Als dritte Innovation steht Infraleichtbeton zur Verfügung, der CO2-arm aus wiederverwertetem Betonschutt hergestellt wird und durch sein Carbonatisierungspotenzial sogar CO₂ aus der Luft bindet. Infraleichtbeton besitzt einerseits eine hohe statische Festigkeit und andererseits hervorragende Dämmeigenschaften, so dass er sich für monolithische Außenwände ohne weitere Dämmung eignet. Gegenüber Wärmedämmverbundsystemen bietet er sogar einen deutlich besseren sommerlichen Wärmeschutz, weil er Innenraumwärme in der Nachtkühle ableiten kann. Beton ist auch einsetzbar für besonders energieeffiziente Heiz-/Kühlsysteme mit Bauteilaktivierung oder Betonkernaktivierung, für Massivabsorber, die Umgebungswärme aus der Luft, dem Erdreich, dem Grundwasser oder Gewässern entnehmen, für Wärmespeichersysteme wie Feststoff-Wasser-Speicher und Eisspeicher sowie für Solarbeton, der Strom aus Sonnenenergie erzeugt. Beispiele für Gebäude aus Infraleichtbeton sind das Bürogebäude Grolmanstraße in Berlin-Charlottenburg, der REWE-Supermarkt in Berlin-Friedrichshain, die Jugendfreizeitstätte in Berlin-Lichtenberg sowie mehrere Einfamilienhäuser.