{"id":6971,"date":"2025-07-02T09:03:42","date_gmt":"2025-07-02T09:03:42","guid":{"rendered":"https:\/\/assetphysics.com\/?p=6971"},"modified":"2025-07-02T09:05:47","modified_gmt":"2025-07-02T09:05:47","slug":"hoehere-leistungsfaehigkeit-treibt-den-energiebedarf-von-rechenzentren-an","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/assetphysics.com\/de\/hoehere-leistungsfaehigkeit-treibt-den-energiebedarf-von-rechenzentren-an\/","title":{"rendered":"H\u00f6here Leistungsf\u00e4higkeit treibt den Energiebedarf von Rechenzentren an"},"content":{"rendered":"\n\t<section class=\"snk-section snk-section_xs\" >\n\t\t<div class=\"container container-xs\">\n\n\t\t\t\n\n\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"row snk-textColumns\">\n\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"col col-12 snk-textColumn\">\n\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"snk-textBlock\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<h3>Martina Williams, Head of Work Dynamics Northern Europe und Helge Scheunemann, Head of Research Germany<\/h3>\n\t\t\t\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"editorial aem-GridColumn--tablet--12 aem-GridColumn--phone--12 aem-GridColumn aem-GridColumn--default--6\">\n<div class=\"editorial\">\n<div class=\"editorial__body\">\n<div class=\"react-container   react-container-no-left-padding\">\n<div class=\"rich-text\">\n<p>Rechenzentren z\u00e4hlen zu den wachstumsst\u00e4rksten Assetklassen im Immobiliensektor. Befeuert durch den Boom der K\u00fcnstlichen Intelligenz (KI) ziehen sie vermehrt das Interesse von Anlegern auf sich. Eine zentrale Herausforderung f\u00fcr Investoren und Betreiber zugleich stellt dabei allerdings der hohe Energiebedarf der Assetklasse dar, wie aus der JLL-Analyse \u201e<a href=\"https:\/\/www.jll.de\/de\/trends-and-insights\/research\/energieversorgung-fur-rechenzentren-ausblick-2025\" target=\"_self\" rel=\"noopener\">Energieversorgung f\u00fcr Rechenzentren<\/a>\u201c hervorgeht. So d\u00fcrfte im Jahr 2025 der weltweite Energieverbrauch von Rechenzentren je nach Szenario zwischen 600 TWh und 1050 TWh liegen \u2013 damit w\u00fcrden sie f\u00fcr rund zwei Prozent des globalen Energieverbrauchs verantwortlich sein. In Deutschland f\u00e4llt der Anteil mit ann\u00e4hernd 3,7 Prozent und nahezu 18 Milliarden KWh noch h\u00f6her aus.<\/p>\n<p>\u201eObwohl intensiv an der Energieeffizienz geforscht wird, f\u00fchrt der technologische Fortschritt zu einem steigenden Strombedarf von Rechenzentren, insbesondere durch die wachsende Leistungsf\u00e4higkeit neuer KI-Chips. Diese verbrauchen teilweise bis zu 300 Prozent mehr Strom als ihre Vorg\u00e4ngergeneration\u201c, erkl\u00e4rt\u00a0<b>Martina Williams<\/b>, Head of Work Dynamics Northern Europe bei JLL. Work Dynamics bietet Unternehmen spezialisierte Outsourcing-Services. Dazu z\u00e4hlen Immobilienberatung und -dienstleistungen im Corporate-Real-Estate- und das Integrierte Facility-Management, Portfolio- und Technologiemanagement sowie Project-and-Development-Services. \u201eDer steigende Bedarf an KI-Dienstleistungen, Sprach- und Bilddatens\u00e4tzen sowie Deep-Learning-Anwendungen wird den Strombedarf auch in naher Zukunft ma\u00dfgeblich beeinflussen\u201c, erl\u00e4utert\u00a0<b>Williams<\/b>. Nachdem die weltweite Leistung von Rechenzentren 2020 noch bei 28 GW und zuletzt bei 50 GW lag, d\u00fcrfte sie Prognosen zufolge bis 2029 auf rund 100 GW steigen.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n\t\t\t\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\n\t\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t<\/div>\n\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t<\/section>\n\n\n\n\t<section class=\"snk-section snk-section_noPadding\">\n\t\t<div class=\"container container-xs\">\n\t\t\t<div class=\"snk-media snk-media_image\">\n\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<img decoding=\"async\" data-src=\"https:\/\/assetphysics.com\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/JLL_DC_0525_Grafik.jpg\" alt=\"Rechenleistung k\u00f6nnte bis 2029 auf 100 GW steigen\" title=\"JLL_DC_0525_Grafik\" src=\"data:image\/svg+xml;base64,PHN2ZyB3aWR0aD0iMSIgaGVpZ2h0PSIxIiB4bWxucz0iaHR0cDovL3d3dy53My5vcmcvMjAwMC9zdmciPjwvc3ZnPg==\" class=\"lazyload\" style=\"--smush-placeholder-width: 1600px; --smush-placeholder-aspect-ratio: 1600\/662;\" \/>\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\n\t\t\t<\/section>\n\t\n\n\n\t<section class=\"snk-section snk-section_xs\" >\n\t\t<div class=\"container container-xs\">\n\n\t\t\t\n\n\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"row snk-textColumns\">\n\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"col col-12 snk-textColumn\">\n\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"snk-textBlock\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<p>In vielen L\u00e4ndern werden Small Modular Reactors (SMR) als kohlenstoffarme L\u00f6sung f\u00fcr den hohen Energiebedarf von Rechenzentren diskutiert und k\u00f6nnten ab 2030 eine gr\u00f6\u00dfere Rolle spielen. Deutschland verfolgt jedoch einen anderen Ansatz: Die Bundesregierung setzt auf umweltfreundliche L\u00f6sungen, insbesondere soll die Energieeffizienz gesteigert und erneuerbare Energien ausgebaut werden.