Im ersten Halbjahr 2026 verzeichneten die deutschen Top-5-Bürovermietungsmärkte in Summe einen Flächenumsatz von 1,13 Millionen Quadratmetern. Das entspricht im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum einem Rückgang um 6,1 Prozent. An den einzelnen Standorten blieb die Marktentwicklung weiterhin differenziert. Während vor allem großflächige Vermietungen und Eigennutzungen in Berlin und München für deutliche Umsatzzuwächse verantwortlich zeichneten, waren die Ergebnisse in Düsseldorf, Hamburg und Frankfurt im Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum rückläufig. Allerdings steigerten sich die Flächenumsätze vom ersten auf das zweite Quartal in fast allen Märkten, was die stabile Nachfragesituation unterstreicht und optimistisch auf den weiteren Jahresverlauf blicken lässt. Das sind die Ergebnisse einer aktuellen Analyse des globalen Immobiliendienstleisters CBRE.
„Wir sehen einen anhaltenden Trend einer deutlichen Ausdifferenzierung des Marktes nach Lage und Qualität“, sagt Carsten Ape, Head of Office Leasing Germany bei CBRE. „Vor allem Premiumflächen in den Innenstädten profitieren von der anhaltend hohen Nachfrage, während ältere Bestände zunehmend vor strukturellen Herausforderungen stehen.“ Darüber hinaus achten viele Mieter verstärkt auf die Gesamtkosten. Bevorzugt werden energetisch nachhaltige, flexible und vor allem kleinere Büroflächen, auch um Energieeinsparungspotenziale zu heben und die Nebenkosten zu senken.
Dabei kommt der Rolle des Büros als repräsentativer Ort zur Mitarbeiterbindung sowie als physische Visitenkarte der Corporate Identity zunehmend mehr Bedeutung zu. „Individuelle Innenraumkonzepte spiegeln Markenwerte und Unternehmenskultur wider, fördern aktiv die emotionale Bindung an die Unternehmensphilosophie und stärken das Zugehörigkeitsgefühl der Mitarbeitenden“, ergänzt Dr. Jan Linsin, Head of Research Germany bei CBRE.
Das Marktumfeld bleibt durch Unsicherheiten verschiedener Ursachen geprägt, weswegen den Unternehmen vieler Branchen das Berechnen ihres zukünftigen Flächenbedarfs schwerfällt. Vor diesem Hintergrund gewinnen Themen wie Flächenkonsolidierung, Kostenoptimierung und die Integration moderner Workplace-Konzepte weiter an Bedeutung. Gleichzeitig führen technologische Entwicklungen, nicht zuletzt durch Künstliche Intelligenz, aber auch zu neuen Nachfrageimpulsen der an diesen Technologien beteiligten Unternehmen.




