{"id":3050,"date":"2025-02-03T10:36:14","date_gmt":"2025-02-03T10:36:14","guid":{"rendered":"https:\/\/assetphysics.com\/?p=3050"},"modified":"2025-02-03T10:36:46","modified_gmt":"2025-02-03T10:36:46","slug":"cradle-to-cradle-haeuser-wie-baeume-staedte-wie-waelder","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/assetphysics.com\/de\/cradle-to-cradle-haeuser-wie-baeume-staedte-wie-waelder\/","title":{"rendered":"Cradle to Cradle\u00ae \u2013 H\u00e4user wie B\u00e4ume, St\u00e4dte wie W\u00e4lder"},"content":{"rendered":"\n\t<section class=\"snk-section snk-section_xs\" >\n\t\t<div class=\"container container-xs\">\n\n\t\t\t\n\n\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"row snk-textColumns\">\n\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"col col-12 snk-textColumn\">\n\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"snk-textBlock\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<p><em>Baut man Geb\u00e4ude nach dem Cradle to Cradle\u00ae-Prinzip, werden daraus langlebige Rohstoffdepots, die Ressourcen gezielt zur\u00fcckf\u00fchren. Wie in der\u00a0Natur, wo Abfall nicht zur\u00fcckbleibt, sondern zu N\u00e4hrstoffen f\u00fcr etwas Neues wird.<\/em><\/p>\n<p>Eine Welt ohne Abfall \u2013 w\u00e4re das nicht ein Traum? Handelt man nach dem Cradle to Cradle\u00ae-Designprinzip (C2C), wird er wahr. Dann n\u00e4mlich gibt es nur noch H\u00e4user und ganze St\u00e4dte aus chemisch unbedenklichen Materialien, die potenziell unendlich zirkulieren k\u00f6nnen und nicht mehr zu Abfall im heutigen Sinne werden. Cradle to Cradle, \u201evon der Wiege zur Wiege\u201c, ist die L\u00f6sung, um eine abfallfreie \u201eechte\u201c Kreislaufwirtschaft zu gestalten.<\/p>\n<p>Was fast wie ein M\u00e4rchen klingt, ist im Grunde ein alter Hut. Das C2C-Designprinzip wurde bereits in den 1990er-Jahren von Prof. Dr. Michael Braungart, William McDonough und EPEA Hamburg entwickelt. In der Baubranche ist es erst richtig popul\u00e4r geworden, seit man wei\u00df, dass nicht nur der Energieverbrauch von Geb\u00e4uden u\u0308ber Nachhaltigkeit entscheidet. Auch Faktoren wie Herkunft und Beschaffenheit der Materialien sowie die generellen Auswirkungen eines Bauprojekts auf Umwelt und Mensch spielen eine gro\u00dfe Rolle. Man muss also anders bauen. Besser. Zukunftsorientierter.<\/p>\n<p>Geb\u00e4ude nach dem Cradle to Cradle\u00ae-Designprinzip (C2C):<\/p>\n<ul>\n<li>sind variabel und umnutzungsf\u00e4hig konstruiert<\/li>\n<li>leicht zu demontieren<\/li>\n<li>energiepositiv<\/li>\n<li>sortenrein trennbar<\/li>\n<li>recyclingf\u00e4hig<\/li>\n<li>positiv fu\u0308r Mensch und Umwelt<\/li>\n<li>werden zu langlebigen und werthaltigen Rohstoffdepots<\/li>\n<li>setzen Ressourcen nach dem Ende der Nutzung wie geplant wieder frei<\/li>\n<li>tragen zum Werterhalt der Immobilie bei<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die C2C-Prinzipien finden Anwendung in allen Stufen des Lebenszyklus eines Produkts, bzw. eines Geb\u00e4udes. Angefangen von Material und Design, was Lebensdauer, Wiederaufbereitung, Reparaturf\u00e4higkeit und biologische Abbaubarkeit beeinflusst, bis hin zur Demontage und Sortierung verschiedener Wertstoffe nach der Nutzung sowie deren Aufbereitung f\u00fcr einen erneuten Einsatz. Ob Bauteil oder Anlagenkomponente, f\u00fcr jedes Material greift derselbe \u00fcbergeordnete Prozess.