Nach dem ersten Halbjahr beläuft sich der Flächenumsatz am Kölner Büromarkt auf rund 76.000 m². Damit bleibt das Ergebnis deutlich hinter dem guten Vorjahreswert (‑34 %) sowie dem langjährigen Durchschnitt (‑37 %) zurück. Das schwache Resultat spiegelt das insgesamt eingetrübte konjunkturelle Umfeld, volatile geopolitische Entwicklungen sowie strukturelle Veränderungen auf der Nachfrageseite wider. Derzeit ist eine spürbare Zurückhaltung bei Gesuchen ab 500 m² zu beobachten, was das Marktgeschehen zusätzlich bremst. Dies ergibt die Analyse von BNP Paribas Real Estate.
„Nach einem vergleichsweise soliden Jahresauftakt mit 45.000 m² im ersten Quartal hat sich die Dynamik im zweiten Quartal merklich abgeschwächt. Mit 31.000 m² zeigt sich eine deutlich geringere Abschlussaktivität. Die fünf größten Mietvertragsabschlüsse des Halbjahres wurden im ersten Quartal registriert. Im zweiten Quartal wurde kein Mietvertrag über 1.000 m² abgeschlossen, was die schwache Abschlussdynamik bei Großflächen unterstreicht. Parallel dazu haben sich die Vermarktungsprozesse spürbar verlängert, da Entscheidungs- und Abschlussprozesse nehmen deutlich mehr Zeit in Anspruch nehmen“, erläutert David Braun, Kölner Niederlassungsleiter der BNP Paribas Real Estate GmbH.
Auf Zwölfmonatssicht ist die Durchschnittsmiete über alle Vertragsabschlüsse um rund 8 % auf 20,90 €/m² gestiegen. Die Spitzenmiete für hochwertige Büroflächen in Top-Lagen präsentierte sich hingegen stabil und notiert bei aktuell 33,50 €/m².
Markt aktuell kleinteiliger strukturiert
Die geringe Nachfrage nach größeren Flächen spiegelt sich deutlich in den Größenklassen wider: Rund 50 % des Flächenumsatzes entfallen auf Flächen bis 500 m² und damit doppelt so viel wie im langjährigen Durchschnitt (Ø10 Jahre: 25 %).




