{"id":7128,"date":"2025-07-07T11:43:28","date_gmt":"2025-07-07T11:43:28","guid":{"rendered":"https:\/\/assetphysics.com\/?p=7128"},"modified":"2026-06-29T06:47:17","modified_gmt":"2026-06-29T06:47:17","slug":"auch-auf-den-investmentmaerkten-spiegeln-sich-die-globalen-unsicherheiten-wider","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/assetphysics.com\/de\/auch-auf-den-investmentmaerkten-spiegeln-sich-die-globalen-unsicherheiten-wider\/","title":{"rendered":"Auch auf den Investmentm\u00e4rkten spiegeln sich die globalen Unsicherheiten wider\u00a0"},"content":{"rendered":"\n\t<section class=\"snk-section snk-section_xs\" >\n\t\t<div class=\"container container-xs\">\n\n\t\t\t\n\n\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"row snk-textColumns\">\n\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"col col-12 snk-textColumn\">\n\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"snk-textBlock\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<h3>BNP Paribas Real Estate ver\u00f6ffentlicht Investmentzahlen f\u00fcr das erste Halbjahr 2025<\/h3>\n\t\t\t\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<p class=\"x_MsoNormal\"><i><span data-olk-copy-source=\"MessageBody\">Die zu Beginn des Jahres zu beobachtende Erholungstendenz der deutschen Investmentm\u00e4rkte hat im zweiten Quartal eine kleine Verschnaufpause eingelegt. Mit einem Gesamtumsatz von knapp 15,9 Mrd. \u20ac im ersten Halbjahr wurde das Vorjahresergebnis dennoch insgesamt um rund 2 % \u00fcbertroffen. Grunds\u00e4tzlich ist dabei jedoch eine unterschiedliche Entwicklung zwischen Wohninvestments (ab 30 Einheiten) und gewerblichen Transaktionen zu verzeichnen. W\u00e4hrend das Investmentvolumen mit Gewerbeimmobilien um etwa 7 % gesunken ist, wurde bei Wohnimmobilien eine Umsatzsteigerung von 36 % registriert. Allerdings fiel das Transaktionsvolumen auch in diesem Marktsegment im zweiten Quartal geringer aus als zum Jahresanfang. Dies zeigt die aktuelle Analyse von BNP Paribas Real Estate.<\/span><\/i><\/p>\n<p class=\"x_MsoNormal\">Die wichtigsten Ergebnisse im \u00dcberblick:<\/p>\n<ul>\n<li class=\"x_MsoNormal\">Mit gut 15,9 Mrd. \u20ac notiert der Investmentumsatz 2 % \u00fcber dem Vorjahreswert<\/li>\n<li class=\"x_MsoNormal\">Hiervon entfallen rund 4,5 Mrd. \u20ac (+36 %) auf das Marktsegment Residential<\/li>\n<li class=\"x_MsoNormal\">Gewerbliche Investments kommen auf gut 11,4 Mrd. \u20ac (-7 %)<\/li>\n<li class=\"x_MsoNormal\">76 % (8,6 Mrd. \u20ac) des gewerblichen Umsatzes entfallen auf Einzeldeals<\/li>\n<li class=\"x_MsoNormal\">Portfolioverk\u00e4ufe kommen insgesamt auf 2,7 Mrd. \u20ac<\/li>\n<li class=\"x_MsoNormal\">Im gewerblichen Marktsegment liegen Retail-Investments mit knapp 2,9 Mrd. \u20ac an der Spitze, vor Logistik- und B\u00fcro-Investments mit knapp 2,8 Mrd. \u20ac bzw. 2,7 Mrd. \u20ac<\/li>\n<li class=\"x_MsoNormal\">Berlin ist erneut die Nummer 1 der deutschen A-Standorte (gut 1,3 Mrd. \u20ac)<\/li>\n<li class=\"x_MsoNormal\">Die Netto-Spitzenrenditen haben sich bis zur Jahresmitte stabil gezeigt<\/li>\n<li class=\"x_MsoNormal\">Der