<\/p>\n<p>Das Cradle to Cradle\u00ae-Designprinzip (C2C) ist noch mehr: Als ganzheitliches Konzept umfasst es alles, was bei der Herstellung eines Produkts oder Geb\u00e4udes mit im Spiel ist:<\/p>\n<ul>\n<li>Herkunft \/ Lieferkette: l\u00fcckenlos nachvollziehbar vom Abbau von Rohstoffen \u00fcber die Herstellung von Produkten bis hin zum Transport<\/li>\n<li>Transportwege: kurz<\/li>\n<li>Produktion und Transport: fair<\/li>\n<li>Material und Design: langlebig, gesund, reparierbar, recycelbar<\/li>\n<li>Energietr\u00e4ger: regenerativ<\/li>\n<li>Rohstoffe: bevorzugt aus biogenem, nachwachsendem oder rezykliertem Material<\/li>\n<li>Materialien: aus positiv definierten Inhaltsstoffen<\/li>\n<li>Planung von Anfang an hinsichtlich einfacher Austauschbarkeit bzw. Anpassungsf\u00e4higkeit einzelner Funktionseinheiten<\/li>\n<li>Trennbarkeit der Bauelemente in ihre Bestandteile, Schichten oder Recycling-Einheiten<\/li>\n<li>Ressource Wasser: verantwortungsvoller Umgang<\/li>\n<li>Artenvielfalt und Biodiversit\u00e4t: aktive Steigerung<\/li>\n<\/ul>\n<p>Viele Daten m\u00fcssen dabei erfasst werden. Festgehalten werden sie im unter anderem im Circularity Passport\u00ae Buildings, einem wichtigen Planungs- und Dokumentationsinstrument. Dieser Materialpass verr\u00e4t alles \u00fcber die Kreislauff\u00e4higkeit eines Geb\u00e4udes, belegt z.B., welche verwendeten Bauteile sich einfach trennen lassen und wie die verbauten Produkte zusammengesetzt sind.<\/p>\n<p>Ein wichtiger Geselle des Circularity Passport ist Madaster, eine Plattform, \u00fcber die man den Materialwert eines Geb\u00e4udes ausweisen, Materialinformationen \u00fcber lange Zeitr\u00e4ume speichern, Rohstoffrestwerte verl\u00e4sslich ermitteln und den Nutzungszyklus eines Geb\u00e4udes kontinuierlich dokumentieren kann. Circularity Passport und Madaster gemeinsam sind die Basis f\u00fcr das Geb\u00e4ude-Material-Kataster, was der Planung und Optimierung des Rohstoffmanagements dient.<\/p>\n<p>Kurzum: Circularity Passport + Madaster = Material-Kataster.<\/p>\n<p><strong>\u00dcber EPEA<\/strong><\/p>\n<p>EPEA geh\u00f6rt zur Beratungsfirma Drees &amp; Sommer und optimiert Produkte, Prozesse, Geb\u00e4ude und Quartiere. Das internationale Team aus Wissenschaftlern, Ingenieuren und Industrieberatern unterst\u00fctzt weltweit Unternehmen und Bauherren rund um den Globus bei ihrem Weg zur echten Kreislaufwirtschaft. Unternehmensziel: mit dem Cradle to Cradle-Prinzip einen Mehrwert f\u00fcr Nutzer, Umgebung und Wirtschaft schaffen und einen positiven Fu\u00dfabdruck hinterlassen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n\t\t\t\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\n\t\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t<\/div>\n\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t<\/section>\n\n\n\n\t<section class=\"snk-section snk-section_noPadding\">\n\t\t<div class=\"container container-xs\">\n\t\t\t<div class=\"snk-media snk-media_image\">\n\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<img decoding=\"async\" data-src=\"https:\/\/assetphysics.com\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/Bild1.jpg\" alt=\"\" title=\"Bild1\" src=\"data:image\/svg+xml;base64,PHN2ZyB3aWR0aD0iMSIgaGVpZ2h0PSIxIiB4bWxucz0iaHR0cDovL3d3dy53My5vcmcvMjAwMC9zdmciPjwvc3ZnPg==\" class=\"lazyload\" style=\"--smush-placeholder-width: 1386px; --smush-placeholder-aspect-ratio: 1386\/763;\" \/>\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\n\t\t\t<\/section>\n\t","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Baut man Geb\u00e4ude nach dem Cradle to Cradle\u00ae-Prinzip, werden daraus langlebige Rohstoffdepots, die Ressourcen gezielt zur\u00fcckf\u00fchren. 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