{"id":16562,"date":"2026-01-12T17:06:48","date_gmt":"2026-01-12T17:06:48","guid":{"rendered":"https:\/\/assetphysics.com\/?p=16562"},"modified":"2026-01-12T17:06:48","modified_gmt":"2026-01-12T17:06:48","slug":"colliers-selektivitaet-der-investoren-bremst-den-wohninvestmentmarkt-2025","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/assetphysics.com\/de\/colliers-selektivitaet-der-investoren-bremst-den-wohninvestmentmarkt-2025\/","title":{"rendered":"Colliers: Selektivit\u00e4t der Investoren bremst den Wohninvestmentmarkt 2025"},"content":{"rendered":"\n\t<section class=\"snk-section snk-section_xs\" >\n\t\t<div class=\"container container-xs\">\n\n\t\t\t\n\n\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"row snk-textColumns\">\n\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"col col-12 snk-textColumn\">\n\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"snk-textBlock\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<p data-olk-copy-source=\"MessageBody\">Der deutsche Wohninvestmentmarkt erreichte 2025 ein Transaktionsvolumen von 9,1 Milliarden Euro, was einem R\u00fcckgang um 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Mit Ausnahme des zweiten Quartals verzeichneten alle Quartale des Jahres ein ann\u00e4hernd gleiches Transaktionsvolumen im Bereich von 2,2 bis 2,5 Milliarden Euro. Grund f\u00fcr den R\u00fcckgang am Gesamtmarkt ist, dass sich Investoren zur\u00fcckhaltender und ausgepr\u00e4gt selektiv zeigten als erwartet. Zudem fehlte es dem Markt an gro\u00dfvolumigen Portfoliotransaktionen, die deutlich weniger gehandelt wurden als noch im Vorjahr. So entfielen 2025 3,6 Milliarden Euro (39 Prozent) des gehandelten Kapitals auf Portfolios (Vorjahr 5,7 Milliarden Euro bzw. 53 Prozent), deren durchschnittlicher Kaufpreis je Transaktion bei 56 Millionen Euro lag. Im Vorjahr lag der durchschnittliche Kaufpreis je Portfoliotransaktion bei 71 Millionen Euro.<\/p>\n<p><strong>Florian Tack<\/strong>, Head of Residential Germany bei\u00a0<span class=\"markt8ewprzzs\" data-markjs=\"true\" data-ogac=\"\" data-ogab=\"\" data-ogsc=\"\" data-ogsb=\"\">Colliers<\/span>: \u201eDie Nachfrage nach Wohnimmobilien ist generell in allen Segmenten weiter steigend. Die Dynamik hat sich im zweiten Halbjahr abgeschw\u00e4cht, vor allem wegen der erneut gestiegenen Zinsen infolge h\u00f6herer Staatsanleiherenditen nach Ank\u00fcndigung des Sonderverm\u00f6gens durch die Bundesregierung. Diese Delle, die insbesondere in den Sommermonaten zu sehen war, konnte auf das Gesamtjahr berachtet nicht ausgeglichen werden. Hinzu kommt, dass insbesondere gro\u00dfe Bestandshalter ihre Portfolioverkaufsbestrebungen im Jahresverlauf zur\u00fcckgefahren haben und stattdessen strategische Neuausrichtungen wieder hin zu Ank\u00e4ufen vorgenommen haben. Dadurch sank das verf\u00fcgbare Angebot zu stark, um das erwartete Jahresergebnis zu erreichen.\u201c<\/p>\n<h3><strong>Einzelobjektverk\u00e4ufe mit positiver Entwicklung und St\u00fctze f\u00fcr den Gesamtmarkt<\/strong><\/h3>\n<p>Der R\u00fcckgang des Transaktionsvolumens im Portfoliosegment fiel mit -36 Prozent deutlich st\u00e4rker aus als der des Gesamtmarktes. Von insgesamt zehn Transaktionen mit einem Volumen von jeweils \u00fcber 100 Millionen Euro entfielen sieben der gr\u00f6\u00dften Transaktionen auf das Portfoliosegment, w\u00e4hrend Einzelverk\u00e4ufe im Jahresvergleich erfreulicherweise deutlich um 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zulegten. Hier wurde ein Transaktionsvolumen von 5,5 Milliarden Euro registriert (Vorjahr: 4,6 Milliarden Euro).<\/p>\n<p>Mit dem deutschlandweiten Portfolio von 8.000 Wohnungen aus dem offenen Immobilienfonds UniImmo Wohnen durch die ZBI \/ Union Investment an In-West Partners \/ I-Wohnen-Gruppe f\u00fcr 750 Millionen Euro sowie eines Portfolios in Nord- und Westdeutschland mit einem Volumen von 500 Millionen Euro (3.300 Wohnungen) durch die ZBI \/ Union Investment an Net Zero Properties S.A. \/ ZAR Investment erfolgten die beiden gr\u00f6\u00dften Verk\u00e4ufe des Jahres bereits im ersten Halbjahr. Der drittgr\u00f6\u00dfte Deal wurde im dritten Quartal mit dem Verkauf des Stadtquartiers Marienh\u00f6fe (880 Wohnungen) in Berlin als Forward Funding an den European Core Fund (HECF) von Hines f\u00fcr 425 Millionen Euro registriert.<\/p>\n<p><strong>Tack<\/strong>: \u201eTransaktionen waren durch lange Vorlaufzeiten, sehr detaillierte Due-Diligence-Prozesse und eine h\u00f6here Abbruchanf\u00e4lligkeit gekennzeichnet, sodass die Transaktionssicherheit im Jahresverlauf 2025 gesunken ist. \u00c4u\u00dferst positiv ist jedoch herauszustellen, dass der Markt zum Jahresende wieder an Dynamik gewonnen hat. So war das Jahresendquartal mit 2,5 Milliarden Euro, entfallend auf 121 Transaktionen (Vorquartale zwischen 82 bis 93 Transaktionen), das st\u00e4rkste des Jahres 2025.\u201c<\/p>\n<h3><strong>Bestandsobjekte jungen Baualters mit Core-Charakter am gefragtesten<\/strong><\/h3>\n<p>Strukturell wurde der Markt 2025, wie auch im Vorjahr, von Bestandsobjekten getragen. Diese, insbesondere j\u00fcngeren Baualters mit Core-Charakter, stellten erneut das Fundament der Investmentaktivit\u00e4t im Jahr 2025 dar. Auf Neubauobjekte und Projektentwicklungen entfielen in Summe rund 3,2 Milliarden Euro (34 Prozent) des Transaktionsvolumens. Hier zeigten sich Investoren trotz mittlerweile planbarerem Finanzierungsumfeld weiterhin zur\u00fcckhaltend, auch, da in diesem Segment weiter die gr\u00f6\u00dften Diskrepanzen zwischen Verk\u00e4ufern und K\u00e4ufern bei der Preisfindung bestehen. Forward Deals und Projekte bleiben zwar grunds\u00e4tzlich investierbar, erreichten jedoch aufgrund von Finanzierung, Kostenstrukturen und Preisfindung noch nicht das Aktivit\u00e4tsniveau, das aus Nachfragesicht m\u00f6glich w\u00e4re.<\/p>\n<p>Auf K\u00e4uferseite zeigten sich, bezogen auf das Transaktionsvolumen, Verm\u00f6gensverwalter, Asset- &amp; Fondsmanager (25 Prozent) und privates Kapital (17 Prozent) am aktivsten, w\u00e4hrend die Verk\u00e4uferseite von Projektentwicklern (25 Prozent) und Fonds (13 Prozent) sowie Wohnungsunternehmen und -gesellschaften (12 Prozent) dominiert wurde.<\/p>\n<p>Bei den Ticketgr\u00f6\u00dfen dominierten Verk\u00e4ufe bis 50 Millionen Euro den Wohninvestmentmarkt, auf die 4,7 Milliarden Euro bzw. 52 Prozent des Gesamtmarktes entfielen, nach 37 Prozent im Vorjahr. Auch das Segment von 50 bis 100 Millionen Euro konnte seinen Anteil steigern, der von 12 Prozent im Vorjahr auf 19 Prozent im Jahr 2025 anstieg. Demgegen\u00fcber ging der Anteil des investierten Kapitals, das in Tickets \u00fcber 100 Millionen Euro gehandelt wurde, auf 29 Prozent zur\u00fcck (Vorjahr 48 Prozent).<\/p>\n<h3><strong>Ein Drittel der Transaktionen in den Top-7-St\u00e4dten, Renditen stabil<\/strong><\/h3>\n<p>2025 entfielen 35 Prozent des Investmentvolumens (3,2 Milliarden Euro) auf die Top-7-St\u00e4dte und damit genauso viel wie im Vorjahr. Die \u00fcbrigen Standorte kamen auf 65 Prozent bzw. 5,9 Milliarden Euro. Berlin best\u00e4tigte mit 1,4 Milliarden Euro trotz eines deutlichen R\u00fcckgangs (Vorjahr 2,8 Mrd.) seine Spitzenposition vor M\u00fcnchen mit 567 Millionen Euro. Mit Ausnahme von Stuttgart, wo nahezu keine Marktaktivit\u00e4t zu sehen war, zeigen sich alle \u00fcbrigen Top-7-St\u00e4dte mit Transaktionsvolumina im Bereich von 260 bis 345 Millionen Euro sehr ausgeglichen. Mit Ausnahme von K\u00f6ln zeigten somit alle Standorte ein teils deutlich h\u00f6heres Transaktionsvolumen als im Vorjahr.<\/p>\n<p><strong>Francesca Boucard<\/strong>, Head of Market Intelligence &amp; Foresight bei\u00a0<span class=\"markt8ewprzzs\" data-markjs=\"true\" data-ogac=\"\" data-ogab=\"\" data-ogsc=\"\" data-ogsb=\"\">Colliers<\/span>: \u201eDie Renditen waren auch im Jahresverlauf 2025 weiterhin stabil. F\u00fcr junge Bestandsobjekte liegen die Spitzenrenditen in den Top-7-St\u00e4dten bei 3,85 Prozent, an anderen Standorten bei 4,50 Prozent. F\u00fcr 2026 werden gleichbleibende Renditen erwartet. Bei hochwertigen Bestandsobjekten j\u00fcngeren Baualters mit Core-Charakter an etablierten Standorten und guten Lagen ist aufgrund der erwartet hohen Nachfrage im Jahresverlauf 2026 ein leichter Renditer\u00fcckgang m\u00f6glich, w\u00e4hrend sich die Renditen bei den Objekttypen Neubauten, Projekten, Forward Deals sowie bei \u00e4lteren Bestandsobjekten stabil zeigen werden.&#8220;<\/p>\n<p><strong>Neuvermietungsmieten bei Bestandsobjekten steigen konstant, Neubaumieten volatil<\/strong><\/p>\n<p>Die Mietdynamik der Vorjahre setzte sich 2025 fort, jedoch mit klaren Unterschieden zwischen Bestands- und Neubauobjekten. In den Top-7-St\u00e4dten stiegen die Mieten f\u00fcr Bestandswohnungen bei Wiedervermietung in den vergangenen 12 Monaten um rund 5 Prozent und damit leicht st\u00e4rker als im Vorjahr, als ein Plus von 4 Prozent verzeichnet wurde. Im Neubausegment fiel das Wachstum der Neuvermietungsmieten mit 0,5 Prozent deutlich geringer aus. Die Mietsteigerungen zeigten im Jahresverlauf eine hohe Volatilit\u00e4t. W\u00e4hrend im ersten Halbjahr 2025 ein r\u00fcckl\u00e4ufiger Trend zu beobachten war, bedingt durch ein niedrigeres Angebot an teuren Standorten, kam es ab der Jahresmitte wieder zu deutlichen Mietsteigerungen, welche die Korrektur des ersten Halbjahres wettmachten. F\u00fcr 2026 ist angesichts der weiterhin ausgepr\u00e4gten Angebotsknappheit bei zugleich weiter sinkenden Neubauzahlen ein erneuter Mietanstieg in allen Segmenten und Standorten im Bereich der Wachstumsraten der Vorjahre von bis zu 5 Prozent zu erwarten.<\/p>\n<p>Auch wenn das Jahresergebnis am Wohninvestmentmarkt schw\u00e4cher ausfiel als erwartet, unterstreicht das aktuell sehr positive Immobilienklima die besondere Stellung des Wohnsegments im Vergleich zu allen anderen Nutzungsarten. Das positive Immobilienklima gilt als verl\u00e4sslicher Indikator f\u00fcr die \u00fcbergeordnete Erwartungshaltung im Markt und best\u00e4tigt die hohe Attraktivit\u00e4t von Wohnimmobilien als Anlageklasse.<\/p>\n<p><strong>Tack<\/strong>: \u201eDie Nachfrage nach Wohninvestments wird 2026 hoch bleiben, sich nach Objekttypen aber differenziert entwickeln. Bei Forward Deals und Projekten wird im Jahresverlauf eine steigende Nachfrage zu sehen sein, Bestandsobjekte mit jungem Baualter als Core-Investments weiter am gefragtesten sein. \u00c4ltere, nicht ESG-konforme Best\u00e4nde werden keine sp\u00fcrbaren Ver\u00e4nderungen auf der Nachfrageseite erfahren, w\u00e4hrend Mikrowohnen einen sp\u00fcrbaren Nachfrageimpuls erfahren wird. Investoren sehen 2026 die Chancen einer fr\u00fchen zyklischen Erholung und positionieren sich, werden aber weiter selektiv agieren und klare Anforderungen an Objektqualit\u00e4t, Standort und Cashflow stellen. Die Angebotsseite wird sich verbessert zeigen und Investmentprodukt in ausreichendem Ma\u00dfe vorhanden sein. Das korrigierte und noch nicht in der Breite wieder steigende Preisniveau macht den Markt aktuell weiter \u00e4u\u00dferst attraktiv. Der Wettbewerb um Produkt wird steigen und wir erwarten ein Transaktionsvolumen im Bereich der vergangenen beiden Jahre im Bereich von 9 bis 10 Milliarden Euro in 2026.\u201c<\/p>\n\t\t\t\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\n\t\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t<\/div>\n\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t<\/section>\n\n\n\n\t<section class=\"snk-section snk-section_noPadding\">\n\t\t<div class=\"container container-xs\">\n\t\t\t<div class=\"snk-media snk-media_image\">\n\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<img decoding=\"async\" data-src=\"https:\/\/assetphysics.com\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/Boucard_Francesca_Colliers-1.jpg\" alt=\"Francesca Boucard, Head of Market Intelligence &#038; Foresight Colliers\" title=\"Boucard_Francesca_Colliers\" src=\"data:image\/svg+xml;base64,PHN2ZyB3aWR0aD0iMSIgaGVpZ2h0PSIxIiB4bWxucz0iaHR0cDovL3d3dy53My5vcmcvMjAwMC9zdmciPjwvc3ZnPg==\" class=\"lazyload\" style=\"--smush-placeholder-width: 1280px; --smush-placeholder-aspect-ratio: 1280\/853;\" \/>\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"snk-media-caption\">Francesca Boucard, Head of Market Intelligence &#038; Foresight Colliers (Quelle: Colliers)<\/div>\t\t\t<\/div>\n\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\n\t\t\t<\/section>\n\t","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der deutsche Wohninvestmentmarkt verzeichnete 2025 ein Transaktionsvolumen von 9,1 Mrd. 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