{"id":29696,"date":"2026-04-29T15:13:19","date_gmt":"2026-04-29T15:13:19","guid":{"rendered":"https:\/\/assetphysics.com\/?p=29696"},"modified":"2026-04-29T15:14:26","modified_gmt":"2026-04-29T15:14:26","slug":"stagflation-als-szenario-warum-real-assets-relevant-bleiben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/assetphysics.com\/de\/stagflation-als-szenario-warum-real-assets-relevant-bleiben\/","title":{"rendered":"Stagflation als Szenario \u2013 warum Real Assets relevant bleiben"},"content":{"rendered":"\n\t<section class=\"snk-section snk-section_xs\" >\n\t\t<div class=\"container container-xs\">\n\n\t\t\t\n\n\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"row snk-textColumns\">\n\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"col col-12 snk-textColumn\">\n\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"snk-textBlock\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<h3>Vom Lehrbuch zur Realit\u00e4t: Stagflation im Fokus<\/h3>\n\t\t\t\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<p>Bundeskanzler Helmut Schmidt in den 1970er Jahren ein zentrales wirtschaftspolitisches Dilemma auf den Punkt. Dahinter stand die Annahme einer gegenl\u00e4ufigen Beziehung: Inflation steigt, Arbeitslosigkeit sinkt \u2013 theoretisch fundiert durch die Phillips-Kurve. Sinkende Arbeitslosigkeit galt dabei als Ausdruck wirtschaftlicher Dynamik. Inflation und Stagnation erschienen folglich als Gegens\u00e4tze.<\/p>\n<p>Doch genau dieser Zusammenhang zerbrach in den 1970er Jahren. Die gleichzeitige Kombination aus hoher Inflation und schwachem Wachstum \u2013 sp\u00e4ter als Stagflation bezeichnet \u2013 stellte die \u00f6konomische Lehrmeinung infrage. Was als theoretischer Widerspruch galt, wurde zur empirischen Realit\u00e4t.<\/p>\n<p>Heute r\u00fcckt dieses Szenario erneut in den Fokus. Im Rahmen unseres Webinars \u201eMacro Matters \u2013 Investment Insights\u201c (M\u00e4rz 2026) haben wir diese Gemengelage diskutiert: geopolitische Spannungen rund um den Iran-Konflikt, steigende \u00d6lpreisrisiken sowie fiskalpolitische Debatten treffen auf neue regulatorische Weichenstellungen. Klassische makro\u00f6konomische Zusammenh\u00e4nge geraten dabei zunehmend unter Druck.<\/p>\n<p>Hinzu kommt: Hat sich das \u201eStagflationsmonster\u201c einmal etabliert, entwickelt es eine gef\u00e4hrliche Eigendynamik. Inflation verfestigt sich in Erwartungen und Lohnforderungen, w\u00e4hrend das Wachstum schwach bleibt. Es entsteht ein Umfeld, das sich nur mit erheblichen wirtschaftlichen Kosten wieder stabilisieren l\u00e4sst. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, ob es sich lediglich um ein tempor\u00e4res Risiko handelt oder ob sich bereits erste Anzeichen einer erneuten stagflation\u00e4ren Phase zeigen. Und welche Effekte ergeben sich daraus f\u00fcr reale Verm\u00f6genswerte, insbesondere f\u00fcr Immobilien als zentralen Bestandteil institutioneller Portfolios?<\/p>\n\t\t\t\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\n\t\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t<\/div>\n\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t<\/section>\n\n\n\n\t<section class=\"snk-section snk-section_noPadding\">\n\t\t<div class=\"container container-xs\">\n\t\t\t<div class=\"snk-media snk-media_image\">\n\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<img decoding=\"async\" data-src=\"https:\/\/assetphysics.com\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/260428_Bild_1.jpg\" alt=\"\" title=\"260428_Bild_1\" src=\"data:image\/svg+xml;base64,PHN2ZyB3aWR0aD0iMSIgaGVpZ2h0PSIxIiB4bWxucz0iaHR0cDovL3d3dy53My5vcmcvMjAwMC9zdmciPjwvc3ZnPg==\" class=\"lazyload\" style=\"--smush-placeholder-width: 1583px; --smush-placeholder-aspect-ratio: 1583\/888;\" \/>\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\n\t\t\t<\/section>\n\t\n\n\n\t<section class=\"snk-section snk-section_xs\" >\n\t\t<div class=\"container container-xs\">\n\n\t\t\t\n\n\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"row snk-textColumns\">\n\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"col col-12 snk-textColumn\">\n\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"snk-textBlock\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<h3>Stagflation