6nnen, sondern die Geb\u00e4ude auch optisch durchaus attraktiv sind. Serielles und modulares Bauen erscheint als zentraler Schl\u00fcssel, um dem Mangel an bezahlbarem Wohnraum \u2013 insbesondere in Ballungsgebieten und Gro\u00dfst\u00e4dten \u2013 wirksam zu begegnen.\u201c<\/p>\n<p><strong>H\u00f6here Renditen und st\u00e4rkere Verl\u00e4sslichkeit steigern Attraktivit\u00e4t\u00a0<\/strong><br \/>\nWie sich Investoren gegen\u00fcber seriellem bzw. modularen Bauen positionieren, zeigt eine Umfrage der INDUSTRIA Immobilien unter institutionellen Investoren aus dem Fr\u00fchjahr 2025. Fast die H\u00e4lfte der Befragten kann sich vorstellen, in Fonds mit entsprechenden Objekten zu investieren. Nur rund zehn Prozent lehnen das kategorisch ab. Entscheidend f\u00fcr die Akzeptanz sind erwartete Renditen: 56 Prozent der institutionellen Investoren erwarten h\u00f6here Renditen als bei konventionellen Bauweisen \u2013 ein realistisches Bild angesichts k\u00fcrzerer Bauzeiten und geringeren Bau- und Finanzierungskosten. Grund hierf\u00fcr k\u00f6nnte allerdings auch die Einsch\u00e4tzung sein, dass serielle Konzepte noch mit zus\u00e4tzlichen Risiken behaftet seien. Langfristig jedoch werde sich diese Risikopr\u00e4mie abbauen, so Wirtz\u2019 Prognose.<\/p>\n<p><strong>Mit vorgefertigten Elementen lassen sich Klimaziele besser erreichen\u00a0<\/strong><br \/>\nSimon Kempf, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer bei Periskop Development, hat sich dem Thema Serielles Bauen vom Standpunkt der Baulandentwicklung gen\u00e4hert. \u201eWir sehen den Zuschnitt von Baufeldern als ma\u00dfgebliche Grundlage f\u00fcr den Optimierungsprozess beim Bauen. Je h\u00f6her der Vorfertigungsgrad von Modulen und Elementen ist, umso h\u00f6her ist wahrscheinlich der Anspruch an ein m\u00f6glichst passendes Grundst\u00fcck. So etwa lautete eine Arbeitshypothese, auf deren Grundlage wir unser Whitepaper erstellt haben.\u201c<\/p>\n<p>Er f\u00fchrt aus: \u201eUnsere Analyse zeigt: Industriell vorgefertigte Elemente verk\u00fcrzen Bauzeiten signifikant, senken Kostenrisiken und erleichtern die Planung. Zudem mindern sie Baustellenemissionen, erm\u00f6glichen eine Recyclingquote von bis zu 90 Prozent und leisten damit einen sp\u00fcrbaren Beitrag zur Erreichung von Klimazielen.\u201c<\/p>\n<p>\u201eDoch nicht jedes Grundst\u00fcck eignet sich f\u00fcr serielle beziehungsweise modulare L\u00f6sungen, Transport- und Logistikkosten k\u00f6nnen die Wirtschaftlichkeit beeinflussen, die architektonische Gestaltungsfreiheit ist geringer als bei konventionellem Bau. Vorfertigung geht zudem mit teils fr\u00fcher Kapitalbindung einher und verlangt eine sehr pr\u00e4zise Planung bereits in den initialen Projektphasen\u201c, fasst Kempf die Ergebnisse der Untersuchung zusammen. Zudem m\u00fcssten, um die f\u00fcr einen h\u00f6heren Automatisierungsgrad erforderlichen Produktionszahlen zu erm\u00f6glichen, die unterschiedlichen Landesbauordnungen homogenisiert werden.<\/p>\n<p><strong>Serielles Bauen beginnt bereits in der Planungsphase<\/strong><br \/>\nDen Ansatz, dass serielles Bauen bereits mit der Planungsphase und der Konfiguration der Grundst\u00fccke beginnt, teilt auch Jens Wadle: \u201eAuch seriell errichtete Bauvorhaben m\u00fcssen sich in die Umgebung einf\u00fcgen, das hei\u00dft sie m\u00fcssen dem Grundst\u00fcckszuschnitt Rechnung tragen und die st\u00e4dtebauliche Besonderheit eines Ortes ber\u00fccksichtigen. Nur eine Mischung von Materialien und Bauweisen erm\u00f6glicht Flexibilit\u00e4t und Vielfalt, damit die n\u00f6tige Grundst\u00fccksauslastung erreicht werden kann.