{"id":13151,"date":"2025-11-19T07:42:21","date_gmt":"2025-11-19T07:42:21","guid":{"rendered":"https:\/\/assetphysics.com\/?p=13151"},"modified":"2025-11-19T07:42:21","modified_gmt":"2025-11-19T07:42:21","slug":"kuenstliche-intelligenz-wird-zum-wichtigsten-wachstumstreiber-fuer-die-nachfrage-nach-rechenzentren-in-der-emea-region","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/assetphysics.com\/de\/kuenstliche-intelligenz-wird-zum-wichtigsten-wachstumstreiber-fuer-die-nachfrage-nach-rechenzentren-in-der-emea-region\/","title":{"rendered":"K\u00fcnstliche Intelligenz wird zum wichtigsten Wachstumstreiber f\u00fcr die Nachfrage nach Rechenzentren in der EMEA-Region"},"content":{"rendered":"\n\t<section class=\"snk-section snk-section_xs\" >\n\t\t<div class=\"container container-xs\">\n\n\t\t\t\n\n\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"row snk-textColumns\">\n\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"col col-12 snk-textColumn\">\n\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"snk-textBlock\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<h3>Savills hat im aktuellen EMEA Data Centre Spotlight Report die\u00a0Entwicklungen auf dem Datenzentrumsmarkt in der EMEA-Region untersucht und ist zu folgendem Ergebnis gekommen:<\/h3>\n\t\t\t\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<p>Nach Angaben der International Data Corporation (IDC) wird der weltweite KI-Markt bis 2028 auf 144,6 Milliarden US-Dollar anwachsen, was einer durchschnittlichen j\u00e4hrlichen Wachstumsrate von 30,3 % zwischen 2024 und 2028 entspricht. Savills betont, dass der enorme Rechenleistungsbedarf zum Trainieren und Betreiben von Sprachmodellen und anderen KI-Anwendungen einen au\u00dfergew\u00f6hnlich hohen Druck auf die digitale Infrastruktur in der gesamten EMEA-Region aus\u00fcbt.<\/p>\n<p>Cameron Bell, Director EMEA Data Centre Advisory bei Savills, kommentiert: \u201eGeografisch bleibt die Nachfrage nach wie vor stark konzentriert. Trotz der Diskussionen \u00fcber standortunabh\u00e4ngige Strategien im Zusammenhang mit KI sind bislang nur wenige solcher Projekte tats\u00e4chlich umgesetzt worden. Stattdessen fokussieren sich Betreiber zunehmend auf bestehende Verf\u00fcgbarkeitszonen und f\u00f6rdern damit die Konsolidierung in Regionen mit etablierter Infrastruktur gro\u00dfer Cloud-Anbieter, zuverl\u00e4ssiger Energieversorgung und Expansionsm\u00f6glichkeiten. W\u00e4hrend sich die Nachfrage allm\u00e4hlich \u00fcber die traditionellen europ\u00e4ischen Knotenpunkte hinaus ausweitet, konzentriert sich der Gro\u00dfteil der Anforderungen weiterhin auf die FLAP-D-M\u00e4rkte (Frankfurt, London, Amsterdam, Paris und Dublin), unterst\u00fctzt durch hohe Bev\u00f6lkerungsdichte und die Pr\u00e4senz gro\u00dfer Unternehmen.\u201c<\/p>\n<p>Savills verzeichnete in den letzten zw\u00f6lf Monaten einen Zuwachs der aktiven Kapazit\u00e4ten um 12 %. Etablierte Standorte legten besonders stark zu, wobei die Kapazit\u00e4t in Frankreich um 15 %, Deutschland um 10 %, in UK und Irland jeweils um 9 % stieg. In den Niederlanden lag das Wachstum bei nur 6 %, bedingt durch das anhaltende staatliche Moratorium f\u00fcr Neubauten. Dar\u00fcber hinaus gab es deutliche Zuw\u00e4chse in weniger traditionellen Standorten wie Portugal (+60 %), Saudi-Arabien (+49 %), Spanien (+25 %), den Vereinigten Arabischen Emiraten (+20 %) und Schweden (+17 %).