Der Frankfurter Büroflächenmarkt inklusive Eschborn und Offenbach-Kaiserlei hat das dritte Quartal 2026 mit einem Flächenumsatz aus Vermietungen und Eigennutzungen von 122.800 Quadratmetern abgeschlossen. Damit ist es das bislang stärkste Dreimonatsresultat im Jahresverlauf. Laut NAI apollo, Mitglied von NAI Partners Germany, summiert sich der Flächenumsatz der ersten neun Monate 2026 auf 273.200 Quadratmeter. Aufgrund des starken ersten Halbjahres 2025 wird der Vorjahreswert (Q1–Q3 2025: 455.600 Quadratmeter) um 40,0 Prozent unterschritten. Auch der Fünf- und der Zehnjahresdurchschnitt werden mit 11,4 Prozent beziehungsweise 18,1 Prozent unterschritten. Das Quartalsergebnis liegt hingegen über dem zehnjährigen Q3-Durchschnitt (117.200 Quadratmeter) und markiert das umsatzstärkste dritte Quartal seit 2018. „Der Abstand zum Vorjahr ist vollständig im ersten Halbjahr entstanden, das 2025 von außergewöhnlich großen Einzelabschlüssen geprägt war. Das dritte Quartal 2026 kommt allein auf gut 80 Prozent des Halbjahresumsatzes. Die Vermietungsaktivität hat sich damit im Jahresverlauf deutlich beschleunigt. Angesichts der weiterhin geringen Zahl großer Abschlüsse wäre es jedoch verfrüht, daraus bereits eine Trendwende abzuleiten“, so Dr. Konrad Kanzler, Head of Research bei NAI apollo.
Die Nachfrage konzentriert sich weiterhin auf hochwertige Flächen. Das spiegelt sich auch in der Mietentwicklung wider: Im obersten Segment besteht weiteres Steigerungspotenzial, während die Durchschnittsmiete unter dem Vorjahresniveau liegt. Der Leerstand ist im dritten Quartal nur noch leicht gestiegen. „Der Markt ist in Bewegung, aber sehr selektiv. Unternehmen prüfen genauer, welche Fläche sie tatsächlich brauchen und welcher Standort zu ihnen passt. Getragen wird der Umsatz derzeit weniger von einzelnen Großanmietungen als von vielen mittelgroßen Abschlüssen. Das macht das Ergebnis weniger spektakulär, aber breiter abgestützt als im Vorjahr“, sagt Michael Preuße, Head of Office and Retail Letting bei NAI apollo.
Wenige Großabschlüsse, mehr Bewegung im mittelgroßen Segment
Die Zahl der Großabschlüsse mit mehr als 10.000 Quadratmetern hat im dritten Quartal zwar zugenommen, liegt aber dennoch unter dem Niveau von 2025. Seit Jahresbeginn wurden drei Großabschlüsse mit zusammen etwa 57.000 Quadratmetern registriert. Im Vorjahreszeitraum hatten neun Anmietungen in diesem Größencluster noch für einen Flächenumsatz von über 200.000 Quadratmetern gesorgt. Das Volumen in diesem Segment ist damit um mehr als 70 Prozent zurückgegangen. Der Umsatz stützte sich in den ersten drei Quartalen vor allem auf die kleinen und mittelgroßen Größenklassen. So sind im Segment unter 1.000 Quadratmetern sowie zwischen 2.500 und 5.000 Quadratmetern mit 6,3 bzw. 11 Prozent die stärksten Zugewinne im Vergleich zum Vorjahr verzeichnet worden. „Bei großen Gesuchen dauern die Prozesse deutlich länger. Solche Abschlüsse gehen häufig mit der Zusammenlegung mehrerer Standorte einher, und geeignete Flächen stehen nicht kurzfristig zur Verfügung“, so Martin Angersbach, Director Business Development Office Germany bei NAI apollo.




