BNP Paribas Real Estate veröffentlicht Daten zum Logistikmarkt für das Jahr 2025
Der bundesweite Lager- und Logistikflächenmarkt hat sich 2025 nach einem relativ verhaltenen Jahresauftakt von Quartal zu Quartal gesteigert und erzielte im Gesamtjahr einen Flächenumsatz von knapp 6,1 Mio. m². Dies entspricht einer deutlichen Zunahme um fast 14 % gegenüber dem Vorjahr. Damit behauptet sich der Logistikmarkt in einem schwachen konjunkturellen Umfeld und zeigt im Jahresverlauf eine positive Entwicklung. Nichtsdestotrotz beträgt die Abweichung vom zehnjährigen Durchschnitt 13 %. Dies ergibt die Analyse von BNP Paribas Real Estate.
„Insgesamt wurden mehr Vertragsabschlüsse registriert als im Vorjahr und vor allem auch wieder eine höhere Anzahl großflächiger Verträge, die sich naturgemäß stark auf das Gesamtergebnis auswirken. Dabei legte die Größenkategorie ab 20.000 m² um beeindruckende 30 % gegenüber dem Vorjahr zu. In diesem Flächensegment stechen insbesondere Logistikdienstleister hervor, für die fast die Hälfte des Umsatzes bei den großen Verträgen verantwortlich zeichnen und damit über dem zehnjährigen Durchschnitt liegen. Hier spiegelt sich wider, dass viele Branchen die Flexibilität der Logistikdienstleister gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten schätzen. Bemerkenswert ist in diesem Zusammenhang auch, dass Unternehmen aus dem E-Commerce-Bereich wieder wesentlich stärker am Markt aktiv sind, ihr Geschäft dabei aber auch häufig von Logistikdienstleistern abwickeln lassen“, erläutert Christopher Raabe, Geschäftsführer und Head of Logistics & Industrial der BNP Paribas Real Estate GmbH.
Die Top-Logistikmärkte (Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Köln, Leipzig und München) profitieren etwas umfangreicher von der höheren Marktdynamik als der Gesamtmarkt. Sie legen um gut 15 % gegenüber dem Vorjahr zu und schließen das Jahr mit einem Flächenumsatz von zusammen gut 2,2 Mio. m² ab, womit der 10-Jahresschnitt allerdings um 12 % verfehlt wird. Im Vergleich mit dem Jahr 2024 steigern sich fast alle Märkte zum Teil erheblich, lediglich Köln bleibt unter seinem überdurchschnittlich starken Vorjahresergebnis. Frankfurt erzielt mit 464.000 m² (+14 % ggü. 2024) das höchste Ergebnis und liegt vor Berlin, das mit 425.000 m² ebenfalls die 400.000-m²-Marke überschreitet. Düsseldorf schiebt sich mit einem beeindruckenden Umsatz von 335.000 m² (+5 %) auf den dritten Rang vor und verweist Hamburg (310.000 m²; +19 %) sowie Leipzig (270.000 m²; +22 %) auf die Plätze. München legt mit 266.000 m² um 26 % zu, während Köln aufgrund des begrenzten Flächenangebots ein Minus von 33 % auf 173.000 m² zu verbuchen hat. Neben diesen Standorten erzielt auch das polyzentrische Ruhrgebiet mit 637.000 m² ein hervorragendes Ergebnis, das einem Plus von 78 % gegenüber dem Vorjahr und 10 % gegenüber dem Schnitt entspricht.