<\/p>\n<p>Das Energieeffizienzgesetz schreibt vor, dass Rechenzentren ihren Stromverbrauch seit 2024 zur H\u00e4lfte und ab 2027 vollst\u00e4ndig mit Strom aus erneuerbaren Energien decken m\u00fcssen \u2013 zumindest bilanziell. Zus\u00e4tzlich m\u00fcssen Betreiber bei Inbetriebnahme ab Juli 2026 einen Anteil von mindestens zehn Prozent wiederverwendeter Energie nachweisen, der schrittweise steigen soll und bei Inbetriebnahme ab Juli 2028 bei 20 Prozent liegen wird.<\/p>\n<p>\u201eDie begrenzte Stromverf\u00fcgbarkeit in Deutschland stellt eine Herausforderung f\u00fcr die Entwicklung von Rechenzentren dar\u201c, betont\u00a0<b>Helge Scheunemann<\/b>, Head of Research JLL Germany. \u201eBis 2030 sind neue Stromkapazit\u00e4ten laut Verteilnetzbetreibern nur in sehr begrenztem Umfang verf\u00fcgbar, wenngleich je nach Standort und Leistungsbedarf nicht ausgeschlossen. Ebenfalls hinderlich sind Engp\u00e4sse bei der Bereitstellung ausreichender Leitungsinfrastruktur sowie die wenigen Genehmigungen neuer Leitungen.\u201c<\/p>\n<p>Als Konsequenz der Stromknappheit in etablierten M\u00e4rkten wie Frankfurt und Berlin expandieren Betreiber und Entwickler zudem in andere Regionen, in denen sich allerdings langfristig \u00e4hnliche Herausforderungen abzeichnen. Um dem wachsenden Energiebedarf gerecht zu werden, sind zus\u00e4tzliche Kraftwerke, auch mit Gas als Prim\u00e4rquelle und sp\u00e4terer Umstellung auf Wasserstoff, sowie der Ausbau der Stromtrassen unerl\u00e4sslich.<\/p>\n<p>Eine gr\u00f6\u00dfere Rolle wird in Zukunft die Nutzung der Abw\u00e4rme von Rechenzentren spielen. Ziel ist es, diese in kommunale W\u00e4rmenetze einzuspeisen, um Haushalte effizient und g\u00fcnstig mit W\u00e4rme zu versorgen. Dies erfordert jedoch den Ausbau der W\u00e4rmenetze und eine engere Zusammenarbeit zwischen Rechenzentrumsbetreibern und kommunalen Energieversorgern. Kommunen sollten diesen Umstand in ihren W\u00e4rmepl\u00e4nen ber\u00fccksichtigen, die sie ohnehin bis Mitte 2028 erstellen m\u00fcssen.<\/p>\n<p>\u201eGesetzgeber, Kommunen, Netzbetreiber und Rechenzentrumsbetreiber m\u00fcssen verst\u00e4rkt zusammenarbeiten, damit Deutschland weiterhin ein attraktiver Standort f\u00fcr Rechenzentren ist\u201c, betont\u00a0<b>Williams<\/b>. \u201eInsbesondere das Potenzial als \u201agr\u00fcner\u2018 Standort ist vorhanden, schlie\u00dflich ist Deutschland europaweit bei der Photovoltaikkapazit\u00e4t vorne mit dabei und z\u00e4hlt weltweit zu den L\u00e4ndern mit den h\u00f6chsten Offshore-Windkapazit\u00e4ten.\u201c Mit einem Anteil von 61,7 Prozent erneuerbarer Energien am Stromverbrauch im Jahr 2024 bei steigender Tendenz und dem Ausbau der Energieeffizienz sei ein nachhaltiger Betrieb von Rechenzentren hierzulande sehr gut m\u00f6glich.<\/p>\n\t\t\t\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\n\t\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t<\/div>\n\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t<\/section>\n\n\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Stromverf\u00fcgbarkeit, Nachhaltigkeit und Regulatorik stellen Herausforderungen dar<\/p>\n","protected":false},"author":75,"featured_media":6976,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"inline_featured_image":false,"_co_authors":[],"footnotes":""},"categories":[37,7,8,24,10],"tags":[],"type_content":[18],"class_list":["post-6971","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-energy","category-cases","category-infrastructure","category-markets","category-real-estate","type_content-article"],"acf":{"homepage_featured_article":false},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/assetphysics.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6971","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/assetphysics.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/assetphysics.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/assetphysics.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/75"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/assetphysics.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=6971"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/assetphysics.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6971\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":6975,"href":"https:\/\/assetphysics.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6971\/revisions\/6975"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/assetphysics.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/6976"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/assetphysics.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=6971"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/assetphysics.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=6971"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/assetphysics.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=6971"},{"taxonomy":"type_content","embeddable":true,"href":"https:\/\/assetphysics.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/type_content?post=6971"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}