Wenn die Hausverwaltung nicht funktioniert, wird es teuer: IVD Nord warnt vor strukturellen Risiken für Eigentümer
Steigende regulatorische Anforderungen, wachsender bürokratischer Aufwand, Fachkräftemangel und ein zunehmender Modernisierungsdruck bringen viele Hausverwaltungen an ihre Belastungsgrenzen. Die strukturellen Herausforderungen in der Branche treffen damit längst nicht mehr nur Verwalterunternehmen selbst, zunehmend spüren auch Immobilieneigentümer die Folgen. Werden Aufgaben nicht mehr fristgerecht erledigt, hat das direkte Auswirkungen auf Eigentümergemeinschaften und den Werterhalt von Immobilien.
Aus Sicht des IVD Nord sind diese Engpässe nicht auf Defizite innerhalb der Verwaltungen zurückzuführen, sondern Folge wachsender regulatorischer Anforderungen und einer fortlaufenden Verdichtung administrativer Prozesse. Umso wichtiger sind in einem zunehmend komplexen Umfeld leistungsfähige Verwaltungen: Sie sichern durch Fachkenntnis, Struktur und Verlässlichkeit die Handlungsfähigkeit von Eigentümergemeinschaften und leisten einen wesentlichen Beitrag zum nachhaltigen Werterhalt von Immobilien.
Dazu führt Anika Schönfeldt-Schulz, Vorsitzende des IVD Nord, aus: „Viele Eigentümer unterschätzen, welche zentrale Rolle eine funktionierende Verwaltung für ihre Immobilie spielt. Wenn Beschlüsse nicht umgesetzt, Sanierungen verschleppt oder Fristen versäumt werden, entstehen schnell finanzielle Nachteile, und im schlimmsten Fall sinkt der Wert der Immobilie.“
Bereits heute zeigt sich aber schon, dass insbesondere kleinere, zunehmend aber auch größere Wohnungseigentümergemeinschaften Schwierigkeiten haben, qualifizierte Verwalter zu finden. Diese Entwicklung wird sich nach Einschätzung des IVD Nord weiter verstärken, da die steigenden Anforderungen und Haftungsrisiken die Übernahme neuer Mandate zunehmend unattraktiv machen.



