BNP Paribas Real Estate veröffentlicht Daten zum Logistikmarkt für das 1. Halbjahr 2026
Der bundesweite Lager- und Logistikflächenmarkt setzt seinen beeindruckenden Wachstumskurs fort und schließt das 1. Halbjahr mit einem Flächenumsatz von gut 3,3 Mio. m² ab. Dieses Ergebnis liegt rund 23 % über dem Vorjahr und auch leicht über dem zehnjährigen Durchschnitt (+4 %). Das zweite Quartal kann dabei noch einmal um knapp 16 % gegenüber den ersten drei Monaten des Jahres zulegen. Angesichts der wirtschaftlichen und geopolitischen Rahmenbedingungen, die insbesondere durch den Iran-Krieg und den Konflikt um die Straße von Hormus weiter belastet wurden, ist dieses Resultat umso bemerkenswerter. Dies ergibt die Analyse von BNP Paribas Real Estate.
„Insgesamt ist eine rege Marktaktivität mit einer hohen Vertragsanzahl zu verzeichnen, wobei wesentlich mehr Großabschlüsse ab 20.000 m² getätigt wurden als in den Vorjahren. Dieses Segment allein zeichnet für rund die Hälfte des gesamten Umsatzes verantwortlich und liegt damit auf dem zweithöchsten Niveau der vergangenen zehn Jahre. Lediglich im Jahr 2022 wurde noch ein deutlich höheres Volumen in dieser Kategorie umgesetzt. Die mit Abstand größte Nachfragegruppe bleiben Logistikdienstleister, die auf einen Marktanteil von 44 % kommen und zahlreiche großflächige Abschlüsse verbuchen. Der seit einiger Zeit anhaltende Trend, dass Unternehmen aus dem E-Commerce-Bereich verstärkt Logistikdienstleister mit der Abwicklung ihres Geschäfts beauftragen, setzt sich fort. Dies gilt vor allem für Unternehmen aus dem asiatischen Raum und dabei insbesondere aus China, aber auch für andere wieder stärker expandierende Online-Händler wie Amazon“, erläutert Christopher Raabe, Geschäftsführer und Head of Logistics & Industrial der BNP Paribas Real Estate GmbH.
Die Top-Logistikmärkte (Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Köln, Leipzig und München) erreichen bis zur Jahresmitte einen Flächenumsatz von zusammen 1.018.000 m², was nach dem hohen Vorjahresergebnis einem Rückgang um knapp 6 % entspricht. Frankfurt erzielt mit 200.000 m²
(-20 %) das höchste Resultat, gefolgt von den nahezu gleichauf liegenden Märkten Hamburg (190.000 m²; -14 %) und Berlin (189.000 m²; -10 %). Während Düsseldorf mit 161.000 m² nur sehr leicht unter dem Vorjahr bleibt (-3 %), erreicht Köln mit 134.000 m² das höchste Plus (+58 %). Auch München legt um fast 42 % auf 85.000 m² Flächenumsatz zu, in Leipzig war die Nachfrage dagegen bisher noch relativ moderat (59.000 m²; -32 %). Im Gegensatz dazu verzeichnete das polyzentrische Ruhrgebiet eine sehr hohe Marktdynamik und schließt das 1. Halbjahr mit einem Volumen von 280.000 m² ab (+39 %). Außerhalb der großen Logistik-Hubs summiert sich der Flächenumsatz auf 2,3 Mio. m², was einem erheblichen Anstieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht (+42 %) und den zehnjährigen Durchschnitt um 12 % übertrifft.




