Der Frankfurter Bürovermietungsmarkt (inklusive Eschborn und Offenbach/Kaiserlei) blieb im ersten Halbjahr 2026 von einer zurückhaltenden Vermietungsdynamik geprägt. Mit einem Flächenumsatz von 148.800 Quadratmetern blieb das Ergebnis unter dem langjährigen Durchschnitt. Die Nachfrage konzentriert sich weiterhin auf hochwertige Büroflächen in zentralen Lagen und modernen Gebäuden. Am Frankfurter Immobilieninvestmentmarkt zeigt sich derweil eine zunehmende Stabilisierung. Das Transaktionsvolumen belief sich im ersten Halbjahr auf 251 Millionen Euro, wobei Büroimmobilien erneut den größten Anteil ausmachten. Dies ist das Ergebnis einer aktuellen Analyse des globalen Immobiliendienstleisters CBRE.
Bürovermietungsmarkt
„Wir beobachten weiterhin eine solide Nachfrage – allerdings dauern Flächenentscheidungen heute länger und werden deutlich sorgfältiger vorbereitet. Moderne, ESG-konforme Büroflächen in guten Lagen bleiben dabei klar im Fokus der Nutzer“, sagt Alexander Riegel, Head of Office Leasing Frankfurt bei CBRE.
Nach dem außergewöhnlich starken Vermietungsjahr 2025 entwickelte sich der Frankfurter Büromarkt im ersten Halbjahr erwartungsgemäß ruhiger. Das Marktgeschehen wurde überwiegend von kleineren und mittleren Flächenabschlüssen getragen, während großvolumige Anmietungen selektiver ausfielen. Unternehmen richten ihre Flächenstrategien zunehmend an Effizienz, Qualität und Nachhaltigkeit aus. Zugleich gewinnt der Einsatz von KI als zusätzlicher Einflussfaktor an Bedeutung, da er Arbeitsprozesse, Arbeitsplatzkonzepte und Ressourcenplanungen weltweit verändert und damit auch Büroflächenentscheidungen stärker prägt.
Zu den prägenden Transaktionen des ersten Halbjahres zählen der Eigennutzererwerb des Fifty Avon durch die DZ BANK sowie die Anmietungen von Fraport im THE SQUAIRE und Willkie Farr & Gallagher in der Projektentwicklung Opernplatz 2. Besonders aktiv zeigten sich daher Unternehmen aus dem Beratungs-, Banken- und Transportsektor.