\u201c Entscheidend f\u00fcr den Erfolg sei die Wiederholbarkeit. \u201eIm Bewusstsein f\u00fcr St\u00e4dtebau und Freianlagen k\u00f6nnen wiederkehrende Raster, modulare Planungsans\u00e4tze und schlussendlich die Etablierung des wirtschaftlichsten Materials f\u00fcr die jeweilige Bauaufgabe das Image des seriellen Bauens ver\u00e4ndern. Unser Ansatz ist eine serielle Planungslogik, die sp\u00e4tere Bauabl\u00e4ufe vereinfacht, Fehler reduziert und dabei st\u00e4dtebauliche und architektonische Qualit\u00e4ten zum Ziel hat. \u00a0Dieser Ansatz spart Zeit und Kosten, reagiert auf Kundenanforderungen und schafft nachhaltig lebenswerte gemischte Quartiere.\u201c<\/p>\n<p>Entsprechend sieht Wadle auch die vom GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen initiierte Rahmenvereinbarung \u201eSerielles und modulares Bauen\u201c als wichtigen Meilenstein f\u00fcr den kommunalen Wohnungsbau. \u201eErstmals ist ein praxisnahes Instrument geschaffen worden, das insbesondere \u00f6ffentlichen Bauherren eine schnelle, transparente und rechtssichere Umsetzung erm\u00f6glicht. Die Hohental Gruppe z\u00e4hlt zu den pr\u00e4qualifizierten Anbietern dieser Vereinbarung. Sie bietet Kommunen und Wohnungsunternehmen die M\u00f6glichkeit, vorgepr\u00fcfte, wirtschaftliche und zugleich architektonisch hochwertige L\u00f6sungen direkt abzurufen. Der modulare Aufbau der angebotenen Systeme erlaubt es, individuelle Projektanforderungen zu ber\u00fccksichtigen, ohne den Kostenvorteil der Standardisierung zu verlieren. So wird die Rahmenvereinbarung zu einem zentralen Baustein, um den kommunalen Wohnungsbau in Deutschland zu beschleunigen.\u201c<\/p>\n<p><strong>wvm Gruppe setzt bei Eigentumswohnungen auf Individualit\u00e4t im System\u00a0<\/strong><br \/>\nInzwischen gibt es erste Projekte, bei denen auch hochwertige Eigentumswohnungen seriell errichtet werden. Interessant ist dabei die Frage, inwieweit die Wohnungen f\u00fcr Selbstnutzer individualisierbar sind. David Fischer r\u00e4t diesbez\u00fcglich zu einem m\u00f6glichst zeitigen Kauf. \u201eWer fr\u00fch in die Projekte einsteigt, hat den gr\u00f6\u00dften Spielraum, von Bodenbel\u00e4gen und Fliesen \u00fcber Armaturen und T\u00fcren bis zu Elektrodetails wie Schalter und Steckdosen.\u201c Er verweist auf das Projekt Zwieseler Hof, bei dem die wvm 147 Eigentumswohnungen errichtet. Dort stehen den Kaufinteresssenten beispielsweise mehr als ein Dutzend Varianten zur Verf\u00fcgung. \u201eWir haben f\u00fcr den Zwieseler Hof mit N\u00f6fer Architekten ein architektonisch hochwertiges und nachhaltiges Quartier mit vielen durchdachten Details geplant. Die ausf\u00fchrende Firma hat die serielle Fertigung in diese Architektur integriert, sodass Gestaltung und Prozess zusammenpassen\u201c, sagt Fischer.<\/p>\n<p>Fischer sieht gute Perspektiven f\u00fcr die serielle Fertigung von Eigentumswohnungen. \u201eWenn Architektur und Lage passen, wird die Vorfertigung im Werk auch im Eigentumssegment zur neuen Normalit\u00e4t. Wichtig ist dabei: Die Methode muss dem Ort dienen \u2013 nicht umgekehrt.\u201c Dabei best\u00e4tigen sich die guten Erfahrungen auch im eigenen Entwicklungsportfolio. In der Liebermannstra\u00dfe in Berlin-Wei\u00dfensee hat die wvm Gruppe ein weiteres klassisches Ortbetonkonzept gemeinsam mit Stephan H\u00f6hne Architekten und Casa Ingenieure in eine moderne Fertigteilplanung \u00fcberf\u00fchrt. Dort werden insgesamt 48 Wohnungen bereits ein halbes Jahr vor dem urspr\u00fcnglich geplanten Termin im kommenden Sommer fertiggestellt.<\/p>\n<p>\u201eSerielles Bauen ist kein Widerspruch zu Vielfalt. Im Gegenteil: Modulare Prinzipien erm\u00f6glichen typologische Flexibilit\u00e4t \u2013 und damit Wohnraum f\u00fcr verschiedene Zielgruppen\u201c, fasst Fischer seine Erfahrungen zusammen. \u201eF\u00fcr uns bedeutet das: Standards da, wo es sinnvoll ist \u2013 Differenzierung da, wo der Ort es fordert.\u201c Konventionell bauen wird die wvm Gruppe weiterhin bei sehr kleinen Vorhaben, Unikaten mit hohem Bestandseinfluss oder bei historisch sensiblen Projekten. \u201eDort spielt die klassische Bauweise ihre St\u00e4rken aus. Aber auch hier profitieren wir zunehmend von modularen Denkmustern.