{"id":2858,"date":"2024-12-09T15:48:28","date_gmt":"2024-12-09T15:48:28","guid":{"rendered":"https:\/\/assetphysics.com\/?p=2858"},"modified":"2024-12-12T09:37:42","modified_gmt":"2024-12-12T09:37:42","slug":"smart-cities-was-sie-ausmacht-und-was-sie-fuer-die-zukunft-bedeuten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/assetphysics.com\/de\/smart-cities-was-sie-ausmacht-und-was-sie-fuer-die-zukunft-bedeuten\/","title":{"rendered":"Smart Cities \u2013 Was sie ausmacht. Und was sie f\u00fcr die Zukunft bedeuten."},"content":{"rendered":"\n\t<section class=\"snk-section snk-section_xs\" >\n\t\t<div class=\"container container-xs\">\n\n\t\t\t\n\n\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"row snk-textColumns\">\n\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"col col-12 snk-textColumn\">\n\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"snk-textBlock\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<p>Ein Megatrend, der die Entwicklung im Bereich der Sachwerte in den letzten Jahrzehnten gepr\u00e4gt hat, ist die Urbanisierung. Mit Blick auf Europa kann man sagen, dass dieser Prozess in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg, insbesondere nach 1950, sehr dynamisch verlief. In den 1990er Jahren schw\u00e4chte sich das Tempo zwar ab, aber Urbanisierung ist und bleibt ein wichtiger Treiber der wirtschaftlichen Entwicklung. Dadurch sind europ\u00e4ische St\u00e4dte zu bedeutenden Zentren f\u00fcr Bildung und Innovation geworden. In einer immer st\u00e4rker wissensbasierten Welt sind sie es, die das Wirtschaftswachstum ankurbeln.<\/p>\n\t\t\t\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\n\t\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"col col-12 snk-textColumn\">\n\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"snk-textBlock\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<p>Obwohl Europa bereits \u00fcberwiegend st\u00e4dtisch gepr\u00e4gt ist, wird die sich die Urbanisierung in den kommenden Jahrzehnten fortsetzen. Die Vereinten Nationen sch\u00e4tzen, dass der Anteil, der in st\u00e4dtischen Gebieten lebenden Bev\u00f6lkerung bis 2050 auf \u00fcber 80 Prozent steigen wird. Dies bedeutet, dass die st\u00e4dtische Bev\u00f6lkerung in den n\u00e4chsten 20 bis 25 Jahren weiter zunehmen wird, selbst in den L\u00e4ndern, die mit einer schrumpfenden Gesamtbev\u00f6lkerung zu rechnen haben.<\/p>\n<p>Politische Entscheidungstr\u00e4ger, Forscher und Stadtbewohner besch\u00e4ftigen sich daher seit langem mit der Zukunft der St\u00e4dte. Dies ist darauf zur\u00fcckzuf\u00fchren, dass die Rolle st\u00e4dtischer Gebiete bei der Sicherung einer nachhaltigen Zukunft und bei der L\u00f6sung wichtiger globaler Probleme, wie beispielsweise Klimawandel, Armutsbek\u00e4mpfung oder der Versorgung der Bev\u00f6lkerung mit angemessenem und leistbarem Wohnraum, st\u00e4rker anerkannt wird.<\/p>\n<p>Um wettbewerbsf\u00e4hig zu sein, m\u00fcssen St\u00e4dte Investoren und Einwohner davon \u00fcberzeugen, dass sie ein sicheres Umfeld bieten, in dem Menschen leben und Investoren ihre Gelder investieren m\u00f6chten. Urbanisierung wird ein transformativer, aber uneinheitlicher Prozess sein, der differenzierte Antworten erfordert. St\u00e4dte schaffen Wohlstand, f\u00f6rdern die Entwicklung, erf\u00fcllen W\u00fcnsche, nutzen den menschlichen Fortschritt und setzen zunehmend neue Technologien ein, um vielf\u00e4ltige Herausforderungen zu bew\u00e4ltigen.<\/p>\n<p>Die Urbanisierung im 21. Jahrhundert ist und bleibt kein singul\u00e4rer Weg, sondern umfasst unterschiedliche Wachstumspfade und viele m\u00f6gliche Zukunftsszenarien. Trotz der Vielfalt an M\u00f6glichkeiten ist es wichtig, w\u00fcnschenswerte Ergebnisse herauszuarbeiten, die St\u00e4dte gerechter, integrativer, produktiver, gr\u00fcner, kompakter, fu\u00dfg\u00e4ngerfreundlicher und ges\u00fcnder machen. Zuk\u00fcnftige Stadtbev\u00f6lkerungen werden mit der Infrastruktur und den Planungsentscheidungen leben, die wir heute treffen.