{"id":21799,"date":"2026-02-23T07:02:57","date_gmt":"2026-02-23T07:02:57","guid":{"rendered":"https:\/\/assetphysics.com\/?p=21799"},"modified":"2026-02-23T12:34:05","modified_gmt":"2026-02-23T12:34:05","slug":"data-center-erreichen-2025-rund-fuenf-prozent-anteil-am-gewerblichen-transaktionsvolumen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/assetphysics.com\/de\/data-center-erreichen-2025-rund-fuenf-prozent-anteil-am-gewerblichen-transaktionsvolumen\/","title":{"rendered":"Data Center erreichen 2025 rund f\u00fcnf Prozent Anteil am gewerblichen Transaktionsvolumen"},"content":{"rendered":"\n\t<section class=\"snk-section snk-section_xs\" >\n\t\t<div class=\"container container-xs\">\n\n\t\t\t\n\n\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"row snk-textColumns\">\n\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"col col-12 snk-textColumn\">\n\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"snk-textBlock\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<p data-olk-copy-source=\"MessageBody\">Data Center haben sich sp\u00e4testens im Jahr 2025 als eigenst\u00e4ndige Assetklasse im gewerblichen Immobilien-Investmentmarkt etabliert. Laut Colliers erreichten Rechenzentren mit rund 1,2 Milliarden Euro einen Anteil von rund 5 Prozent am gesamten Transaktionsvolumen in Deutschland, das insgesamt 25,2 Milliarden Euro umfasste. Rund 90 Prozent des Volumens entfallen dabei auf Grundst\u00fcckstransaktionen f\u00fcr Projektentwicklungen, w\u00e4hrend Bestandsobjekte lediglich 140 Millionen Euro ausmachten. Das ist eines der Ergebnisse der Online-Pressekonferenz zu Data-Center-Investments in Deutschland, an der Katja Caspers, Senior Consultant Market Intelligence &amp; Foresight bei Colliers, Patrick Brinker, Head of Real Estate Investment Management bei Hauck Aufh\u00e4user Lampe, Peter Pohlschr\u00f6der, Managing Director bei HAL Data Center Development, sowie Marc Trampe, B\u00fcrgermeister der Gemeinde Rellingen, teilnahmen.<\/p>\n<p>Laut Katja Caspers, Senior Consultant Market Intelligence &amp; Foresight bei Colliers, f\u00e4llt dabei die Dominanz gro\u00dfvolumiger Grundst\u00fccksdeals auf. 62 Prozent des Transaktionsvolumens entf\u00e4llt auf das Segment zwischen 100 und 200 Millionen Euro. Diese Transaktionen betreffen ausschlie\u00dflich gro\u00dfvolumige Hyperscaler-Projektentwicklungen. \u201eDreistellige Millionenbetr\u00e4ge bei Grundst\u00fcckstransaktionen au\u00dferhalb urbaner Top-Lagen sind im Immobilienmarkt au\u00dfergew\u00f6hnlich\u201c, betont Caspers. \u201eIm Data-Center-Segment sehen wir diese Gr\u00f6\u00dfenordnung inzwischen h\u00e4ufiger.\u201c<\/p>\n<p>Regional konzentriert sich das Marktgeschehen klar auf die Kerncluster Frankfurt am Main und Berlin. Der Gro\u00dfraum Frankfurt verzeichnet sowohl die meisten als auch die volumenst\u00e4rksten Transaktionen. Gleichzeitig haben sich die Grundst\u00fcckspreise auf einem neuen Niveau etabliert. \u201eIm Gro\u00dfraum Frankfurt liegen die Preise vielfach zwischen 1.000 und \u00fcber 2.000 Euro pro Quadratmeter. Im Vergleich dazu werden Industrie- und Logistikgrundst\u00fccke in der Frankfurter Region bei 350Euro gehandelt. Diese Verschiebung verdeutlicht, dass digitale Infrastruktur Standortwerte neu definiert\u201c, betont Caspers.