<\/p>\n<p>Seit Jahresbeginn 2025 wurden in der EMEA-Region jedoch nur 850 MW an Stromkapazit\u00e4t bereitgestellt, ein R\u00fcckgang um 11 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Dies unterstreicht anhaltende Engp\u00e4sse und verl\u00e4ngerte Lieferzeiten. Gleichzeitig erreichte die neue Fl\u00e4chennachfrage im selben Zeitraum 845 MW, rund die H\u00e4lfte der im Jahr 2024 vermieteten Leistungskapazit\u00e4t. Savills weist jedoch darauf hin, dass diese Verlangsamung keine schw\u00e4chere Nachfrage signalisiert, sondern vielmehr das begrenzte Angebot an neuen Anlagen widerspiegelt.<\/p>\n<p>Die anhaltend starke Nachfrage zeigt sich auch an der insgesamt vertraglich vereinbarten Stromkapazit\u00e4t, die auf fast 14.500 MW gestiegen ist, ein Plus von 12 % gegen\u00fcber dem Vorjahr. Rund ein Viertel der Fl\u00e4chen sind inzwischen vorvermietet, verglichen mit weniger als 20 % vor drei Jahren. Entsprechend stieg die durchschnittliche Auslastungsrate in der Region im dritten Quartal 2025 auf 91 % (Q3 2022: 87 %), was verdeutlicht, dass die Nachfrage das Angebot weiterhin \u00fcbersteigt.<\/p>\n<p>Cameron Bell erg\u00e4nzt: \u201eDas anhaltende Ungleichgewicht zwischen steigender Nachfrage und begrenztem Angebot st\u00fctzt weiterhin die Mietpreise. Nach drei Jahren deutlicher Anstiege haben sich die Durchschnittsmieten in der gesamten Region stabilisiert. Dennoch wird angesichts der zunehmenden KI-bezogenen Anforderungen, steigender Energiekosten und anhaltender Baukosteninflation f\u00fcr den Rest des Jahres 2025 und dar\u00fcber hinaus ein weiterer Aufw\u00e4rtsdruck auf die Preise erwartet.\u201c<\/p>\n<p>Infolgedessen zeigt sich der Investitionsmarkt f\u00fcr Rechenzentren in der EMEA-Region weiterhin bemerkenswert widerstandsf\u00e4hig und dynamisch, gest\u00fctzt durch langfristige Fundamentaldaten, die f\u00fcr Investoren nach wie vor attraktiv sind. Trotz anhaltender Herausforderungen im Bereich der Stromversorgung sichert die zentrale Rolle des Sektors als kritische Infrastruktur in der digitalen Wirtschaft, dass auch in den kommenden Jahren erhebliche Investitionen erforderlich sein werden.<\/p>\n<p>Seit 2021 werden zwischen 80 % und 90 % des Wertes abgeschlossener Transaktionen durch Private Equity, Immobilienfonds oder Infrastrukturinvestoren finanziert, gegen\u00fcber nur 50 % im Jahr 2020. Auch die Kapitalbeschaffung hat deutlich zugenommen: Das Volumen der f\u00fcr Rechenzentrumsfonds eingeworbenen Mittel lag Ende des zweiten Quartals 2024 bereits rund 40 % \u00fcber dem Gesamtwert des Jahres 2023, ein klarer Beleg f\u00fcr die wachsende Attraktivit\u00e4t des Sektors.<\/p>\n<p>Herausforderungen bleiben jedoch bestehen. Die Baukosten f\u00fcr Rechenzentren liegen in der EMEA-Region mittlerweile zwischen 7,3 und 13,3 Millionen US-Dollar pro Megawatt installierter IT-Last, einschlie\u00dflich Grundst\u00fcck, Geb\u00e4udeh\u00fclle, Elektro- und Klimatechnik, Brandschutz sowie Innenausbau. Die h\u00f6chsten j\u00e4hrlichen Kostensteigerungen wurden in Wien (+27,5 %), Warschau (+25,4 %), Stockholm (+18 %) und Kopenhagen (+17 %) beobachtet. Laut einer Umfrage des Bauunternehmens Turner &#038; Townsend berichteten die Befragten von einem Baukostenanstieg zwischen 5 % und 15 % im vergangenen Jahr, 22 % gaben sogar noch h\u00f6here Zuw\u00e4chse an.<\/p>\n<p>Marc Edmondson, Director und Rechenzentrumsexperte im Bereich Building &#038; Project Consultancy bei Savills, erkl\u00e4rt: \u201eMit l\u00e4ngeren Bauzeiten steigen auch die Investitionskosten. Die Kosten f\u00fcr Neubauprojekte sind stark gestiegen, bedingt durch Fachkr\u00e4ftemangel, begrenzte Verf\u00fcgbarkeit von Grundst\u00fccken und anhaltende Lieferkettenprobleme. Weltweit haben sich die durchschnittlichen Baukosten um mehr als 6 % gegen\u00fcber dem Vorjahr erh\u00f6ht, in der EMEA-Region sogar um 9,7 %. Entwickler reagieren darauf mit fr\u00fchzeitigen Materialk\u00e4ufen und engeren Partnerschaften mit Zulieferern, w\u00e4hrend einige sich auf Schwellenm\u00e4rkte verlagern, die leichter zug\u00e4ngliche Grundst\u00fccke und Energie bieten.