{"id":3064,"date":"2024-12-19T16:28:23","date_gmt":"2024-12-19T16:28:23","guid":{"rendered":"https:\/\/assetphysics.com\/?p=3064"},"modified":"2024-12-19T16:40:37","modified_gmt":"2024-12-19T16:40:37","slug":"auf-dem-weg-zur-circular-city","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/assetphysics.com\/de\/auf-dem-weg-zur-circular-city\/","title":{"rendered":"Auf dem Weg zur Circular City"},"content":{"rendered":"\n\t<section class=\"snk-section snk-section_xs\" >\n\t\t<div class=\"container container-xs\">\n\n\t\t\t\n\n\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"row snk-textColumns\">\n\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"col col-12 snk-textColumn\">\n\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"snk-textBlock\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<p><em>Heidelberg m\u00f6chte zur Kreislaufstadt werden. Beim Pilotprojekt Patrick-Henry-Village soll dabei Urban Mining im Bestand praktiziert werden. Mit dem von EPEA entwickelten Programm Urban Mining Screener und der Geb\u00e4udedatenbank Madaster wurde der Startpunkt gesetzt.<\/em><\/p>\n<p>Auf der einen Seite gibt es eine abbruchreife US-amerikanische Wohnsiedlung aus den 1950er Jahren, die schwer umgenutzt werden kann, auf der anderen Seite Heidelbergs ambitionierte Strategie: zur Circular City werden. Es liegt also nahe, auf dem riesigen Gel\u00e4nde der alten Kaserne zu zeigen, was aktuell m\u00f6glich ist hinsichtlich Kreislaufwirtschaft: aus vorhandenen Geb\u00e4uden Materialien zu sch\u00f6pfen, die nicht im Abfall landen, sondern vor Ort wiedereingesetzt oder hochwertig im Kreislauf gef\u00fchrt werden. Urban Mining nennt man das Prinzip. Stadtsch\u00fcrfung. Bestehende H\u00e4user und Stra\u00dfen als Rohstofflager n\u00fctzen. Es geh\u00f6rt zu den aktuell wichtigsten Konzepten der Baubranche, um langfristig in eine Ressourcenwende \u00fcberzugehen<\/p>\n<p>Mehr als 300 Geb\u00e4ude sollen abgebrochen, saniert oder umgenutzt werden und bestm\u00f6glichen Wiedereinsatz finden im Patrick-Henry-Village, einem Stadtteil mit zuk\u00fcnftigen Wohnungen fu\u0308r 10.000 Menschen und Raum fu\u0308r 5.000 Arbeitspl\u00e4tze. Was genau aber kann man tats\u00e4chlich f\u00fcr den Neubau verwenden? Eine Frage, die das so genannte digitale Geb\u00e4ude-Materialkataster beantworten kann. Das Kataster gibt dar\u00fcber Aufschluss, mit welchen Materialien in welcher Menge und Qualit\u00e4t bei einem Geb\u00e4udeabriss oder einer umfassenden Sanierung zu rechnen ist. Die beiden S\u00e4ulen: Urban Mining Screener von EPEA und Geb\u00e4udedatenbank Madaster.<\/p>\n<p>Urban Mining Screener ist ein Programm, das anhand von Geb\u00e4udedaten wie Bauort, Baujahr, Geb\u00e4udevolumen oder\u00a0Geb\u00e4udetyp deren materielle Zusammensetzung auf Knopfdruck sch\u00e4tzen kann. EPEA analysiert die bestehenden Bauteile und eingesetzten Baustoffe und bildet die Daten in einem Geb\u00e4uderessourcenpass (Building Circularity Passport) ab, wo sie gem\u00e4\u00df ihrer Kreislauff\u00e4higkeit bewertet werden. Die gesammelten Daten werden dann in die Geb\u00e4udedatenbank Madaster hochgeladen, so dass dann eine Vielzahl hilfreicher Geb\u00e4udedaten f\u00fcr die Projektentwicklung und regionalem Stoffstrommanagement zur Verf\u00fcgung stehen.<\/p>\n<p>Urban Mining im Bestand und zirkul\u00e4res Bauen ist nicht nur aus Klimagesichtspunkten interessant. Im wirtschaftlichen Sinne sind zirkul\u00e4re Geb\u00e4ude wahre Goldgruben f\u00fcr Investoren. Da werden beispielsweise Kosten f\u00fcr k\u00fcnftigen R\u00fcckbau, Umbau und Deponierung gespart und der Verm\u00f6genswert steigt durch die Ber\u00fccksichtigung des Materialrestwerts, da entsteht Potential f\u00fcr Wertsicherheit und langfristigem Werterhalt durch kreisf\u00f6rmiges Geb\u00e4udedesign und zukunftsf\u00e4hige Geb\u00e4ude, da wird das Image verbessert und noch vieles Weitere mehr.<\/p>\n<p>In der einstigen Soldatenstadt ist bereits viel passiert. Die Geb\u00e4ude wurden nach Alter, Gr\u00f6\u00dfe und Bauweise analysiert und lieferten Daten zu den verbauten Materialien. So k\u00f6nnen bereits vor dem R\u00fcckbau Optionen aufgezeigt werden, ob und welche Aufbereitungsm\u00f6glichkeiten und Verwertungswege es gibt f\u00fcr die einzelnen Materialstr\u00f6me und was f\u00fcr neue Projekte gebraucht werden kann, was sinnvoll f\u00fcr das Projekt ist, was Kosten, Rohstoffe und CO2 einspart.<\/p>\n<p>F\u00fcr Heidelberg bedeutet das Projekt ein weiterer Ausbau der Vorreiterrolle rund um die Themen zirkul\u00e4res Bauen, Wiederverwendung von Materialien aus Bestandsgeb\u00e4uden sowie Baumaterialien- und Sekund\u00e4rrohstoff-Management. Patrick-Henry-Village (PHP) k\u00f6nnte ein Leuchtturmprojekt werden innerhalb der Circular City Strategie der Stadt, den Grundstein f\u00fcr zukunftsf\u00e4higem Baustoffrecycling und Bauen legen, eine Blaupause sein f\u00fcr viele weitere Projekte in anderen St\u00e4dten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n\t\t\t\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\n\t\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t<\/div>\n\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t<\/section>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heidelberg m\u00f6chte zur Kreislaufstadt werden. Beim Pilotprojekt Patrick-Henry-Village soll dabei Urban Mining im Bestand praktiziert werden. 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