Marktanteil ausl\u00e4ndischer Investoren liegt mit 45 % auf dem h\u00f6chsten Niveau seit 2022<\/li>\n<li class=\"x_MsoNormal\">Rund 540 erfasste Transaktionen<\/li>\n<\/ul>\n<p class=\"x_MsoNormal\">\u201eDie grunds\u00e4tzlich sp\u00fcrbar gestiegene Marktbelebung im Residential-Segment hat sich auch im zweiten Quartal fortgesetzt, auch wenn sich die Umsatzsteigerung etwas verlangsamt hat. Verantwortlich f\u00fcr das etwas moderatere Investmentvolumen im zweiten Quartal ist in erster Linie die geringe Anzahl an Gro\u00dftransaktionen, was aber lediglich eine Momentaufnahme darstellt, da im zweiten Quartal mehrere gro\u00dfvolumige Portfolios in den Markt gegangen sind, die in den kommenden Monaten erfolgreich zum Abschluss gebracht werden sollten. Hinzu kommt, dass insgesamt ein vergleichsweise geringes Angebot am Markt ist, da viele Eigent\u00fcmer die sicheren Cashflows von Wohnimmobilien sch\u00e4tzen und sich einige andere Assetklassen vor dem Hintergrund der aktuellen globalen Unsicherheiten nicht zwingend als alternative Investmentziele anbieten\u201c, erl\u00e4utert Marcus Zorn, CEO von BNP Paribas Real Estate Deutschland. Mittel- und langfristig wird das Interesse an deutschen Wohnimmobilien nachhaltig bleiben und tendenziell eher noch zulegen. Verantwortlich hierf\u00fcr sind mehrere Einflussfaktoren. Zu nennen ist hierbei zum einen der unver\u00e4ndert hohe Nachfrage\u00fcberhang auf den Mietm\u00e4rkten, der sichere Mieteinnahmen garantiert und Wertsteigerungspotenziale bietet. Zum anderen stellen Wohnimmobilien gerade in schwer kalkulierbaren gesamtwirtschaftlichen Zeiten und einem unsicheren geopolitischen Umfeld eine \u00fcberproportional sichere Assetklasse f\u00fcr Anleger dar.<\/p>\n<h3 class=\"x_MsoNormal\"><b>Gewerblicher Investmentumsatz im ersten Halbjahr r\u00fcckl\u00e4ufig<\/b><\/h3>\n<p class=\"x_MsoNormal\">\u201eNachdem das Investmentvolumen mit gewerblichen Immobilien in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres noch angezogen hatte, lag es im zweiten Quartal sp\u00fcrbar niedriger. Insgesamt wurden im ersten Halbjahr 2025 rund 11,4 Mrd. \u20ac investiert, was im Vorjahresvergleich einem R\u00fcckgang von knapp 7 % entspricht. Urs\u00e4chlich f\u00fcr diese Entwicklung sind unterschiedliche Aspekte. Zum einen ist der niedrigere Umsatz auf ein geringes Produktangebot zur\u00fcckzuf\u00fchren, das sich allerdings in der zweiten Jahresh\u00e4lfte erheblich ausweiten wird. Zum anderen spiegeln sich aber auch die vorhandenen globalen Unsicherheiten auf den M\u00e4rkten wider. Sich immer wieder kurzfristig \u00e4ndernde Aussagen zu Zollh\u00f6hen und -g\u00fcltigkeiten, genauso wie die fast ungebremste Ausweitung kriegerischer Konflikte, sei es der Ukraine-Krieg, Gaza, die Auseinandersetzungen zwischen den Atomm\u00e4chten Indien und Pakistan oder die Kampfhandlungen zwischen Israel und dem Iran, in die auch die USA eingegriffen haben, tragen aktuell nicht dazu bei, das Vertrauen der Investoren zu st\u00e4rken. Hinzu kommt, dass die wirtschaftspolitischen Weichenstellungen, insbesondere die Ank\u00fcndigung des mehrere hundert Milliarden Euro schweren Sonderverm\u00f6gens f\u00fcr<br \/>\nInfrastruktur- und Umweltschutzma\u00dfnahmen sowie die Schaffung erheblicher finanzieller Spielr\u00e4ume f\u00fcr Verteidigungsausgaben zwar zu einer Stimmungsaufhellung beigetragen haben, ihre Wirkung aber erst mit zeitlicher Verz\u00f6gerung entfalten werden\u201c, erl\u00e4utert Zorn.