<\/p>\n<p>\u201eDoch nicht jeder Grundst\u00fccksbesitzer in Frankfurt oder Berlin sitzt auf einer \u00d6lquelle\u201c sagt Caspers deutlich. Damit ein Grundst\u00fcck mehr als 2.000 Euro pro Quadratmeter erzielen kann, m\u00fcssen entscheidende Voraussetzungen erf\u00fcllt sein. Dazu z\u00e4hlt vor allem die zugesicherte Stromverf\u00fcgbarkeit innerhalb eines Zeitraums von 5 Jahren. Auch muss die Lage innerhalb einer Cloud-Availability-Zone liegen, die die Rechenzentrums-Betreiber selbst definieren. Ob zudem Baurecht f\u00fcr mehrgeschossige Bebauung besteht, wirkt sich ebenfalls auf den Grundst\u00fcckspreis aus.<\/p>\n<p>Peter Pohlschr\u00f6der, Managing Director bei HAL Data Center Development, ordnet die Entwicklung ein: \u201eWir rechnen aktuell mit einem j\u00e4hrlichen Nachfragewachstum von rund 14 Prozent allein aus der klassischen Digitalisierung heraus. Bis 2030 erwarten wir eine Verdopplung der installierten Rechenkapazit\u00e4t in Deutschland.\u201c<\/p>\n<p><strong>Datensouver\u00e4nit\u00e4t zunehmend als Nachfragetreiber<\/strong><br \/>\nPatrick Brinker, Head of Real Estate Investment Management bei Hauck Aufh\u00e4user Lampe, erl\u00e4utert die steigende Nachfrage: \u201eTreiber des starken Nachfragewachstums ist prim\u00e4r die fortschreitende Digitalisierung der Wirtschaft. Hinzu kommt als zus\u00e4tzliches Thema k\u00fcnstliche Intelligenz, die den Bedarf an Rechenleistung weiter erh\u00f6ht. Aber massive KI-Investitionen finden derzeit prim\u00e4r in den USA statt, daher ist die Gefahr einer m\u00f6glichen KI-Blase in Deutschland nicht gegeben. Zudem r\u00fccken Entwicklungen wie der amerikanische Cloud Act und geopolitische Entwicklungen die Frage der Datensouver\u00e4nit\u00e4t st\u00e4rker in den Fokus. Unternehmen hinterfragen zunehmend, wo ihre sensiblen Daten physisch gespeichert sind.\u201c<\/p>\n<p>F\u00fcr Unternehmen kommen hierf\u00fcr regionale Co-Location-Rechenzentren infrage, wo sie von dem Betreiber Serverkapazit\u00e4ten mieten k\u00f6nnen. Da diese Data Center kleinere Leistungsdimensionen, also ca. f\u00fcnf bis zehn Megawatt, umfassen und beispielweise die Stromverf\u00fcgbarkeit kein so gro\u00dfes Hindernis darstellt, sind die Grundst\u00fcckspreise n\u00e4her an klassischen Gewerbe- oder Logistikfl\u00e4chen. \u00a0Zudem sind Rechenzentrums-Gro\u00dfprojekte, wie Hyperscaler eher clustergetrieben in Frankfurt oder Berlin lokalisiert, w\u00e4hrend regionale Co-Location-Rechenzentren deutschlandweit in der Fl\u00e4che entstehen.[PB1.1]<\/p>\n<p>Pohlschr\u00f6der erg\u00e4nzt: \u201eDeutschland bleibt insgesamt damit trotz hoher Energiepreise ein attraktiver Standort, mit stabilem Rechtsrahmen, resilientem Stromnetz und hoher Wirtschaftskraft. Ausl\u00e4ndische Investoren bewerten den Markt sehr positiv. Gleichzeitig w\u00e4re es w\u00fcnschenswert, wenn sich auch mehr deutsches institutionelles Kapital an dieser kritischen Infrastruktur beteiligt.