von Miriam Uebel und Lushan Sun
In diesem Blogbeitrag untersuchen wir, ob die kurzfristige Volatilität trotz des langfristigen Charakters dieser Vermögenswerte einen attraktiven Einstiegspunkt für Privatmarktanlagen schaffen kann.
Das Interesse der Anleger an den Privatmärkten ist in den letzten Jahren stetig gestiegen. Diese Vermögenswerte werden in der Regel langfristig gehalten (oft in geschlossenen Fonds) und sind meist illiquider als Vermögenswerte auf dem öffentlichen Markt.
Trotz ihres langfristigen Charakters sind die Privatmärkte nach wie vor von kurzfristiger Marktvolatilität betroffen. Seit dem Anstieg der Zinssätze im Jahr 2022 sind beispielsweise die Bewertungen von Immobilien und Risikokapital gesunken. Die Private-Equity-Aktivitäten stagnierten, wodurch die Ausschüttungen an die Anleger erheblich reduziert wurden, was die Fähigkeit zur Neuallokation einschränkte. Die aktuellen Bedingungen haben die Anleger dazu veranlasst, zu prüfen, ob sie weiterhin in private Märkte investieren sollten. Dies hat uns daher dazu veranlasst, die Auswirkungen des Market-Timings auf den privaten Märkten zu überprüfen und uns mit der Frage zu befassen: "Ist jetzt ein guter Zeitpunkt?"
Schwierige Märkte können attraktive Einstiegspunkte schaffen
Wir haben uns die Daten seit der globalen Finanzkrise (GFC) (der letzten großen Krise) angesehen, um zu sehen, wie sich das Timing auf die Performance der Privatmärkte ausgewirkt hat. Anhand von Daten zu geschlossenen Fonds von Preqin stellten wir fest, dass Immobilien- und Private-Equity-Jahrgänge unmittelbar nach der globalen Finanzkrise deutlich besser abschnitten als die vorangegangenen Jahrgänge.
Der Haupttreiber waren die Einstiegspreise – die Bewertungen von Immobilien und Private Equity fielen während der globalen Finanzkrise deutlich. Fonds, die in den schlechten Jahren investiert hatten, wurden anschließend belohnt, als der Markt ab 2010 eine lange Hausse erlebte.







