Der Hamburger Büromarkt blickt nach den ersten sechs Monaten auf eine im Vergleich zum Vorjahr etwas verhaltenere Halbjahresbilanz zurück. Der Flächenumsatz von 177.000 m² liegt rund 18 % unter dem Vorjahreswert und 24 % unter dem langjährigen Durchschnitt (Ø 10 Jahre: 233.000 m²). Auch gegenüber dem ersten Quartal (91.000 m²) fällt der Umsatz im zweiten Quartal mit 86.000 m² leicht geringer aus. Dies ergibt die Analyse von BNP Paribas Real Estate.
„Trotz hoher Resilienz ist auch der Hamburger Markt weiterhin von einem insgesamt gedämpften Umfeld geprägt. Vor dem Hintergrund gesamtwirtschaftlicher Unsicherheiten, einer zurückhaltenden öffentlichen Hand sowie bislang ausbleibender Großabschlüsse bleibt die Nachfrage verhalten, während moderne Flächen in attraktiven Lagen mit guter ÖPNV-Anbindung im Zuge des „War for Talents“ weiterhin überdurchschnittlich gefragt sind“, so Heiko Fischer, Geschäftsführer und Hamburger Niederlassungsleiter der BNP Paribas Real Estate GmbH.
Gleichzeitig zeigt sich auf der Angebotsseite eine gewisse Zurückhaltung: Projektentwicklungen werden derzeit vielfach erst bei höheren Vorvermietungsquoten angestoßen und entsprechend zeitlich nach hinten verschoben.
Im Spitzensegment zeigt sich hingegen eine positive Dynamik: Ein erster hochpreisiger Abschluss im Neubau (über 41 €/m²) setzt ein Signal für das Mietniveau kommender Projekte. In diesem Kontext ist auch die um 8 % gestiegene Spitzenmiete zu sehen, die aktuell bei 39,00 €/m² für absolute Top-Flächen und -Lagen liegt.