als Risiko \u2013 und Inflation als sozialpolitische Herausforderung<\/h3>\n\t\t\t\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<p>Stagflation gilt \u00f6konomisch als Ausnahmezustand. Die Kombination aus hoher Inflation, schwachem Wachstum und steigender Arbeitslosigkeit ist historisch selten und wird entsprechend oft als Rand \u2013 statt als Basisszenario behandelt. Ein Blick in die j\u00fcngere Vergangenheit relativiert diese Sicht. Insbesondere Energiepreisschocks haben stagflation\u00e4re Tendenzen wieder sichtbarer gemacht. Sp\u00e4testens seit dem Russland-Ukraine-Krieg ab 2022 zeigt sich, wie schnell geopolitische Verwerfungen steigende Preise mit nachlassender wirtschaftlicher Dynamik verbinden.<\/p>\n<p>Auch die aktuellen Prognosen f\u00fcr Deutschland (Q1 2026) greifen m\u00f6gliche neue Spannungen noch nicht vollst\u00e4ndig auf. Das reale BIP-Wachstum liegt bei 0,6% bis 0,8%, die Inflation bei 2,2% bis 2,7%. Noch ist das keine Stagflation, aber ein anf\u00e4lliges Umfeld. Mit Blick auf zus\u00e4tzliche geopolitische Risiken wirkt selbst dieses Szenario zunehmend fragil.<\/p>\n<p>Inflation ist dabei kein monokausales Ph\u00e4nomen, sondern das Ergebnis eines Zusammenspiels aus Rohstoffpreisen, Zweitrundeneffekten und geldpolitischen Impulsen. Gegenargumente wie demografische Effekte oder technologischer Deflationsdruck relativieren diese Treiber, ersetzen sie jedoch nicht. Kurzfristige Schocks und politische Eingriffe dominieren aktuell, w\u00e4hrend strukturelle Entlastungsfaktoren zeitverz\u00f6gert wirken.<\/p>\n<p>Hinzu kommt ein oft untersch\u00e4tzter Aspekt: der soziale Charakter von Inflation. Preissteigerungen treffen Haushalte unterschiedlich stark \u2013 insbesondere \u00fcber die Ausgaben f\u00fcr Wohnen und Energie. Diese machen im deutschen VPI inzwischen rund 34\u201335% aus (2000: unter 30%) und sind damit der gr\u00f6\u00dfte Kostenblock. Die Folge ist eine \u00fcberproportionale Belastung einkommensschw\u00e4cherer Haushalte. Inflation wird damit nicht nur zu einem \u00f6konomischen, sondern zunehmend zu einem gesellschaftspolitischen Thema \u2013 zwischen Konsumgewohnheiten, Verteilungsfragen und wahrgenommener Gerechtigkeit.<\/p>\n\t\t\t\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\n\t\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t<\/div>\n\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t<\/section>\n\n\n\n\t<section class=\"snk-section snk-section_noPadding\">\n\t\t<div class=\"container container-xs\">\n\t\t\t<div class=\"snk-media snk-media_video\">\n\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"snk-media-embed\"><iframe title=\"Iran-Konflikt, \u00d6lpreisrisiken, Eurobond-Debatten und Deutschlandfonds (Webinar M\u00e4rz 2026)\" width=\"640\" height=\"360\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/3vaZw2zh61s?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" referrerpolicy=\"strict-origin-when-cross-origin\" allowfullscreen><\/iframe><\/div>\t\t\t<\/div>\n\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"snk-media-cta\">\n\t\t\t\t<a class=\"snk-btn-primary\" href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=3vaZw2zh61s\" target=\"_self\" rel=\"noopener\"><span>Macro Matters \u2013 Investment Insights 2026<\/span><\/a>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\n\t\t\t<\/section>\n\t\n\n\n\t<section class=\"snk-section snk-section_xs\" >\n\t\t<div class=\"container container-xs\">\n\n\t\t\t\n\n\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"row snk-textColumns\">\n\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"col col-12 snk-textColumn\">\n\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"snk-textBlock\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<h3>Steigende \u00d6lpreise und ihre makro\u00f6konomischen Effekte<\/h3>\n\t\t\t\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<p>Energiepreise und Inflation laufen eng zusammen. \u00d6l und Gas sind der \u201eSchmierstoff der Wirtschaft\u201c, insbesondere in industriell gepr\u00e4gten Volkswirtschaften. Steigende Preise schlagen direkt auf Kosten, Konsum und letztlich die Gesamtinflation durch.