\u201c<\/p>\n<p><strong>Kommunale Perspektive: Rechenzentren als Stadtentwicklungsimpuls<\/strong><br \/>\nDass Data Center auch auf kommunaler Ebene Impulse zur Standentwicklung setzen k\u00f6nnen, zeigt das Beispiel Rellingen in Schleswig-Holstein. Dort entsteht derzeit ein Co-Location-Rechenzentrum mit rund sechs Megawatt Anschlussleistung. Marc Trampe, B\u00fcrgermeister der Gemeinde Rellingen, berichtet: \u201eNach intensiven B\u00fcrgerdialogen haben wir das Projekt bewusst in eine integrierte Quartiersentwicklung eingebettet. Ein entscheidender Faktor f\u00fcr die Akzeptanz war die Nutzung der Abw\u00e4rme des Rechenzentrums f\u00fcr eine neue Schule und Sporthalle.\u201c Dar\u00fcber hinaus sieht die Kommune laut Trampe weitere Vorteile: \u201eNeben Gewerbesteuereinnahmen ist das Rechenzentrum ein klarer Standortfaktor. Unternehmen k\u00f6nnen ihre Daten vor Ort speichern. Das Thema Datensouver\u00e4nit\u00e4t gewinnt sp\u00fcrbar an Bedeutung, auch f\u00fcr mittelst\u00e4ndische Betriebe.\u201c<\/p>\n<p><strong>Ausblick 2026: Wachstum im Co-Location-Segment<\/strong><br \/>\nF\u00fcr 2026 erwarten die Experten eine weiterhin steigende Nachfrage in den Kernm\u00e4rkten Frankfurt und Berlin sowie eine zunehmende Fl\u00e4chenverknappung. Katja Caspers prognostiziert: \u201eWir verzeichnen einen zunehmenden Bedarf von Cloud-Betreibern nach Rechenzentrums-Kapazit\u00e4ten. Entsprechend werden Hyperscaler auch im laufenden Jahr das Marktvolumen pr\u00e4gen.\u201c Patrick Brinker erg\u00e4nzt: \u201eViele Unternehmen werden eigene Rechenzentren perspektivisch auslagern, da Betrieb und Regulierung immer komplexer und aufw\u00e4ndiger werden. Das spricht f\u00fcr regionale Co-Location-Modelle.\u201c Peter Pohlschr\u00f6der fasst zusammen: \u201eDie ganz gro\u00dfen KI-Cluster entstehen derzeit vor allem in den USA. In Deutschland sehen wir jedoch nachhaltiges, strukturelles Wachstum, insbesondere im regionalen Bereich. Kleine, ineffiziente Bestandsrechenzentren werden perspektivisch verschwinden, w\u00e4hrend moderne, energieeffiziente Anlagen Marktanteile gewinnen.\u201c<\/p>\n\t\t\t\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\n\t\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t<\/div>\n\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t<\/section>\n\n\n\n\t<section class=\"snk-section snk-section_noPadding\">\n\t\t<div class=\"container container-xs\">\n\t\t\t<div class=\"snk-media snk-media_image\">\n\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<img decoding=\"async\" data-src=\"https:\/\/assetphysics.com\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/bilddownload_und_hinweis_bildrechte.jpg\" alt=\"Hinweis zu Bildrechten\" title=\"Bilddownload und Hinweis Bildrechte\" src=\"data:image\/svg+xml;base64,PHN2ZyB3aWR0aD0iMSIgaGVpZ2h0PSIxIiB4bWxucz0iaHR0cDovL3d3dy53My5vcmcvMjAwMC9zdmciPjwvc3ZnPg==\" class=\"lazyload\" style=\"--smush-placeholder-width: 1950px; --smush-placeholder-aspect-ratio: 1950\/1300;\" \/>\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"snk-media-caption\">Patrick Brinker, Head of Real Estate Investment Management bei Hauck Aufh\u00e4user Lampe (copyright: Hauck Aufh\u00e4user Lampe)<\/div>\t\t\t<\/div>\n\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\n\t\t\t<\/section>\n\t\n\n\n\t<section