<\/p>\n<p>Um die Kraft der St\u00e4dte f\u00fcr eine nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung freizusetzen, bedarf es ehrgeiziger Ma\u00dfnahmen. Im Kern kommt es dabei auf eine kompakte, vernetzte und koordinierte Nutzung st\u00e4dtischer Fl\u00e4chen an. Die F\u00f6rderung der Dichte ist von entscheidender Bedeutung, um zu verhindern, dass es zu ausufernden, ineffizienten und klimaanf\u00e4lligen Wachstumsentwicklungen kommt. Dabei ist die Qualit\u00e4t der Dichte entscheidend. \u201eGute oder intelligente Dichte\u201c bedeutet funktional und sozial gemischte Quartiere mit Zugang zu Gr\u00fcnfl\u00e4chen, angemessenem, bezahlbarem und klimafreundlichem Wohnraum f\u00fcr alle und hochwertigen \u00f6ffentlichen Verkehrsnetzen. St\u00e4dte m\u00fcssen also smart werden.<\/p>\n<p>Was ist eine Smart City? Eine allgemeing\u00fcltige Definition gibt es derzeit nicht. Der Begriff Smart City ist Ende der 1990er Jahre entstanden. Damals wurde er durch die Entwicklungsstrategien der St\u00e4dte im asiatisch-pazifischen Raum gepr\u00e4gt, die durch den verst\u00e4rkten Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) bestimmt wurden. Mit diesem ersten Auftauchen des Begriffs \u201eSmart City\u201c ist ein bis heute zu beobachtender technologischer Smart City Ansatz verbunden, nach dem urbane Prozesse und Dienstleistungen in einer vernetzten Stadt effizienter und effektiver gestaltet werden k\u00f6nnen. Da jedoch in den letzten Jahrzehnten immer mehr Smart-City-Projekte auf den Weg gebracht wurden, werden die Herausforderungen, Bed\u00fcrfnisse und Interessenkonflikte von St\u00e4dten und B\u00fcrgern immer deutlicher, die sich bei einer rein technologiefokussierten Umsetzung ergeben. Dies hat zu einem ganzheitlichen Ansatz des Smart-City-Konzepts gef\u00fchrt, bei dem es zu einem Ausgleich zwischen sozialen, wirtschaftlichen, \u00f6kologischen, menschlichen, kulturellen und technologischen Aspekten kommt. Die Idee der Smart City ist deshalb heute eng mit einer vernetzten, effizienten und innovativen \u201egr\u00fcnen Stadt\u201c verbunden, bei der die B\u00fcrger im Mittelpunkt stehen.<\/p>\n<p>Wenn wir Smart Cities aus dieser ganzheitlichen Perspektive betrachten, wird deutlich, dass die Entwicklung von Smart Cities eine Notwendigkeit zur Bew\u00e4ltigung der st\u00e4dtischen Herausforderungen und kein Selbstzweck ist. Um \u201esmart\u201c zu sein, m\u00fcssen St\u00e4dte daher auf die Anliegen und Bedenken ihrer Bewohner eingehen.<\/p>\n<p>Die Idee der Smart City geht mit der Nutzung digitaler Technologien einher. Gleichzeitig stellt es eine Reaktion auf die wirtschaftlichen, sozialen und politischen Herausforderungen dar, mit denen postindustrielle Gesellschaften konfrontiert sind. Es wird oft gesagt, dass Smart Cities unser Leben in der st\u00e4dtischen Zukunft ver\u00e4ndern werden. Es sind St\u00e4dte, die Daten von Sensoren und Videokameras nutzten und in denen alles von M\u00fclleimern bis hin zu Stra\u00dfenlaternen vernetzt ist. Der skizzierte ganzheitliche Ansatz geht jedoch dar\u00fcber hinaus: Smart Cities werden durch einen Entwicklungsansatz vorangetrieben, der sowohl von Erwartungen und W\u00fcnschen der Regierungen als auch von denen der Unternehmen und der Bewohner abgeleitet wird.<\/p>\n<p>Es geht darum, die digitale und analoge Welt zu verkn\u00fcpfen. Digitalisierung muss als Instrument, nicht als Ziel gesehen werden. Dieses Instrument erm\u00f6glicht es Kommunen, die Lebensbedingungen ihrer B\u00fcrger zu verbessern. Damit St\u00e4dte und Kommunen ihre smarte Zukunft bekommen, m\u00fcssen Politik und Verwaltung in der Lage sein, die Menschen vor Ort mitzunehmen \u2013 und auch weniger digital versierte Gruppen einzubeziehen. Analoge und digitale Angebote m\u00fcssen f\u00fcr alle Interessengruppen, die Zivilgesellschaft und regionale Unternehmen gemeinsam angeboten werden und verf\u00fcgbar sein.