Real Estate Debt ist ein Wachstumsmarkt in Deutschland. Das bestätigt eine Studie zum Anlageverhalten institutioneller Investoren, die die Hochschule RheinMain in Kooperation mit der CAERUS Debt Investments AG durchgeführt hat. An ihr nahmen 54 Verantwortliche unter anderem von Versorgungswerken, Kreditinstituten, Versicherungen, Pensionskassen und Family Offices teil. Zwar ist Real Estate Debt in den Portfolios der meisten institutionellen Investoren bislang nur schwach vertreten, aber rund ein Drittel der Befragten möchten künftigh ihre Aktivitäten ausbauen. Aktuell liegt die Quote dieser Anlageklasse im Schnitt bei 1,6 Prozent des Gesamtportfolios.
Ein Drittel der Teilnehmenden wollen mehr investieren
Diejenigen, die ihre Aktivitäten in den nächsten ein bis drei Jahren ausbauen wollen, nannten als Größenordnung durchgängig Volumina von mehr als 75 Mio. Euro. Dem gegenüber stehen 41 Prozent, die keine Neuanlage in dieser Anlageklasse planen, sowie ein gutes Viertel, das sich noch nicht festgelegt hat.
Die Studienautoren um Prof. Dr. Bernd Wieberneit, Professor für Investment- und Asset-Management von Immobilien an der Hochschule RheinMain in Wiesbaden und Patrick Mutt, haben prognostiziert, was das für die kommenden 36 Monate bedeuten könnte: Bei pessimistischen Vorannahmen läge das Neuanlagevolumen im Bereich Real Estate Debt im Markt der DACH-Region bei rund 1,1 Mrd. Euro, im realistischen Fall bei rund 2,3 Mrd. Euro und im optimistischen Fall bei rund 3,7 Mrd. Euro.
Wichtigster Treiber ist Rendite-Risiko-Profil
Befragt zur Motivation der Investoren für ein Engagement in Real Estate Debt wird als wichtigster Treiber die Ausgewogenheit von Rendite und Risiko der Investition benannt (4,31 von 5 möglichen Punkten). „Ein Engagement in Real Estate Debt bietet ähnlich einem Core-Investment ein gesichertes Cashflow-Profil, eine geringe Volatilität und eine schwache Korrelation zu anderen Assetklassen wie beispielsweise den Anleihe- sowie Aktienmärkten. Renditeseitig erreichen vorrangige besicherte Immobilienkredite das Niveau risikoreicherer Anlageklassen wie hochverzinslicher Unternehmensanleihen oder übertreffen es, und dies bei einem niedrigeren Risiko durch die dingliche Besicherung“, heißt es in der Studie.



