{"id":17708,"date":"2026-01-22T09:25:16","date_gmt":"2026-01-22T09:25:16","guid":{"rendered":"https:\/\/assetphysics.com\/?p=17708"},"modified":"2026-01-22T09:27:49","modified_gmt":"2026-01-22T09:27:49","slug":"infrastrukturfonds-ladeinfrastruktur-fuer-e-mobilitaet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/assetphysics.com\/de\/infrastrukturfonds-ladeinfrastruktur-fuer-e-mobilitaet\/","title":{"rendered":"Infrastrukturfonds: Ladeinfrastruktur f\u00fcr E-Mobilit\u00e4t"},"content":{"rendered":"\n\t<section class=\"snk-section snk-section_noPadding\">\n\t\t<div class=\"container container-xs\">\n\t\t\t<div class=\"snk-media snk-media_image\">\n\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<img decoding=\"async\" data-src=\"https:\/\/assetphysics.com\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Moronis_Kolumne-1.png\" alt=\"\" title=\"\" src=\"data:image\/svg+xml;base64,PHN2ZyB3aWR0aD0iMSIgaGVpZ2h0PSIxIiB4bWxucz0iaHR0cDovL3d3dy53My5vcmcvMjAwMC9zdmciPjwvc3ZnPg==\" class=\"lazyload\" style=\"--smush-placeholder-width: 1890px; --smush-placeholder-aspect-ratio: 1890\/720;\" \/>\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\n\t\t\t<\/section>\n\t\n\n\n\t<section class=\"snk-section snk-section_xs\" >\n\t\t<div class=\"container container-xs\">\n\n\t\t\t\n\n\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"row snk-textColumns\">\n\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"col col-12 snk-textColumn\">\n\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"snk-textBlock\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<p>Elektromobilit\u00e4t ist im Alltag angekommen \u2013 und mit ihr r\u00fcckt Ladeinfrastruktur erneut in den Fokus institutioneller Investoren. Doch anders als in der ersten Welle reicht die reine Wachstumserz\u00e4hlung nicht mehr aus. Wirtschaftlichkeit, Technologiezyklen, Strompreisrisiken und Netzanbindung entscheiden heute dar\u00fcber, ob Ladeparks ein belastbares Infrastrukturinvestment sind oder ein technologiegetriebener Sonderfall. Das folgende Gespr\u00e4ch von <strong>Tobias Moroni<\/strong> mit <strong>Dr. Andreas Peppel, Managing Director bei Institutional Investment Consulting Partners<\/strong>, ordnet Ladeinfrastruktur aus Anlegersicht ein \u2013 zwischen strukturellem R\u00fcckenwind und operativer Komplexit\u00e4t.<\/p>\n\t\t\t\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\n\t\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"col col-12 snk-textColumn\">\n\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"snk-textBlock\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<p><strong>Tobias Moroni:<\/strong> Hallo Andreas, Ladeinfrastruktur ist seit Jahren Bestandteil vieler Infrastrukturfonds. Warum kommt das Thema jetzt wieder st\u00e4rker auf die Agenda?<\/p>\n<p><strong>Dr. Andreas Peppel:<\/strong> Weil sich die Rahmenbedingungen ver\u00e4ndert haben. Die technologische Entwicklung bei batterieelektrischen Fahrzeugen \u2013 k\u00fcrzere Ladezeiten, h\u00f6here Reichweiten \u2013 macht E-Mobilit\u00e4t alltagstauglich. Gleichzeitig hat sich gezeigt, dass fr\u00fchere Annahmen zum Risiko-Rendite-Profil vieler Ladeparks aus Sicht des Betreibers optimistisch oder zumindest unscharf waren. Genau diese L\u00fccke wird nun analytisch sauberer adressiert.<\/p>\n<p><strong>Tobias Moroni: <\/strong>In Vorbereitung unseres Gespr\u00e4chs hast Du mir gesagt, dass Du f\u00fcr Veranschaulichungszwecke eine Fallskizze mitbringst, wie sie durchaus Gegenstand Deiner Beratungspraxis ist. Worum geht es konkret?<\/p>\n<p><strong>Dr. Andreas Peppel: <\/strong>\u00a0Betrachtet wird ein urbaner Park-&amp;-Ride-Ladepark in Deutschland mit 20 Ladepunkten: 16 DC-Schnelllader im Bereich von 150 bis 350 kW sowie 4 AC-Lader mit 22 kW. Das ist ein typischer Anwendungsfall, wie er aktuell in Fonds gepr\u00fcft wird.<\/p>\n<p><strong>Tobias Moroni: <\/strong>Welche Renditeerwartungen sind realistisch?<\/p>\n<p><strong>Dr. Andreas Peppel: <\/strong>\u00a0Der Businessplan unterstellt eine IRR von etwa 8 bis 10 Prozent \u00fcber zehn Jahre. Das entspricht dem Marktkonsens f\u00fcr dieses Segment \u2013 weder aggressiv noch defensiv, sondern solide im Infrastrukturspektrum.<\/p>\n<p><strong>Tobias Moroni: <\/strong>Wie steht es um die Projektrisiken?<\/p>\n<p><strong>Dr. Andreas Peppel: <\/strong>In meinem konkreten Fallbeispiel ist das klassische Projektentwicklungsrisiko weitgehend eliminiert, da alle Genehmigungen vorliegen und der Standort \u201eready to build\u201c ist. Die gr\u00f6\u00dften Unsicherheiten liegen aktuell weniger im Baurecht als bei den Netzanschl\u00fcssen. Lange Wartezeiten durch Verteilnetzbetreiber verz\u00f6gern viele Projekte erheblich.<\/p>\n<p><strong>Tobias Moroni: <\/strong>Ich nehme an, dass ein zentraler Punkt des Investment Cases die Auslastung ist. Welche Annahmen sind tragf\u00e4hig?<\/p>\n<p><strong>Dr. Andreas Peppel:<\/strong> Erfahrungsgem\u00e4\u00df liegt die wirtschaftliche Untergrenze bei etwa 15 Prozent. Insofern bieten dar\u00fcber liegende Auslastungen einen gewissen Puffer. Das setzt voraus, dass der Standort, also Lage und Verkehrsfrequenz, solche Kalkulationen auch st\u00fctzen.