\u201c<\/p>\n<p>Insgesamt erwartet Savills, dass die Nachfrage nach Rechenzentrumskapazit\u00e4t aufgrund der KI-Entwicklung weiterhin au\u00dfergew\u00f6hnlich hoch bleiben wird, insbesondere da Unternehmen zunehmend auf hybride Strategien setzen, die Public Cloud, private Infrastrukturen und Colocation-Modelle kombinieren. Dies d\u00fcrfte zu einer robusten Nachfrage in etablierten Zentren f\u00fchren, insbesondere dort, wo ein sicherer Netzanschluss und wettbewerbsf\u00e4hige Energiekosten gew\u00e4hrleistet sind. Gleichzeitig deutet das Wachstum von Sekund\u00e4r- und Terti\u00e4rm\u00e4rkten, vor allem in S\u00fcd- und Osteuropa sowie im Nahen Osten, auf eine schrittweise Dezentralisierung hin, unterst\u00fctzt durch den Zugang zu kosteng\u00fcnstigem Bauland und erneuerbaren Energiequellen.<\/p>\n\t\t\t\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<a class=\"snk-btn-link\" href=\"https:\/\/www.savills.com\/research_articles\/255800\/382335-0\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><span>Savills | Report: EMEA data centres \u2013 Between gridlock and gold rush<\/span><\/a>\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\n\t\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t<\/div>\n\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t<\/section>\n\n\n\n\n\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach Angaben der International Data Corporation (IDC) wird der weltweite KI-Markt bis 2028 auf 144,6 Milliarden US-Dollar anwachsen, was einer durchschnittlichen j\u00e4hrlichen Wachstumsrate von 30,3 % zwischen 2024 und 2028 entspricht. <\/p>\n","protected":false},"author":76,"featured_media":13152,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"inline_featured_image":false,"_co_authors":[],"footnotes":""},"categories":[7,8,24,10],"tags":[],"type_content":[659,21],"class_list":["post-13151","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-cases","category-infrastructure","category-markets","category-real-estate","type_content-analysis","type_content-report"],"acf":{"homepage_featured_article":false},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/assetphysics.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13151","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/assetphysics.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/assetphysics.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/assetphysics.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/76"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/assetphysics.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=13151"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/assetphysics.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13151\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":13161,"href":"https:\/\/assetphysics.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13151\/revisions\/13161"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/assetphysics.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/13152"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/assetphysics.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=13151"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/assetphysics.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=13151"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/assetphysics.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=13151"},{"taxonomy":"type_content","embeddable":true,"href":"https:\/\/assetphysics.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/type_content?post=13151"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}