<\/p>\n<p class=\"x_MsoNormal\">\u201eF\u00fcr die weitere Entwicklung der Investmentm\u00e4rkte spielt die zunehmend positivere Erwartungshaltung innerhalb der deutschen Wirtschaft voraussichtlich eine wichtige Rolle. Dies zeigt sich bereits in der Verbesserung wichtiger Stimmungsindikatoren wie dem ifo-Index, der im Juni zum sechsten Mal in Folge gestiegen ist oder den ZEW-Konjunkturerwartungen, die ebenfalls angezogen haben. Erfreulich ist vor allem, dass die Erwartungskomponenten in den Indizes \u00fcberproportional zulegen konnten. Dar\u00fcber hinaus ist davon auszugehen, dass auch im internationalen Kontext die in den n\u00e4chsten Jahren gr\u00f6\u00dferen finanziellen Spielr\u00e4ume mit gro\u00dfem Interesse wahrgenommen werden, wodurch die Attraktivit\u00e4t Deutschlands als Investitionsstandort wieder sp\u00fcrbar zunehmen sollte\u201c, erg\u00e4nzt Nico Keller, Deputy CEO von BNP Paribas Real Estate Deutschland.<\/p>\n<h3 class=\"x_MsoNormal\"><b>Einzelhandelsinvestments f\u00fchren das Feld an<\/b><\/h3>\n<p class=\"x_MsoNormal\">Betrachtet man nur die gewerblichen Investments, dann nehmen Retail-Transaktionen zur Jahresmitte die Spitzenposition unter den volumenst\u00e4rksten Assetklassen ein. Mit einem Transaktionsvolumen von knapp 2,9 Mrd. \u20ac steuern sie gut ein Viertel zum gewerblichen Investmentumsatz bei, verzeichnen jedoch im Vorjahresvergleich einen R\u00fcckgang von gut 21 %. Hierbei ist jedoch zu beachten, dass im ersten Halbjahr 2024, getrieben durch wenige Gro\u00dftransaktionen, ein au\u00dfergew\u00f6hnlich starkes Resultat erzielt wurde. Zwar konnte auch im aktuellen Jahr mit der \u00dcbernahme der Porta-Gruppe durch XXXLutz eine Gro\u00dftransaktion im hohen dreistelligen Millionenbereich verzeichnet werden, allerdings ist der Markt dar\u00fcber hinaus deutlich kleinteiliger als \u00fcblich. L\u00e4sst man die Gro\u00dftransaktion au\u00dfen vor, liegt das durchschnittliche Dealvolumen bei gerade einmal 17 Mio. \u20ac. Hierin spiegelt sich nicht zuletzt wider, dass der Fokus vieler Einzelhandelsinvestoren derzeit weniger auf gro\u00dfvolumigen innerst\u00e4dtischen Gesch\u00e4ftsh\u00e4usern, sondern vor allem auf der lebensmittelgeankerten Nahversorgung und Fachm\u00e4rkten liegt. Diese Objektarten tragen mehr als zwei Drittel zum aktuellen Retail-Volumen bei. Dar\u00fcber hinaus kann auch eine deutliche Belebung im Shoppingcenter-Segment verzeichnet werden, die mit insgesamt 450 Mio. \u20ac einen deutlich h\u00f6heren Anteil (16 %) zum Ergebnis beisteuern als die Jahre zuvor. Auch hier standen im ersten Halbjahr kleine bis mittelgro\u00dfe Tickets im Fokus, die oftmals \u00fcber Revitalisierungspotenziale deutliche Wertsteigerungen bieten. In der Pipeline befinden sich jedoch auch einige gr\u00f6\u00dfere Center.