Auch die Spitzen-Auslastung steigt weiter und liegt inzwischen im Durchschnitt bei 80 Prozent. Dies deutet darauf hin, dass Unternehmen es zunehmend schaffen, Mitarbeitende gezielt für kollaborative Formate und Teamarbeit ins Büro zu bringen. Ein weiterer Indikator für den Strukturwandel: Die globale Occupancy Rate liegt bei 111 Prozent – das bedeutet, dass mehr Mitarbeitende einem Standort zugeordnet sind als physische Arbeitsplätze vorhanden sind. Hybrid Work ermöglicht diese Entwicklung durch Rotationsmodelle und flexible Anwesenheitsplanung. „Unternehmen müssen die Büroauslastung und -zuteilung gut planen. Denn an Spitzentagen kann es zu Überlastungen kommen – und damit zu sinkendem Komfort oder eingeschränkter Produktivität“, sagt Dr. Jan Linsin, Head of Research bei CBRE in Deutschland. Vor diesem Hintergrund verändert sich das Flächenmanagement vieler Unternehmen: Desk Sharing ist mittlerweile Standard. Rund 69 Prozent der befragten Unternehmen geben an, dass mehr als 40 Prozent ihrer Belegschaft Arbeitsplätze teilen. Die Mehrheit setzt dabei auf ein moderates Verhältnis zwischen 1,01 und 1,49 Personen pro Arbeitsplatz. Auch die Arbeitsrichtlinien werden klarer: 96 Prozent der Organisationen haben inzwischen eine definierte Office-Policy, wobei „mindestens drei Tage pro Woche im Büro“ mit 66 Prozent der häufigste Standard ist. Auffällig bleibt jedoch ein Spannungsfeld: 70 Prozent der Unternehmen geben an, dass Mitarbeitende seltener im Büro sind, als von Führungskräften erwartet oder vorgegeben.