Der Leipziger Investmentmarkt blickt auf die beste Halbjahresbilanz seit 2022 zurück.
So wurde im ersten Halbjahr 2026 ein Transaktionsvolumen von 278 Mio. € verzeichnet. Absolut betrachtet notiert das Ergebnis der Messestadt damit zwar weiterhin unter ihrem langjährigen Durchschnitt, jedoch ist der Abstand mit 17 % zu diesem deutlicher geringer als in den Top-Städten. Dies ergibt die Analyse von BNP Paribas Real Estate.
„Grund für das insgesamt sehr solide Abschneiden ist der starke Jahresauftakt mit 209 Mio. €. Hier war das Shoppingcenter Höfe am Brühl mit einem dreistelligen Millionenbetrag klarer Umsatztreiber. Im weiteren Jahresverlauf hat zwar die Transaktionsfrequenz nicht nachgelassen, jedoch kamen hauptsächlich nur Deals unter 10 Mio. € zum Abschluss. Die Veräußerung eines Hotels im mittleren zweistelligen Millionenbereich im Rahmen eines Portfolioverkaufs bildete hier jedoch eine Ausnahme“, Stefan Sachse, Geschäftsführer der BNP Paribas Real Estate GmbH und Leipziger Niederlassungsleiter.
Die Rahmenbedingungen für den Leipziger Investmentmarkt bleiben, wie auch für die anderen Top-Märkte, weiterhin herausfordernd. Die schwache Konjunktur und geopolitische Unsicherheiten wirken weiterhin dämpfend auf das Marktgeschehen. Entsprechend sind die Spitzenrenditen binnen Zwölfmonatsfrist gestiegen: Bei Geschäftshäusern auf 5,00 % (+20 BP), bei Logistikimmobilien auf 4,80 % (+35 BP) und bei Premium-Büroobjekten auf 5,60 % (+30 BP).
Logistik und Büro noch schwach besetzt, abseits des Großdeals Markt aktuell kleinteiliger
Im ersten Halbjahr dominiert Retail mit einem Marktanteil von 60 % das Leipziger Marktgeschehen deutlich. Der im langjährigen Vergleich überdurchschnittliche Anteil (Ø 10 Jahre: 29 %) ist dabei maßgeblich auf den Mehrheitserwerb des Shoppingcenters Höfe am Brühl zurückzuführen. Auf Rang zwei folgt das Hotelsegment, dessen Transaktionsvolumen von 50 Mio. € auf zwei Abschlüsse zurückzuführen ist.