<\/p>\n<p class=\"x_MsoNormal\">Knapp hinter den Einzelhandelsinvestments folgen auf dem zweiten Platz Logistiktransaktionen, die ein Volumen von gut 2,8 Mrd. \u20ac verzeichnen und damit 24 % zum gewerblichen Investitionsvolumen beitragen. Ihr Resultat liegt damit in etwa auf Vorjahresniveau (-2 %). Bemerkenswert ist, dass der Portfolioanteil der Assetklasse derzeit bei lediglich rund 16 % liegt. Demgegen\u00fcber wurden alleine mit Einzeltransaktionen rund 2,3 Mrd. \u20ac umgesetzt. Dies ist auch im langj\u00e4hrigen Vergleich ein sehr starkes Resultat (+19 %) und verdeutlicht, dass Logistikimmobilien bei einer breiten Investorenbasis weit oben auf dem Einkaufszettel stehen. Untermauert wird dies zus\u00e4tzlich dadurch, dass die Anzahl von mehr als 120 registrierten Verk\u00e4ufen dem vierth\u00f6chsten je registrierten Halbjahreswert entspricht.<\/p>\n<p class=\"x_MsoNormal\">B\u00fcroinvestments haben derweil im Vergleich zum Jahresbeginn etwas an Marktanteilen verloren, tragen absolut gesehen mit 2,7 Mrd. \u20ac nichtsdestotrotz rund 21 % mehr zum Ergebnis bei als noch im Vorjahr. Ma\u00dfgeblich zur\u00fcckzuf\u00fchren ist der deutliche Zuwachs auf den Verkauf des Upper West in Berlin mit deutlich mehr als 400 Mio. \u20ac im ersten Quartal. In den vergangenen drei Monaten konnten vor allem kleine bis mittelgro\u00dfe Transaktionen bis maximal 75 Mio. \u20ac registriert werden, sodass das zweite Quartal nicht nahtlos an den soliden Jahresauftakt ankn\u00fcpfen konnte. Ein positives Signal senden derweil die Nutzerm\u00e4rkte. Dass der B\u00fcrofl\u00e4chenumsatz im ersten Halbjahr ein Plus von rund 9 % verzeichnet, k\u00f6nnte zu einer St\u00e4rkung des Vertrauens der Investoren in die Assetklassen beitragen.<\/p>\n<p class=\"x_MsoNormal\">Den vierten Platz belegen Healthcare-Objekte mit einem Volumen von 940 Mio. \u20ac, was einer Steigerung von knapp 66 % entspricht. Fast 70 % des Volumens sind dabei auf Pflegeimmobilien zur\u00fcckzuf\u00fchren, die damit eine deutliche Markterholung verzeichnen und sich langsam wieder ihrem langj\u00e4hrigen Schnitt ann\u00e4hern. Ebenfalls deutliche Zuw\u00e4chse verzeichnen auch Hotelinvestments, die rund 830 Mio. \u20ac zum Ergebnis beitragen (+52 %). Die Assetklasse verzeichnet in den vergangenen Monaten ein sukzessive ansteigendes Investoreninteresse. Gr\u00f6\u00dfte Transaktion des zweiten Quartals war die Ver\u00e4u\u00dferung des Mandarin Oriental in M\u00fcnchen f\u00fcr rund 150 Mio. \u20ac.<\/p>\n<h3 class=\"x_MsoNormal\"><b>Wenig gro\u00dfvolumige Einzeltransaktionen<\/b><\/h3>\n<p class=\"x_MsoNormal\">Bis zum Ende des ersten Halbjahrs entfielen rund 8,6 Mrd. \u20ac des Volumens auf Einzeltransaktionen. Gegen\u00fcber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum entspricht dies einem R\u00fcckgang von knapp 9 %, worin sich vor allem widerspiegelt, dass aktuell nur sehr wenige Deals im dreistelligen Millionenbereich verzeichnet werden. Die Anzahl der registrierten Einzeltransaktionen insgesamt ist demgegen\u00fcber