Der europäische E-Commerce-Markt befindet sich nach den außergewöhnlichen Ausschlägen während der Corona-Pandemie wieder auf einem nachhaltigen Wachstumspfad. Die inflationsbereinigten Online-Ausgaben liegen inzwischen nur noch rund ein Prozent unter ihrem Höchststand aus dem Jahr 2021. Trotz einer insgesamt moderateren Entwicklung der E-Commerce-Durchdringung in den meisten europäischen Märkten erwartet CBRE weiterhin steigende Online-Umsätze. Besonders in den Bereichen Elektronik, Gesundheit und Schönheitspflege sowie im Online-Lebensmittelhandel bestehen zusätzliche Wachstumspotenziale. Demnach bleibt der Online-Handel einer der wichtigsten Treiber für die Nachfrage nach Logistikflächen in Europa. Gleichzeitig verändert die zunehmende Verzahnung von Online- und Offline-Handel die Anforderungen an Einzelhandelsimmobilien nachhaltig. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Analyse des globalen Immobiliendienstleisters CBRE, die hier zu finden ist.
„Die Zeit des explosionsartigen Wachstums im E-Commerce ist zwar vorbei, der strukturelle Trend bleibt jedoch intakt“, sagt Frank Emmerich, Head of Retail Germany bei CBRE. „Für Einzelhandelsimmobilien bedeutet dies vor allem eine stärkere Polarisierung des Marktes. Händler konzentrieren ihre Filialnetze zunehmend auf leistungsstarke Standorte und investieren verstärkt in attraktive Flagship-Stores. Davon profitieren insbesondere erstklassige Einzelhandelslagen, während sich die Unterschiede zu sekundären Standorten weiter vergrößern dürften.“
Stationäre Filialen werden Teil der Fulfillment-Infrastruktur
Mit der zunehmenden Verknüpfung aller Vertriebskanäle übernehmen stationäre Geschäfte immer häufiger zusätzliche Funktionen innerhalb der Lieferkette. Händler nutzen Filialen verstärkt für Click-and-Collect-Angebote, Retourenabwicklung sowie die Bearbeitung von Online-Bestellungen. Entsprechend steigt der Bedarf an Lager- und Back-of-House-Flächen innerhalb bestehender Verkaufsflächen.