class=\"snk-section snk-section_noPadding\">\n\t\t<div class=\"container container-xs\">\n\t\t\t<div class=\"snk-media snk-media_image\">\n\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<img decoding=\"async\" data-src=\"https:\/\/assetphysics.com\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/bilddownload_und_hinweis_bildrechte-2-scaled.jpg\" alt=\"Hinweis zu Bildrechten\" title=\"Bilddownload und Hinweis Bildrechte\" src=\"data:image\/svg+xml;base64,PHN2ZyB3aWR0aD0iMSIgaGVpZ2h0PSIxIiB4bWxucz0iaHR0cDovL3d3dy53My5vcmcvMjAwMC9zdmciPjwvc3ZnPg==\" class=\"lazyload\" style=\"--smush-placeholder-width: 2560px; --smush-placeholder-aspect-ratio: 2560\/1920;\" \/>\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"snk-media-caption\">Peter Pohlschr\u00f6der, Managing Director bei HAL Data Center Development (copyright: Marc Holstein)<\/div>\t\t\t<\/div>\n\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\n\t\t\t<\/section>\n\t\n\n\n\t<section class=\"snk-section snk-section_noPadding\">\n\t\t<div class=\"container container-xs\">\n\t\t\t<div class=\"snk-media snk-media_image\">\n\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<img decoding=\"async\" data-src=\"https:\/\/assetphysics.com\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/bilddownload_und_hinweis_bildrechte-1-scaled.jpg\" alt=\"Hinweis zu Bildrechten\" title=\"Bilddownload und Hinweis Bildrechte\" src=\"data:image\/svg+xml;base64,PHN2ZyB3aWR0aD0iMSIgaGVpZ2h0PSIxIiB4bWxucz0iaHR0cDovL3d3dy53My5vcmcvMjAwMC9zdmciPjwvc3ZnPg==\" class=\"lazyload\" style=\"--smush-placeholder-width: 2560px; --smush-placeholder-aspect-ratio: 2560\/2560;\" \/>\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"snk-media-caption\">Marc Trampe, B\u00fcrgermeister der Gemeinde Rellingen (copyright: Gemeinde Rellingen)<\/div>\t\t\t<\/div>\n\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\n\t\t\t<\/section>\n\t\n\n\n\t<section class=\"snk-section snk-section_noPadding\">\n\t\t<div class=\"container container-xs\">\n\t\t\t<div class=\"snk-media snk-media_image\">\n\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<img decoding=\"async\" data-src=\"https:\/\/assetphysics.com\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/c3950c6e-e114-44c2-82bb-6fdacef7f091-170-170_73172022026.jpg\" alt=\"\" title=\"c3950c6e-e114-44c2-82bb-6fdacef7f091-170-170_73172022026\" src=\"data:image\/svg+xml;base64,PHN2ZyB3aWR0aD0iMSIgaGVpZ2h0PSIxIiB4bWxucz0iaHR0cDovL3d3dy53My5vcmcvMjAwMC9zdmciPjwvc3ZnPg==\" class=\"lazyload\" style=\"--smush-placeholder-width: 530px; --smush-placeholder-aspect-ratio: 530\/300;\" \/>\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"snk-media-caption\">Katja Caspers, Senior Consultant Market Intelligence &#038; Foresight bei Colliers (copyright: Colliers)<\/div>\t\t\t<\/div>\n\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\n\t\t\t<\/section>\n\t","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Jahr 2025 haben Rechenzentren rund f\u00fcnf Prozent des gesamten Transaktionsvolumens am deutschen Immobilienmarkt erreicht. 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