um 5 % angestiegen. Der Portfolioanteil am Gesamtergebnis liegt derweil bei rund 24 % bzw. 2,7 Mrd. \u20ac und ist damit nahezu identisch mit dem Vorjahreswert. Mit Abstand am meisten investiert wurde in Einzelhandelspakete mit 1,6 Mrd. \u20ac, was ma\u00dfgeblich auf die Porta-\u00dcbernahme zur\u00fcckzuf\u00fchren ist. Aber auch ohne diesen Sondereffekt l\u00e4ge die Assetklasse noch an erster Stelle, da im ersten Halbjahr eine ganze Reihe von lebensmittelgeankerten Portfolios ver\u00e4u\u00dfert wurden.<\/p>\n<p class=\"x_MsoNormal\">Der Anteil ausl\u00e4ndischer Anleger am Gesamtumsatz mit gewerblichen Immobilien bewegt sich mit 45 % auf einem im langj\u00e4hrigen Vergleich leicht \u00fcberdurchschnittlichen Niveau, was die ungebrochene Attraktivit\u00e4t des deutschen Marktes unterstreicht. Die h\u00f6chsten Anteile entfallen dabei wie gewohnt auf europ\u00e4ische Investoren mit 28 %, gefolgt von nordamerikanischen K\u00e4ufern, die gut 12 % beitragen.<\/p>\n<h3 class=\"x_MsoNormal\"><b>A-Standorte mit deutlich weniger Bewegung als im Vorjahr<\/b><\/h3>\n<p class=\"x_MsoNormal\">\u201eDas Investitionsvolumen in den deutschen A-Standorten Berlin, D\u00fcsseldorf, Frankfurt, Hamburg, K\u00f6ln, M\u00fcnchen und Stuttgart bel\u00e4uft sich im ersten Halbjahr auf 4,3 Mrd. \u20ac und unterschreitet damit das Vorjahresresultat um rund ein Drittel. Zwar ist grunds\u00e4tzlich eine sp\u00fcrbare Belebung am Markt zu verzeichnen, jedoch befindet sich eine Reihe von Transaktionen noch in der Finalisierungsphase und hat entsprechend noch nicht Eingang in das Volumen gefunden. Hinzu kommt, dass weiterhin vergleichsweise wenig Gro\u00dfabschl\u00fcsse verzeichnet werden. Lediglich vier Verk\u00e4ufe oberhalb der 100-Mio.-\u20ac-Marke wurden bislang get\u00e4tigt, was ein Novum darstellt. Entsprechend heterogen ist auch das Bild in den verschiedenen St\u00e4dten. Insbesondere M\u00e4rkte, die \u00fcblicherweise von Gro\u00dftransaktionen vor allem aus dem B\u00fcrosegment gepr\u00e4gt sind, verzeichnen aktuell niedrige Resultate\u201c, erl\u00e4utert Nico Keller. Mit deutlichem Abstand auf Platz 1 liegt erneut Berlin mit einem Investitionsvolumen von gut 1,3 Mrd. \u20ac. Dies entspricht zwar einem R\u00fcckgang gegen\u00fcber dem Vorjahreswert um rund 35 %, jedoch wurde der 2024er Wert durch die Ver\u00e4u\u00dferung des KaDeWe f\u00fcr rund 1 Mrd. \u20ac deutlich nach oben getrieben. Mit gut 918 Mio. \u20ac folgt M\u00fcnchen auf dem zweiten Rang. Auch in der bayerischen Landeshauptstadt steht damit ein deutlicher R\u00fcckgang (-38 %) zu Buche, der jedoch ebenfalls ma\u00dfgeblich auf den Sondereinfluss von wenigen Gro\u00dftransaktionen im Vorjahr (z. B. 5 H\u00f6fe) zur\u00fcckzuf\u00fchren ist. Demgegen\u00fcber konnte in Hamburg ein Plus von 30 % auf rund 813 Mio. \u20ac verzeichnet werden. Neben dem Ankauf eines gr\u00f6\u00dferen Pflegeheim-Portfolios durch die Stadt Hamburg tr\u00e4gt eine Reihe von mittelgro\u00dfen Transaktionen zum soliden Ergebnis bei. Auf den weiteren Pl\u00e4tzen folgen D\u00fcsseldorf mit 560 Mio. \u20ac (-15 %), K\u00f6ln mit 313 Mio. \u20ac (-52 %), Frankfurt mit 237 \u20ac Mio. (-72 %) und Stuttgart mit 183 Mio. \u20ac (+2 %).