<\/p>\n<p>Vor diesem Hintergrund \u00fcberrascht es nicht, dass Joseph E. Stiglitz, Wirtschaftsnobelpreistr\u00e4ger, j\u00fcngst von einer \u201eHandgranate f\u00fcr die Weltwirtschaft\u201c spricht. Gemeint ist die Gleichzeitigkeit von geopolitischen Konflikten, Handelskonflikten und politischer Unsicherheit. Besonders kritisch sind m\u00f6gliche St\u00f6rungen der \u00d6ltransporte durch die Stra\u00dfe von Hormus. Ein solcher Angebotsschock w\u00fcrde gro\u00dfe Teile des globalen \u00d6lhandels betreffen \u2013 mit unmittelbaren Folgen f\u00fcr Preise, Inflation und wirtschaftliche Stabilit\u00e4t. Die Preisreaktion im M\u00e4rz 2026 \u2013 Brent von rund 80 auf zeitweise rund 90 USD \u2013 zeigt, wie sensibel die M\u00e4rkte reagieren.<\/p>\n<p>Doch die Wirkung geht \u00fcber die Angebotsseite hinaus. \u00d6lpreisschocks treffen die Nachfrage zunehmend \u00fcber Verm\u00f6genseffekte. In den USA orientiert sich der Konsum stark an Aktienverm\u00f6gen \u2013 fallende M\u00e4rkte wirken damit unmittelbar d\u00e4mpfend.<\/p>\n<p>Die Konsequenz ist klar: Energiepreisschocks treiben die Inflation schnell nach oben, w\u00e4hrend das Wachstum zeitverz\u00f6gert nachgibt. Genau diese Dynamik \u2013 schneller Preisdruck, verz\u00f6gertes Wachstum \u2013 ist typisch f\u00fcr stagflation\u00e4re Tendenzen.<\/p>\n<p>Die Implikationen reichen bis in die Geldpolitik. Persistenter Inflationsdruck stellt die Erwartung sinkender Zinsen zunehmend infrage. Steigende oder l\u00e4nger hoch bleibende Zinsen verschlechtern die Rahmenbedingungen f\u00fcr Investitionen \u2013 insbesondere f\u00fcr kapitalintensive Anlageklassen.<\/p>\n\t\t\t\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\n\t\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t<\/div>\n\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t<\/section>\n\n\n\n\t<section class=\"snk-section snk-section_noPadding\">\n\t\t<div class=\"container container-xs\">\n\t\t\t<div class=\"snk-media snk-media_image\">\n\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<img decoding=\"async\" data-src=\"https:\/\/assetphysics.com\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/260428_Bild_2.jpg\" alt=\"\" title=\"260428_Bild_2\" src=\"data:image\/svg+xml;base64,PHN2ZyB3aWR0aD0iMSIgaGVpZ2h0PSIxIiB4bWxucz0iaHR0cDovL3d3dy53My5vcmcvMjAwMC9zdmciPjwvc3ZnPg==\" class=\"lazyload\" style=\"--smush-placeholder-width: 1802px; --smush-placeholder-aspect-ratio: 1802\/1005;\" \/>\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\n\t\t\t<\/section>\n\t\n\n\n\t<section class=\"snk-section snk-section_xs\" >\n\t\t<div class=\"container container-xs\">\n\n\t\t\t\n\n\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"row snk-textColumns\">\n\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"col col-12 snk-textColumn\">\n\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"snk-textBlock\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<h3>Geldpolitik im Stagflationsumfeld: Fed und EZB im Vergleich<\/h3>\n\t\t\t\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<p>In unsicheren Zeiten suchen Investoren traditionell sichere H\u00e4fen. Die steigenden Dollarnotierungen deuten darauf hin, dass die USA weiterhin so wahrgenommen werden. Ein klassischer Safe-Haven-Mechanismus zeigt sich jedoch nur eingeschr\u00e4nkt: Die Renditen sinken nicht, sondern steigen \u2013 getrieben von h\u00f6heren Inflationserwartungen und der Aussicht auf restriktivere Geldpolitik.<\/p>\n<p>Mit der Eskalation im Nahen Osten haben sich die langfristigen Zinsen global sp\u00fcrbar erh\u00f6ht \u2013 auch in Deutschland. Mitte M\u00e4rz erreichten zehnj\u00e4hrige Bundesanleihen mit \u00fcber 3% ein 52-Wochen-Hoch. Der Safe-Haven-Effekt wird damit klar von zunehmenden Stagflationsrisiken \u00fcberlagert.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Notenbanken versch\u00e4rft sich der Zielkonflikt. Die EZB sieht im Nahostkonflikt steigende Inflationsrisiken bei gleichzeitig schw\u00e4cherem Wachstum \u2013 ein klassisches Stagflationsumfeld. Entsprechend betont Christine Lagarde die Handlungsbereitschaft, w\u00e4hrend die M\u00e4rkte wieder Zinserh\u00f6hungen einpreisen. Gleichzeitig ist sich die EZB bewusst, dass die notwendigen Investitionen in Infrastruktur und Verteidigung durch zu hohe Realzinsen belastet w\u00fcrden \u2013 eine Zinserh\u00f6hung bleibt daher ein Grat zwischen Inflationsbek\u00e4mpfung und Investitionsf\u00e4higkeit.