{"id":26701,"date":"2026-04-09T11:54:19","date_gmt":"2026-04-09T11:54:19","guid":{"rendered":"https:\/\/assetphysics.com\/?p=26701"},"modified":"2026-04-09T11:54:19","modified_gmt":"2026-04-09T11:54:19","slug":"colliers-industrie-logistik-zeigt-ein-robustes-marktumfeld-mit-verzoegerten-abschluessen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/assetphysics.com\/de\/colliers-industrie-logistik-zeigt-ein-robustes-marktumfeld-mit-verzoegerten-abschluessen\/","title":{"rendered":"Colliers: Industrie &#038; Logistik zeigt ein robustes Marktumfeld mit verz\u00f6gerten Abschl\u00fcssen"},"content":{"rendered":"\n\t<section class=\"snk-section snk-section_xs\" >\n\t\t<div class=\"container container-xs\">\n\n\t\t\t\n\n\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"row snk-textColumns\">\n\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"col col-12 snk-textColumn\">\n\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"snk-textBlock\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<p><span data-olk-copy-source=\"MessageBody\">Der deutsche Industrie- und Logistikimmobilienmarkt startete das Jahr 2026 mit einem Transaktionsvolumen von 1,1 Milliarden Euro. Das Ergebnis lag um 3 Prozent unter dem Vorjahreswert. Mit einem Anteil von 74 Prozent bestimmten Einzeltransaktionen das Marktgeschehen. Im gesamtgewerblichen Kontext erzielte die Nutzungsart Industrie &amp; Logistik einen Marktanteil von 17 Prozent und lag nach B\u00fcro (26 Prozent) und Einzelhandel (18 Prozent) auf dem dritten Platz.<\/span><\/p>\n<p><strong>Christian Kah,<\/strong>\u00a0Head of Industrial &amp; Logistics Germany bei Colliers: \u201eDas Transaktionsgeschehen wurde zuletzt von zwei zentralen Faktoren gepr\u00e4gt. Zum einen sorgen weitere geopolitische Unsicherheiten f\u00fcr eine erh\u00f6hte Volatilit\u00e4t an den Kapitalm\u00e4rkten und f\u00fcr ver\u00e4nderte Finanzierungskonditionen. Zum anderen hat sich die Nutzungsart Industrie &amp; Logistik nach einer Phase \u00fcberdurchschnittlicher Dynamik stabilisiert und verh\u00e4lt sich inzwischen weitestgehend synchron zu den etablierten Immobiliennutzungsarten wie B\u00fcro und Einzelhandel. Vor diesem Hintergrund haben sich Exklusivit\u00e4tsphasen bei Transaktionen sp\u00fcrbar verl\u00e4ngert. Aktuell befinden sich mehrere Transaktionen mit einem Volumen von jeweils \u00fcber 50 Millionen Euro seit mehreren Monaten in der Exklusivit\u00e4t. Die entsprechenden Verhandlungen kommen jedoch nur langsam voran. Auch f\u00fcr die n\u00e4chsten Monate sehen wir eine Reihe von Gro\u00dftransaktionen in Vorbereitung. Insgesamt st\u00fctzt dies unsere Erwartung eines soliden Jahresergebnisses f\u00fcr 2026.\u201c<\/p>\n<p><strong>Gro\u00dfabschl\u00fcsse \u00fcber 100 Millionen Euro verz\u00f6gern sich<\/strong><\/p>\n<p>In den ersten drei Monaten des Jahres 2026 konzentrierte sich das Transaktionsgeschehen \u00fcberwiegend auf kleinere und mittlere Ticketgr\u00f6\u00dfen: 59 Prozent des Investitionsvolumens entfielen auf Abschl\u00fcsse unterhalb von 50 Millionen Euro. Lediglich zwei Transaktionen bildeten eine Ausnahme und lagen in der Gr\u00f6\u00dfenkategorie \u00fcber 100 Millionen Euro. Hierzu z\u00e4hlten der Einzelverkauf des Mercedes\u2011Benz\u2011Logistikzentrums in Bischweier an einen US\u2011Investor sowie der Erwerb eines Logicor\u2011Portfolios mit f\u00fcnf Logistikimmobilien durch die EQT Exeter Group. Diese Abschl\u00fcsse sorgten daf\u00fcr, dass internationale Investoren mit einem Anteil von 66 Prozent deutlich dominierten. Ihr Anteil lag rund 19 Prozentpunkte \u00fcber dem Vorjahreszeitraum (47 Prozent) und auch deutlich \u00fcber dem F\u00fcnfjahresdurchschnitt von 51 Prozent.<\/p>\n<p>Im ersten Quartal konzentrierte sich das Transaktionsgeschehen erwartungsgem\u00e4\u00df auf das Core\u2011Plus\u2011Segment, das einen Anteil von 35 Prozent erreichte und damit auf dem Niveau des F\u00fcnfjahresdurchschnitts von 34 Prozent lag. Eine begrenzte Neubaupipeline, der zunehmende Fokus der Nutzer auf k\u00fcrzere Mietvertragslaufzeiten sowie weiterhin restriktive Ankaufskriterien auf K\u00e4uferseite f\u00fchrten dazu, dass das Transaktionsvolumen im Core\u2011Segment insgesamt verhalten blieb.