\u201c<\/p>\n\t\t\t\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<a class=\"snk-btn-link\" href=\"https:\/\/www.periskop.ag\/industry-insights\/modulares-bauen-im-uberblick\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><span>Withepaper von Periskop Development f\u00fcr Sie zum Download <\/span><\/a>\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\n\t\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t<\/div>\n\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t<\/section>\n\n\n\n\t<section class=\"snk-section snk-section_noPadding\">\n\t\t<div class=\"container container-xs\">\n\t\t\t<div class=\"snk-media snk-media_image\">\n\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<img decoding=\"async\" data-src=\"https:\/\/assetphysics.com\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/20241113_Zwieseler_Hof_coyright_wvm_Gruppe_071711112025-scaled.jpg\" alt=\"\" title=\"20241113_Zwieseler_Hof_coyright_wvm_Gruppe_071711112025\" src=\"data:image\/svg+xml;base64,PHN2ZyB3aWR0aD0iMSIgaGVpZ2h0PSIxIiB4bWxucz0iaHR0cDovL3d3dy53My5vcmcvMjAwMC9zdmciPjwvc3ZnPg==\" class=\"lazyload\" style=\"--smush-placeholder-width: 2560px; --smush-placeholder-aspect-ratio: 2560\/1918;\" \/>\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"snk-media-caption\">Zwieseler Hof, coyright wvm Gruppe<\/div>\t\t\t<\/div>\n\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\n\t\t\t<\/section>\n\t\n\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kosten- und Zeitersparnis, bessere Arbeitsbedingungen f\u00fcr Fachkr\u00e4fte und geringere M\u00e4ngelanf\u00e4lligkeit sowie die steigende Variabilit\u00e4t der architektonischen M\u00f6glichkeiten machen das Bauen mit vorgefertigten Elementen f\u00fcr eine steigende Zahl von Akteuren attraktiv. <\/p>\n","protected":false},"author":182,"featured_media":12835,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"inline_featured_image":false,"_co_authors":[299,184,236],"footnotes":""},"categories":[24,7,10],"tags":[],"type_content":[18],"class_list":["post-12826","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-markets","category-cases","category-real-estate","type_content-article"],"acf":{"homepage_featured_article":false},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/assetphysics.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12826","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/assetphysics.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/assetphysics.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/assetphysics.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/182"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/assetphysics.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=12826"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/assetphysics.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12826\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":12840,"href":"https:\/\/assetphysics.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12826\/revisions\/12840"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/assetphysics.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/12835"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/assetphysics.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=12826"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/assetphysics.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=12826"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/assetphysics.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=12826"},{"taxonomy":"type_content","embeddable":true,"href":"https:\/\/assetphysics.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/type_content?post=12826"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}