<\/p>\n<p>Die Fed agiert vorsichtiger. Ihr duales Mandat spricht gegen vorschnelle Zinsschritte. Zudem setzt der designierte Fed-Chef Kevin Warsh offenbar auf disinflation\u00e4re Effekte durch K\u00fcnstliche Intelligenz \u2013 ein m\u00f6gliches Argument f\u00fcr eine lockerere Geldpolitik.<\/p>\n<p>In letzter Konsequenz zeichnen sich zwei Szenarien ab. Erstens k\u00f6nnten Notenbanken die Inflation weniger konsequent bek\u00e4mpfen als kommuniziert. Wachstumsrisiken und politischer Druck begrenzen den Straffungskurs \u2013 die Inflation bleibt, Realzinsen werden negativ. Zweitens k\u00f6nnte steigende Staatsverschuldung zu h\u00f6heren Risikopr\u00e4mien f\u00fchren. Im Euroraum w\u00e4re die EZB dann wom\u00f6glich erneut zu unkonventionellen Ma\u00dfnahmen wie QE gezwungen, um die M\u00e4rkte zu stabilisieren. In beiden F\u00e4llen bleiben Realzinsen strukturell niedrig.<\/p>\n\t\t\t\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\n\t\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t<\/div>\n\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t<\/section>\n\n\n\n\t<section class=\"snk-section snk-section_xs\" >\n\t\t<div class=\"container container-xs\">\n\n\t\t\t\n\n\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"row snk-textColumns\">\n\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"col col-12 snk-textColumn\">\n\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"snk-textBlock\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<h3>Wenn nominale Zinsen steigen, schmilzt der Immobilien-Spread<\/h3>\n\t\t\t\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<p>Das zentrale Verkaufsargument vieler Jahre greift nicht mehr. Immobilien wurden lange als Bond-Substitut mit stabiler \u00dcberrendite positioniert. Zwar sind die Renditen \u2013 etwa im deutschen B\u00fcromarkt von rund 5,5% (2009) auf etwa 2,6% (Q1 2022) \u2013 deutlich gesunken. Im Niedrigzinsumfeld stieg jedoch der Spread zu Staatsanleihen zeitweise auf bis zu 350 Basispunkte \u2013 ein starkes Argument f\u00fcr Investoren.<\/p>\n<p>Mit der Zinswende hat sich dieses Bild gedreht. Der Spread ist zwischenzeitlich auf rund 100 Basispunkte gefallen und liegt aktuell bei etwa 150 bis 200 Basispunkten \u2013 deutlich weniger \u00fcberzeugend. Gleichzeitig belasten strukturelle Ver\u00e4nderungen in einzelnen Nutzungsarten die klassische Argumentation zus\u00e4tzlich.<\/p>\n<p>Hinzu kommen steigende Finanzierungskosten, die Aussch\u00fcttungsrenditen unter Druck setzen und Fremdkapital weniger attraktiv erscheinen lassen. Dennoch greift diese Sicht zu kurz: Entscheidend bleibt, dass die erwartete Gesamtkapitalrendite \u00fcber den Fremdkapitalkosten liegt. Gerade in einem inflation\u00e4ren Umfeld gewinnt dieser Zusammenhang an Bedeutung. Schulden werden real entwertet, w\u00e4hrend inflationsgesch\u00fctzte Cashflows die Gesamtrendite st\u00fctzen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Die eigentliche Einordnung lautet daher. Immobilien sind kein Bond-Substitut, sondern reale Verm\u00f6genswerte \u2013 mit laufenden Ertr\u00e4gen, Wertsteigerungspotenzial und Diversifikationseffekten.<\/p>\n\t\t\t\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\n\t\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t<\/div>\n\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t<\/section>\n\n\n\n\t<section class=\"snk-section snk-section_noPadding\">\n\t\t<div class=\"container container-xs\">\n\t\t\t<div class=\"snk-media snk-media_image\">\n\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<img decoding=\"async\" data-src=\"https:\/\/assetphysics.com\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/260428_Bild_3.jpg\" alt=\"\" title=\"260428_Bild_3\" src=\"data:image\/svg+xml;base64,PHN2ZyB3aWR0aD0iMSIgaGVpZ2h0PSIxIiB4bWxucz0iaHR0cDovL3d3dy53My5vcmcvMjAwMC9zdmciPjwvc3ZnPg==\" class=\"lazyload\" style=\"--smush-placeholder-width: 