BNP Paribas Real Estate veröffentlicht Daten zum Logistikmarkt Q4 2025
Der Berliner Logistikmarkt erzielte im Jahr 2025 einen Flächenumsatz von 425.000 m², was einer enormen Steigerung von knapp 55 % gegenüber dem schwachen Vorjahresergebnis entspricht. Nach einem noch etwas moderaten Jahresauftakt belebte sich die Nachfrage im Jahresverlauf spürbar, was sich sowohl in einer höheren Vertragsanzahl als auch in deutlich umfangreicheren Abschlüssen widerspiegelt. Während 2024 im Segment über 20.000 m² kein Vertrag registriert werden konnte, zeichnet diese Kategorie aktuell für 35 % des Umsatzes verantwortlich und ist im Wesentlichen ausschlaggebend für die Steigerung. Dies ergibt die Analyse von BNP Paribas Real Estate.
„Zentrale, innerstädtische Lagen werden besonders stark nachgefragt, wobei hier moderne, großflächige Hallen teilweise nicht im ausreichenden Maße zur Verfügung stehen. Mit mehr als der Hälfte der registrierten Verträge und gut 125.000 m² Flächenumsatz entfallen fast 30 % des Ergebnisses auf das Berliner Stadtgebiet. Dabei besteht insbesondere bei kleineren Flächen bis 5.000 m² eine hohe Dynamik. In der Peripherie steht dagegen insgesamt ein größeres Angebot zur Verfügung“, erläutert Christopher Raabe, Geschäftsführer und Head of Logistics & Industrial von BNP Paribas Real Estate GmbH.
Die Spitzenmiete für Logistikflächen ab 5.000 m² ist leicht auf 8,25 €/m² gestiegen. Für kleinere Light-Industrial-Flächen werden dabei insbesondere im Berliner Stadtgebiet auch deutlich höhere Mietpreise erzielt, wozu allein rund 30 Verträge zählen, die sich auf etwa 50.000 m² Flächenumsatz summieren.
Handelsunternehmen nachfragestärkste Branche
Bei der Branchenverteilung des Flächenumsatzes liegen Handelsunternehmen mit rund 39 % an erster Position. Als wesentlicher Umsatztreiber ist hier der Neubau des eigengenutzten Logistikzentrums von Netto in Kremmen zu nennen, der allein rund 65.000 m² Logistikfläche zum Ergebnis beisteuert. Darüber hinaus verzeichnet diese Branche jedoch auch die mit Abstand höchste Vertragsanzahl und verdoppelt ihren Umsatz gegenüber dem Vorjahr. Produzierende Unternehmen zeigen sich mit einem Drittel des Resultats ebenfalls sehr nachfragestark und erzielen, gestützt von zwei großflächigen Verträgen, in absoluten Zahlen den zweithöchsten Flächenumsatz der vergangenen zehn Jahre. Logistikdienstleister schneiden dagegen eher schwach ab und steuern lediglich 18 % zur Bilanz bei.




