Der Berliner Büromarkt kann nach den ersten sechs Monaten in vielerlei Hinsicht auf eine gute erste Jahreshälfte 2026 zurückblicken. Die Hauptstadt hat mit rund 373.000 m² bereits Ende Juni einen Flächenumsatz erzielt, der durch das überwiegend kleinteilige Marktgeschehen im Vorjahr nicht einmal nach drei Quartalen erreicht wurde (Q1–3 2025: rund 362.000 m²). Als weiteres positives Signal für den Wirtschaftsstandort Berlin ist zudem auch der Vergleich zum zehnjährigen Durchschnittswert anzuführen, der trotz des herausfordernden Marktumfeldes zur Jahresmitte um knapp 10 % übertroffen werden konnte. Dies ergibt die Analyse von BNP Paribas Real Estate.
„Entscheidend zur erfreulichen Zwischenbilanz beigetragen hat in erster Linie das zweite Quartal mit 227.000 m², das aufgrund von gleich mehreren, teils sehr großen Abschlüssen den zweitumsatzstärksten Jahresabschnitt der letzten fünf Jahre darstellen konnte. In diesem Zusammenhang ist jedoch darauf hinzuweisen, dass der hohe Umsatz nur durch die Mithilfe der Eigennutzerdeals der öffentlichen Verwaltung zu realisieren war“, erläutert Jan Dohrwardt, Geschäftsführer und Berliner Niederlassungsleiter der BNP Paribas Real Estate GmbH. Maßgeblich dazu beigetragen haben in den vergangenen drei Monaten die Erweiterung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit über rund 31.500 m² (1.3 Potsdamer-/Leipziger Platz) sowie die Berliner Stadtreinigung über rund 16.500 m² (2.7 Wilmersdorf/Schöneberg/Tempelhof).
Hinsichtlich der Spitzenmiete gibt es zwar Premiumobjekte, in denen das Level von 50 €/m² überschritten werden kann, insgesamt sind die mehrfach erzielten 47 €/m² jedoch weiter als marktrelevant zu erachten. Während sich die Nachfrage in Richtung moderne, ESG-konforme Flächen verschiebt, steigt der Angebotsüberhang bei älteren Bestandsgebäuden abseits der Top-Lagen, wodurch umfangreiche Incentive-Pakete immer relevanter werden.