<\/p>\n<p><strong>Tobias Moroni:<\/strong> Wie kritisch ist das Strompreisrisiko?<\/p>\n<p><strong>Dr. Andreas Peppel: <\/strong>Durchaus kritisch. In meinem Fallbeispiel ist der mit rund 0,60 Euro pro kWh angesetzte Endkundenpreis markt\u00fcblich. Entscheidend f\u00fcr die Marge des Charge Point Operators ist jedoch der Einkaufspreis des Stroms und die H\u00f6he der Netzentgelte. Diese Parameter k\u00f6nnen den Deckungsbeitrag massiv beeinflussen. Die Volatilit\u00e4t der Strompreise erschwert zudem langfristige Abnahmevertr\u00e4ge und damit belastbare Ertragsprognosen.<\/p>\n<p><strong>Tobias Moroni: <\/strong>Welche Rolle spielt der technologische Fortschritt bei der Bewertung?<\/p>\n<p><strong>Dr. Andreas Peppel:<\/strong> Eine zentrale Rolle. Die aktuelle Fahrzeuggeneration nutzt zunehmend 800-Volt-Technologie. Um deren Potenzial auszusch\u00f6pfen, sind Ladeleistungen von mindestens 350 kW erforderlich. Noch h\u00f6here Leistungen sind absehbar. Das bedeutet: Bestandsanlagen altern schnell.<\/p>\n<p><strong>Tobias Moroni:<\/strong> Was hei\u00dft das f\u00fcr Investoren konkret?<\/p>\n<p><strong>Dr. Andreas Peppel:<\/strong> Restwerte m\u00fcssen konservativ angesetzt werden, und CapEx f\u00fcr einen Anlagentausch \u2013 etwa nach f\u00fcnf Jahren \u2013 m\u00fcssen realistisch eingeplant sein. Besonders kritisch sind dabei langsame AC-Lader. Wenn Schnellladen g\u00fcnstiger und effizienter wird, verlieren sie deutlich an Attraktivit\u00e4t.<\/p>\n<p><strong>Tobias Moroni:<\/strong> Ist Ladeinfrastruktur damit eher Technologie- als Infrastrukturinvestment?<\/p>\n<p><strong>Dr. Andreas Peppel:<\/strong> Es ist eine hybride Kategorie. Die Wirtschaftlichkeit h\u00e4ngt nicht nur von Standort und Nachfrage ab, sondern stark von Technologiezyklen, Energiepreisen und regulatorischen Rahmenbedingungen. Genau das macht die Analyse komplex \u2013 und unterscheidet Ladeinfrastruktur von klassischer Core-Infrastruktur.<\/p>\n<p><strong>Tobias Moroni:<\/strong> Trotzdem sprichst du von einer m\u00f6glichen \u201eRenaissance\u201c. Warum?<\/p>\n<p><strong>Dr. Andreas Peppel:<\/strong> Weil der strukturelle Trend eindeutig ist. Der Verbrenner wird perspektivisch vom BEV verdr\u00e4ngt. Diese Erwartung ist nicht politisch, sondern industriell getrieben. Die Innovationsdynamik der Automobilhersteller zwingt die Infrastruktur nachzuziehen. F\u00fcr Investoren bedeutet das: kein Selbstl\u00e4ufer, aber ein Segment mit langfristigem R\u00fcckenwind \u2013 sofern Technologie, Kostenstruktur und Auslastung sauber zusammenpassen.<\/p>\n\t\t\t\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\n\t\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t<\/div>\n\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t<\/section>\n\n\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Gespr\u00e4ch mit Dr. Andreas Peppel ordnet Tobias Moroni Ladeinfrastruktur aus Anlegersicht ein \u2013 zwischen strukturellem R\u00fcckenwind und operativer Komplexit\u00e4t.<\/p>\n","protected":false},"author":153,"featured_media":17711,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"inline_featured_image":false,"_co_authors":[66],"footnotes":""},"categories":[7,8],"tags":[],"type_content":[19,33],"class_list":["post-17708","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-cases","category-infrastructure","type_content-interview","type_content-weekly"],"acf":{"homepage_featured_article":false},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/assetphysics.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/17708","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/assetphysics.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/assetphysics.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/assetphysics.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/153"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/assetphysics.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=17708"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/assetphysics.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/17708\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":17717,"href":"https:\/\/assetphysics.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/17708\/revisions\/17717"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/assetphysics.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17711"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/assetphysics.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=17708"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/assetphysics.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=17708"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/assetphysics.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=17708"},{"taxonomy":"type_content","embeddable":true,"href":"https:\/\/assetphysics.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/type_content?post=17708"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}