<\/p>\n<h3 class=\"x_MsoNormal\"><b>Renditen im ersten Halbjahr weiter stabil<\/b><\/h3>\n<p class=\"x_MsoNormal\">Die Seitw\u00e4rtsbewegung der Spitzenrenditen hat sich auch im zweiten Quartal fortgesetzt. In keiner Assetklasse war bislang eine nennenswerte \u00c4nderung gegen\u00fcber Jahresbeginn zu beobachten. War noch zu Jahresende 2024 der allgemeine Markttenor, dass eine erste sp\u00fcrbare Renditekompression im Jahresverlauf einsetzen d\u00fcrfte, spricht aktuell vieles daf\u00fcr, dass sich dieser Prozess noch etwas verz\u00f6gern wird. Verantwortlich hierf\u00fcr ist nicht zuletzt das Finanzierungsumfeld. So liegen die Kapitalkosten derzeit deutlich \u00fcber den Annahmen des Vorjahresendes. Sorgen vor einer h\u00f6heren Staatsverschuldung und die aktuellen geopolitischen Unw\u00e4gbarkeiten sorgen daf\u00fcr, dass sich die langfristigen Kapitalmarktzinsen kaum entspannen. Folglich liegen die Netto-Spitzenrenditen f\u00fcr B\u00fcroobjekte im Schnitt der A-Standorte unver\u00e4ndert bei 4,36 %. Teuerster Standort ist nach wie vor M\u00fcnchen mit 4,20 %, gefolgt von Berlin und Hamburg mit jeweils 4,25 %. W\u00e4hrend in K\u00f6ln und Stuttgart 4,40 % angesetzt werden, notieren Frankfurt und D\u00fcsseldorf bei 4,50 %. F\u00fcr Logistikobjekte bewegt sich die Spitzenrendite bei 4,25 %, und f\u00fcr innerst\u00e4dtische Gesch\u00e4ftsh\u00e4user liegt sie im Durchschnitt der A-Standorte bei 3,76 %. Bei Fachmarktzentren haben 4,65 % Bestand, und auch bei Discountern\/Superm\u00e4rkten (4,90 %), sowie Shoppingcentern (5,60 %) sind keine Ver\u00e4nderungen zu beobachten. Die Spitzenrendite f\u00fcr Neubauobjekte im Wohnungsmarkt bewegt sich im Schnitt der A-Standorte bei 3,58 %.<\/p>\n<h3 class=\"x_MsoNormal\"><b>Perspektiven<\/b><\/h3>\n<p class=\"x_MsoNormal\">Die Perspektiven der Investmentm\u00e4rkte werden von einer Vielzahl unterschiedlicher Einflussfaktoren bestimmt, die teilweise gegens\u00e4tzliche Entwicklungen ausl\u00f6sen oder beeinflussen k\u00f6nnen. Grunds\u00e4tzlich ist dabei zwischen nationalen und globalen Faktoren zu differenzieren. Im nationalen Kontext deutet alles darauf hin, dass sich die Gesamtwirtschaft in den n\u00e4chsten zwei Jahren besser entwickeln wird als bis vor Kurzem erwartet. Hierf\u00fcr sprechen die positiven Ausgabeneffekte, die im Zusammenhang mit den verabschiedeten Sonderverm\u00f6gen zu erwarten sind und die zus\u00e4tzliche Sekund\u00e4reffekte, vor allem auf den Nutzerm\u00e4rkten, nach sich ziehen d\u00fcrften. Unterst\u00fctzt wird die Aufw\u00e4rtstendenz durch eine sp\u00fcrbare Stimmungsaufhellung auf Unternehmensseite, die sich bereits heute in wichtigen Indikatoren zeigt. Bezogen auf den Wohnungsmarkt ist dar\u00fcber hinaus zu ber\u00fccksichtigen, dass der hohe Nachfrage\u00fcberhang auf den Mietm\u00e4rkten zumindest mittelfristig anhalten wird, wodurch Wohnungsinvestments hochattraktiv bleiben. Ber\u00fccksichtigt man weiterhin, dass im zweiten Halbjahr ein erheblich gr\u00f6\u00dferes Angebot an Investmentobjekten, die im ersten Halbjahr vorbereitet wurden, verf\u00fcgbar sein wird, sprechen die genannten Aspekte daf\u00fcr, dass die Transaktionsvolumina im zweiten Halbjahr 2025 deutlich zulegen sollten.