1807px; --smush-placeholder-aspect-ratio: 1807\/1012;\" \/>\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\n\t\t\t<\/section>\n\t\n\n\n\t<section class=\"snk-section snk-section_xs\" >\n\t\t<div class=\"container container-xs\">\n\n\t\t\t\n\n\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"row snk-textColumns\">\n\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"col col-12 snk-textColumn\">\n\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"snk-textBlock\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<h3>Die Quintessenz<\/h3>\n\t\t\t\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<p>Langfristig sind ausgepr\u00e4gte Stagflationszust\u00e4nde kein Basisszenario, aber ein realistisches Risiko. Geopolitische Spannungen, struktureller Preisdruck und schwaches Wachstum verschieben die makro\u00f6konomischen Rahmenbedingungen sp\u00fcrbar. Klassische Zusammenh\u00e4nge verlieren an Aussagekraft, geldpolitische Spielr\u00e4ume werden enger.<\/p>\n<p>F\u00fcr Investoren bedeutet das. Einfache Narrative tragen nicht mehr. Weder Safe-Haven-Mechanismus noch Bond-Substitut bieten derzeit verl\u00e4ssliche Orientierung. Steigende Nominalzinsen, volatile Risikopr\u00e4mien und niedrige Realzinsen erfordern eine differenziertere Sicht auf Risiko und Rendite.<\/p>\n<p>Gerade in diesem Umfeld gewinnen reale Verm\u00f6genswerte an Bedeutung. Nicht als kurzfristiger Inflationsschutz, sondern als stabiler Bestandteil robuster Portfolios. Immobilien bieten weiterhin laufende Ertr\u00e4ge, Inflationsbezug und Diversifikation. Entscheidend ist daher nicht, ob Stagflation eintritt, sondern wie widerstandsf\u00e4hig Portfolios aufgestellt sind. Real Assets bleiben ein zentraler Baustein robuster Portfolios.<\/p>\n\t\t\t\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\n\t\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t<\/div>\n\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t<\/section>\n\n\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vom Lehrbuch zur Realit\u00e4t: Stagflation im Fokus<\/p>\n","protected":false},"author":74,"featured_media":29708,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"inline_featured_image":false,"_co_authors":[],"footnotes":""},"categories":[24,10],"tags":[1011,127,657,224,193],"type_content":[659,18],"class_list":["post-29696","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-markets","category-real-estate","tag-macro","tag-macro-matters","tag-macro-research-de","tag-private-markets","tag-real-estate-2","type_content-analysis","type_content-article"],"acf":{"homepage_featured_article":true},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/assetphysics.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/29696","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/assetphysics.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/assetphysics.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/assetphysics.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/74"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/assetphysics.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=29696"}],"version-history":[{"count":16,"href":"https:\/\/assetphysics.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/29696\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":29781,"href":"https:\/\/assetphysics.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/29696\/revisions\/29781"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/assetphysics.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/29708"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/assetphysics.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=29696"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/assetphysics.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=29696"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/assetphysics.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=29696"},{"taxonomy":"type_content","embeddable":true,"href":"https:\/\/assetphysics.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/type_content?post=29696"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}