<\/p>\n<p>\u201eWir sehen, dass derzeit viel Kapital im Markt gesammelt wird und die Bereitschaft der Investoren, Transaktionen zu t\u00e4tigen, vorhanden ist. Der aktuelle Irankrieg und die dadurch gestiegenen Energiekosten, folglich auch ein erh\u00f6htes Inflationsrisiko, machen kurzfristige Zinssenkungen weniger wahrscheinlich. Die dadurch ver\u00e4nderten Finanzierungskonditionen wirken insgesamt bremsend auf das Transaktionsgeschehen. Gleichzeitig beobachten wir, dass bei den laufenden Exklusivit\u00e4ten aktuell keine nennenswerten Kaufpreisabschl\u00e4ge zu erwarten sind. Ma\u00dfgeblich f\u00fcr die weitere Entwicklung dieser Transaktionen wird jedoch die Dauer und Intensit\u00e4t der politischen Auseinandersetzungen im Iran bleiben\u201c, erkl\u00e4rt\u00a0<strong>Kah<\/strong>.<\/p>\n<p><strong>Ausblick: Renaissance der Sonderimmobilien von Regulatorien abh\u00e4ngig<\/strong><\/p>\n<p>Die Bruttospitzenrendite f\u00fcr Core\u2011Logistikimmobilien verharrte im ersten Quartal 2026 stabil bei 4,75 Prozent. Die Entwicklungen rund um die geopolitischen Konflikte werden die weiteren Marktbewegungen beeinflussen. Vor diesem Hintergrund ist im Laufe des Jahres mit einer Anpassung des Renditeniveaus zu rechnen.<\/p>\n<p><strong>Kah<\/strong>\u00a0abschlie\u00dfend: \u201eGeopolitische Konflikte belasten nicht nur die Resilienz internationaler Lieferketten, sondern r\u00fccken auch Fragen der europ\u00e4ischen Verteidigungsf\u00e4higkeit st\u00e4rker in den Fokus. F\u00fcr den Logistikimmobilienmarkt bedeutet dies zum einen eine sp\u00fcrbare Ausweitung und Differenzierung der Nachfrageprofile,\u00a0da vermehrt neue Nutzergruppen mit spezifischen sicherheits\u2011, produktions\u2011 und umweltbezogenen Anforderungen in den Markt eintreten. Die deutsche Industrie steht dabei vor der Herausforderung, neue Nachfrageimpulse aus der Defence-Industrie kurzfristig zu antizipieren. Daraus resultieren erh\u00f6hte Anforderungen an Logistikfl\u00e4chen, etwa hinsichtlich Abstandsfl\u00e4chen, Gefahrstoff\u2011 und WGK\u2011Konzepten sowie objektspezifischer Sicherheitsinfrastruktur. Gleichzeitig sehen sich Investoren mit einer begrenzten Prognostizierbarkeit der Drittverwendungsf\u00e4higkeit sowie noch unklaren regulatorischen Rahmenbedingungen konfrontiert. Das verkompliziert die Risiko\u2011 und Renditebewertung entsprechender Logistikimmobilien zus\u00e4tzlich. Andererseits gewinnen asiatische Nutzer auf dem deutschen Vermietungsmarkt weiter an Bedeutung. Sie kommen sowohl aus dem E-Commerce-Bereich als auch aus dem Produzierenden Gewerbe und suchen deutschlandweit nach Fl\u00e4chen.\u201c<\/p>\n<p>Nach Aussagen von\u00a0<strong>Kah<\/strong>\u00a0erwartet Colliers einen weiteren Anstieg der Nachfrage, da ab dem 1. November eine neue EU\u2011Zollregelung f\u00fcr Onlinebestellungen unter 150\u00a0Euro aus Drittstaaten in Kraft tritt. In der Folge d\u00fcrfte der Bedarf an Zwischenlagerfl\u00e4chen deutlich steigen. Diese Entwicklungen auf dem Vermietungsmarkt w\u00fcrden auch von Investoren wahrgenommen. Entsprechend rechne Colliers laut\u00a0<strong>Kah<\/strong>\u00a0im laufenden Jahr mit einer zunehmenden Zahl von Transaktionen in Spezialimmobiliensegmenten, etwa in Forschungs- und Entwicklungsimmobilien sowie Cross\u2011Dock\u2011Objekten. Diese Subsegmente b\u00f6ten aus heutiger Sicht langfristig attraktive Mietwachstumspotenziale. Gleichzeitig st\u00fcnden Investoren weiterhin vor Herausforderungen \u2013 insbesondere aufgrund der Bonit\u00e4tsanforderungen asiatischer Nutzer sowie der eingeschr\u00e4nkten Drittverwendungsf\u00e4higkeit einzelner Defence-Immobilien.\u201c<\/p>\n\t\t\t\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\n\t\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t<\/div>\n\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t<\/section>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der deutsche Industrie- und Logistikimmobilienmarkt startete 2026 mit einem Transaktionsvolumen von 1,1 Milliarden Euro, 3 Prozent weniger als im Vorjahr. 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