<\/p>\n<p class=\"x_MsoNormal\">Andererseits sind aber globale Entwicklungen zu beachten, die m\u00f6gliche positive Effekte \u00fcberlagern oder sogar konterkarieren k\u00f6nnten. Zu nennen sind hier nat\u00fcrlich die angek\u00fcndigten Z\u00f6lle der USA und die hieraus resultierenden Gegenma\u00dfnahmen. Im Worst Case k\u00f6nnte sich im Gefolge ein echter Handelskrieg entwickeln, der katastrophale Folgen f\u00fcr die Weltwirtschaft h\u00e4tte. Dies gilt insbesondere im Zusammenhang mit der aktuell sehr kurzen Halbwertzeit politischer Entscheidungen und Aussagen, die zu einer latenten Unsicherheit auf den M\u00e4rkten f\u00fchrt. Und auch wenn sich Anleger zunehmend an eine neue Realit\u00e4t gew\u00f6hnen, tr\u00e4gt ein derartiges Umfeld in der Regel nicht zu prosperierenden Investmentm\u00e4rkten bei. Prinzipiell haben die skizzierten Aspekte das Potenzial, die globale Wirtschaft und damit auch die Immobilienm\u00e4rkte negativ zu beeinflussen, was zu sinkenden Investmentvolumina f\u00fchren k\u00f6nnte.<\/p>\n<p class=\"x_MsoNormal\">Fasst man die skizzierte Gemengelage zusammen, dann wird offensichtlich, dass die weitere Entwicklung der Investmentm\u00e4rkte nur schwer valide vorherzusagen ist. Es gibt eine ganze Reihe von Gr\u00fcnden, die f\u00fcr einen anhaltend positiven Trend mit steigenden Transaktionsvolumina sprechen, aber es besteht auch eine reale Chance, dass gerade globale Trends die Wirtschaft und damit auch die Investitionsaktivit\u00e4ten behindern k\u00f6nnten. Grunds\u00e4tzlich positiv zu werten ist, dass Immobilien gerade in schwierigen Zeiten von vielen Anlegern als vergleichsweise krisenfeste Assetklasse angesehen werden, sodass eine gewisse Kapitalumschichtung aus anderen Assetklassen durchaus m\u00f6glich w\u00e4re. Dies w\u00fcrde sich positiv auf die M\u00e4rkte und die Investmentums\u00e4tze auswirken. Und auch ein weiterer Aspekt k\u00f6nnte die M\u00e4rkte st\u00e4rken: Aktuell l\u00e4sst sich beobachten, dass in gewissem Umfang Kapital aus den USA abgezogen und in anderen L\u00e4ndern investiert wird. Hiervon profitiert unter anderem auch Europa und in besonderem Ma\u00dfe Deutschland, da die Wachstumsperspektiven sich aufgrund gr\u00f6\u00dferer finanzieller Spielr\u00e4ume in den n\u00e4chsten Jahren verbessert haben.<\/p>\n<p class=\"x_MsoNormal\">\u201eDie unterschiedlichen Einflussebenen zeigen, dass Vorhersagen ausgesprochen schwierig sind und eigentlich nur im Rahmen von Szenarien erfolgen k\u00f6nnen. Das aus unserer Sicht wahrscheinlichste Szenario ist, dass sich positive Effekte aus nationalen Entwicklungen, wie die sukzessive Umsetzung der Sonderverm\u00f6gen und ein anziehendes BIP, relativ umfangreich entfalten k\u00f6nnen und nur bedingt durch \u00fcbergeordnete Negativtrends \u00fcberlagert werden. Voraussetzung ist, dass halbwegs rationale L\u00f6sungen bez\u00fcglich der Zollproblematik gefunden werden, und aktuelle globale Krisenherde nicht weiter eskalieren. Basierend auf diesen Eckwerten gehen wir davon aus, dass ein Ergebnis von \u00fcber 35 Mrd. \u20ac f\u00fcr Investments in Gewerbe- und Wohnobjekte durchaus m\u00f6glich ist. F\u00fcr die Renditeentwicklung stellt eine stabile Entwicklung im weiteren Jahresverlauf das aus heutiger Sicht wahrscheinlichste Szenario dar\u201c, fasst Marcus Zorn zusammen.