Ein Marktkommentar von Jürgen Michael Schick
Nach zwei Jahren der Zurückhaltung kehrt am deutschen Wohninvestmentmarkt wieder Zuversicht. Die langfristigen Zinsen haben sich auf einem Niveau von rund 3,5 bis 3,7 Prozent stabilisiert, die Preise haben sich angepasst, Käufer und Verkäufer begegnen sich auf Augenhöhe. Damit entsteht, was lange gefehlt hat: ein Markt mit verlässlichen Fundamentaldaten.
Stabilität statt Stillstand
Die Zahl der Transaktionen zieht seit 2024 spürbar an. Viele Investoren, die in der Hochzinsphase abgewartet haben, kehren in den Markt zurück. Nach den Preisübertreibungen am Ende des Super-Zyklus gibt es jetzt wieder gute Kaufbedingungen. In den sieben größten Städten in Deutschland beträgt der Kaufpreisfaktor heute das 24-Fache des Jahresnettokaltmiete. Das sind neun Jahresmieten weniger als zum Peak 2021/2022. A-Städte haben heute den gleichen Faktor wie C-Städte im Jahr 2021.
Der Leverage-Effekt kehrt zurück
Entscheidend dabei ist: Der klassische Hebeleffekt (Leverage) wirkt wieder bei Wohninvestments. Renditen auf das eingesetzte Eigenkapital bewegen sich zumeist im hohen einstelligen, bei höherer Fremdfinanzierung auch im zweistelligen Bereich.
Ein Beispiel für ein Mehrfamilienhaus in einer B-Stadt für 1.000.000 EUR Kaufpreis und einer Jahresnettokaltmiete von 55.000 Euro (Faktor von 18,2) zeigt es deutlich:





