Nach einem sehr positiven Jahresergebnis 2025 ist der Frankfurter Büroflächenmarkt inklusive Eschborn und Offenbach-Kaiserlei im ersten Quartal 2026 von zurückhaltenden Marktaktivitäten gekennzeichnet gewesen. So liegt laut NAI apollo, Mitglied von NAI Partners Germany, der Flächenumsatz durch Vermietungen und Eigennutzer in den ersten drei Monaten 2026 bei 64.200 Quadratmetern. Damit stellt es den schwächsten Jahresstart seit 2013 dar. Der Schnitt der letzten zehn Jahresanfangsquartale ist um mehr als 40 Prozent unterschritten worden (Q1 2016 – Q1 2025: 109.500 Quadratmeter). Der Rückgang zum Vorjahr beträgt sogar mehr als 68 Prozent. „Hierbei muss aber berücksichtigt werden, dass am Jahresbeginn 2025 eine besondere Marktsituation vorlag. Die beiden Projektanmietungen der Commerzbank sowie der ING Deutschland mit zusammen über 100.000 Quadratmeter prägten das Geschehen und führten zu einem Umsatzergebnis auf Rekordniveau“, so Dr. Konrad Kanzler, Head of Research bei NAI apollo. Den größten Abschluss des ersten Quartals 2026 bildet nun der Kauf des Fifty Avon mit über 20.000 Quadratmeter Bürofläche durch die DZ Bank. Das Finanzinstitut plant mit diesem Ankauf, der von NAI apollo begleitet wurde, ihren Campus an der Mainzer Landstraße weiter zu vergrößern - bereits heute der größte zusammenhängende Standort einer Bank in Frankfurt, erläutert Martin Angersbach, Director Business Development Office Germany bei NAI apollo.
Sicherlich wirft die erneute Verschärfung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen u.a. mit dem Nah-Ost-Konflikt und den immer wieder aufkeimenden Zollstreitigkeiten mit den USA mit entsprechenden Folgen auf Inflation, Zins- und Wirtschaftsentwicklung ihren Schatten auf den Frankfurter Büromarkt. Der Hauptgrund für den jetzigen Umsatzrückgang liegt aber in einem anderen Punkt. Die Nutzernachfrage nach Büroflächen ist weiterhin vorhanden. Diese fokussiert sich allerdings auf Objekte im Spitzensegment in den zentralen Lagen der Stadt, wo es am entsprechenden Angebot immer mehr fehlt. „Die einschlägigen Neubauobjekte, die in den nächsten Jahren im Central Business District auf dem Markt kommen, sind bereits nahezu voll vermietet oder potenzielle Mieter befinden sich in finalen Vertragsverhandlungen. Es bleiben kleinere Restflächen und einzelne Untermietflächen, die aber nicht ausreichen, um selbst Flächengesuche im mittleren Größensegment bedienen zu können“, so Michael Preuße, Head of Office and Retail Letting bei NAI apollo.