<\/p>\n\t\t\t\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\n\t\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t<\/div>\n\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t<\/section>\n\n\n\n\t<section class=\"snk-section snk-section_noPadding\">\n\t\t<div class=\"container container-xs\">\n\t\t\t<div class=\"snk-media snk-media_image\">\n\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<img decoding=\"async\" data-src=\"https:\/\/assetphysics.com\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Gewerbliche-Investments-H1-25.png\" alt=\"\" title=\"Gewerbliche Investments H1 25\" src=\"data:image\/svg+xml;base64,PHN2ZyB3aWR0aD0iMSIgaGVpZ2h0PSIxIiB4bWxucz0iaHR0cDovL3d3dy53My5vcmcvMjAwMC9zdmciPjwvc3ZnPg==\" class=\"lazyload\" style=\"--smush-placeholder-width: 1338px; --smush-placeholder-aspect-ratio: 1338\/534;\" \/>\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\n\t\t\t<\/section>\n\t\n\n\n\t<section class=\"snk-section snk-section_noPadding\">\n\t\t<div class=\"container container-xs\">\n\t\t\t<div class=\"snk-media snk-media_image\">\n\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<img decoding=\"async\" data-src=\"https:\/\/assetphysics.com\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Gewerbliche-Investments-H1-25_2.png\" alt=\"\" title=\"Gewerbliche Investments H1 25_2\" src=\"data:image\/svg+xml;base64,PHN2ZyB3aWR0aD0iMSIgaGVpZ2h0PSIxIiB4bWxucz0iaHR0cDovL3d3dy53My5vcmcvMjAwMC9zdmciPjwvc3ZnPg==\" class=\"lazyload\" style=\"--smush-placeholder-width: 1528px; --smush-placeholder-aspect-ratio: 1528\/494;\" \/>\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\n\t\t\t<\/section>\n\t\n\n\n\t<section class=\"snk-section snk-section_noPadding\">\n\t\t<div class=\"container container-xs\">\n\t\t\t<div class=\"snk-media snk-media_image\">\n\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<img decoding=\"async\" data-src=\"https:\/\/assetphysics.com\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Gewerbliche-Investments-H1-25_3.png\" alt=\"\" title=\"Gewerbliche Investments H1 25_3\" src=\"data:image\/svg+xml;base64,PHN2ZyB3aWR0aD0iMSIgaGVpZ2h0PSIxIiB4bWxucz0iaHR0cDovL3d3dy53My5vcmcvMjAwMC9zdmciPjwvc3ZnPg==\" class=\"lazyload\" style=\"--smush-placeholder-width: 1204px; --smush-placeholder-aspect-ratio: 1204\/720;\" \/>\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\n\t\t\t<\/section>\n\t\n\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die zu Beginn des Jahres zu beobachtende Erholungstendenz der deutschen Investmentm\u00e4rkte hat im zweiten Quartal eine kleine Verschnaufpause eingelegt. 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