Deutsche institutionelle Investoren halten an Immobilien als strategischer Anlageklasse fest – allerdings nur, wenn diese einen Renditevorsprung gegenüber festverzinslichen Anlagen mit geringem Risiko bieten. Zugleich bleiben die Anforderungen an laufende Ausschüttungen hoch. Wohn- und Logistikimmobilien dominieren die Investitionspläne. Das sind zentrale Ergebnisse des Real I.S. Investor Survey 2026, an dem im ersten Halbjahr 2026 mehr als 80 institutionelle Investoren aus Deutschland – sowohl Versicherungen, Versorgungswerke und Pensionskassen als auch Banken und Sparkassen – teilnahmen.
„Die Umfrage bestätigt unsere Wahrnehmung aus dem Dialog mit institutionellen Investoren. Immobilien werden gerade angesichts der anhaltenden makroökonomischen und geopolitischen Unsicherheiten weiterhin als langfristig attraktive Anlageklasse geschätzt. Gleichzeitig bleibt die Investitionsdynamik verhalten. Das veränderte Zins- und makroökonomische Umfeld, wie auch die geopolitische Lage, haben die Anforderungen an Rendite, Produktkonzeption und Risikomanagement deutlich erhöht – Investitionsentscheidungen werden entsprechend selektiver getroffen", sagt Dr. Christine Bernhofer, Vorstandsvorsitzende der Real I.S. AG.
Immobilien müssen einen klaren Renditevorteil gegenüber Anleihen bieten
Steigende Anleiherenditen haben die Erwartungen institutioneller Anleger an Immobilieninvestments nachhaltig verändert. Knapp drei Viertel der Befragten (74 Prozent) erwarten bei Core-Immobilien heute einen Renditeaufschlag von 150 bis 250 Basispunkten gegenüber zehnjährigen Bundesanleihen. „Immobilien müssen damit einen klaren Mehrertrag gegenüber risikoarmen Zinsanlagen erwirtschaften, um attraktiv zu bleiben. Dieser Renditeaufschlag ist die Richtlinie, an der sich die Immobilienbranche messen muss, wenn sie institutionelle Gelder gewinnen möchte“, Tobias Kotz, Global Head of Client Relations & Capital Funding, der Real I.S.