<\/p>\n<p>Um den \u00dcbergang zu einer Smart City zu schaffen, m\u00fcssen viele St\u00e4dte auf den privaten Sektor zur\u00fcckgreifen, um die notwendigen Ma\u00dfnahmen zu finanzieren. Institutionelle Anleger, die auf der Suche nach langfristig planbaren Ertr\u00e4gen sind, gelten seit langem als ideale Finanzierungsquellen f\u00fcr solche Projekte. Um jedoch die Komplexit\u00e4t eines einzelnen Projekts zu verstehen, reicht ein eindimensionaler Ansatz aus Immobilien- oder Infrastrukturperspektive nicht mehr aus. Wir m\u00fcssen die Wissenspools im Immobilien- und Infrastrukturbereich miteinander verbinden und in einem kombinierten Ansatz zusammenf\u00fchren, um k\u00fcnftig jedes Projekt oder jede Investition in einer Stadt verstehen, analysieren und bewerten zu k\u00f6nnen. Unabh\u00e4ngig davon, ob es sich um Immobilien oder Infrastruktur handelt.<\/p>\n\t\t\t\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\n\t\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t<\/div>\n\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t<\/section>\n\n\n<section class=\"snk-section snk-section_xs\">\n\t<div class=\"container container-xs snk-testimonial-container\">\t<div class=\"row\">\n\t\t<div class=\"snk-testimonial\">\n\t\t\t<div class=\"snk-testimonial-inner\">\n\t\t\t\t<div class=\"snk-testimonial-content-wrapper\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"snk-testimonial-content\">\n\t\t\t\t\t\t<figure class=\"snk-testimonial-quote\">\n\t\t\t\t\t\t\t<blockquote><p>Technologie und Daten sind das Lebenselixier von Smart-City-L\u00f6sungen, aber wir m\u00fcssen bedenken, dass eine Stadt kein Computer ist.<\/p><\/blockquote>\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<figcaption class=\"snk-testimonial-caption snk-text_sm\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"snk-testimonial-name\">Dr. Marcus Cieleback<\/div>\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"snk-testimonial-title\">Chief Urban Economist, PATRIZIA SE<\/div>\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<\/figcaption>\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<\/figure>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<\/div>\t\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n<\/section>\n\t","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>St\u00e4dte schaffen Wohlstand, f\u00f6rdern die Entwicklung, erf\u00fcllen W\u00fcnsche, nutzen den menschlichen Fortschritt und setzen zunehmend neue Technologien ein, um vielf\u00e4ltige Herausforderungen zu bew\u00e4ltigen.<\/p>\n","protected":false},"author":93,"featured_media":2861,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"inline_featured_image":false,"_co_authors":[],"footnotes":""},"categories":[7,8,24,10],"tags":[169,168,166,167],"type_content":[18],"class_list":["post-2858","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-cases","category-infrastructure","category-markets","category-real-estate","tag-immobilie","tag-infrastruktur","tag-smart-city","tag-technology","type_content-article"],"acf":{"homepage_featured_article":false},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/assetphysics.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2858","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/assetphysics.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/assetphysics.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/assetphysics.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/93"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/assetphysics.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2858"}],"version-history":[{"count":7,"href":"https:\/\/assetphysics.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2858\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2957,"href":"https:\/\/assetphysics.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2858\/revisions\/2957"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/assetphysics.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/2861"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/assetphysics.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2858"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/assetphysics.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2858"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/assetphysics.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2858"},{"taxonomy":"type_content","embeddable":true,"href":"https:\/\/assetphysics.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/type_content?post=2858"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}