- Transaktionsvolumen mit 2,0 Mrd. Euro um 11,5 Prozent unter dem Vorjahresergebnis
- Anziehender Portfoliohandel insbesondere im niedrig- und hochpreisigen Segment
- Core‑ und Core‑Plus‑Produkte bilden die stärksten Nachfragesegmente
- Große Forward‑Deals in den Top‑7 treiben den Marktanteil der Projektentwicklungen über die 50‑Prozent‑Marke
- Öffentliche Hand dominiert das Käuferfeld, Projektentwickler & Bauträger stärkste Verkäufergruppe
- Deutsche Investoren mit Abstand aktivste Käufer, internationale Anleger mit Einbußen
- Ausblick 2026: Das Transaktionsvolumen dürfte unter dem langjährigen Durchschnitt und damit auf dem niedrigen Niveau der vergangenen drei Jahre (unter 10 Mrd. Euro) bleiben. Anhaltende geopolitische Risiken und schwache Konjunktursignale bremsen die Dynamik. Zugleich sorgen zunehmendes Interesse an großvolumigen Core-Portfoliodeals, stabile Fundamentaldaten im Wohnsegment sowie eine wachsende Verkaufsbereitschaft unsanierter Value-Add-Immobilien und Distressed Assets für punktuelle Impulse.
Zum Jahresbeginn 2026 haben die Marktaktivitäten auf dem deutschen Transaktionsmarkt für Wohnportfolios (ab 30 Wohneinheiten) wieder nachgelassen. Wie die aktuelle Analyse von NAI apollo, Mitglied von NAI Partners Germany zeigt, sind in den vergangenen drei Monaten Wohnportfoliotransaktionen im Wert von 2,0 Mrd. Euro gehandelt worden – ein Ergebnis, das sich auf dem Niveau des zweiten und dritten Quartals 2025 bewegt. Im Vergleich zum Vorjahresquartal (Q1 2025: 2,3 Mrd. Euro) sowie zu dem Schlussquartal 2025 (Q4 2025: 2,4 Mrd. Euro) ist allerdings ein deutlicherer Rückgang festzustellen. Im jetzigen Quartalsverlauf wurden dabei rund 12.500 Wohneinheiten gehandelt. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht dies einer Abnahme von 28,2 Prozent. Ausschlaggebend dafür ist das Ausbleiben großvolumiger Transaktionen über 500 Mio. Euro, wie sie im Vorjahr stattgefunden haben. Hingegen hat sich die Zahl der registrierten Transaktionen gegenüber dem Jahresbeginn 2025 erhöht.
„Wohnimmobilien beweisen in dem aktuell konjunkturell angespannten und geopolitisch unsicheren Umfeld weiterhin eine bemerkenswerte Resilienz – wenngleich auch der Wohnportfoliotransaktionsmarkt unter Druck steht“, erläutert Dr. Konrad Kanzler, Head of Research bei NAI apollo.
„Der Markt wird dabei überwiegend von inländischen Käufern geprägt. Sie verantworten 84,3 Prozent des Umsatzes beziehungsweise 1,7 Mrd. Euro. Ausländische Investoren haben im Vorjahresvergleich Marktanteile von fast 40 Prozentpunkten verloren, da sie im Gegensatz zum Vorjahr vor allem kleinere bis mittelgroße Transaktionen getätigt haben“, ergänzt Dr. Marcel Crommen, Geschäftsführer von NAI apollo.
„Insgesamt rücken risikoarme Assets in A‑ und B‑Städten sowie in Universitätsstädten in den Fokus institutioneller Anleger. Parallel gewinnt die öffentliche Hand weiter an Marktbedeutung, insbesondere mit einem Schwerpunkt auf Projektentwicklungen“, so Stefan Mergen, geschäftsführender Gesellschafter der apollo valuation & research GmbH.




