
DIP-Partner Aengevelt Immobilien erwartet eine deutliche Zunahme der Bautätigkeit in allen Zweigen des Hochbaus, insbesondere im Wohnungsbau. Seine Prognose leitet das Immobilienhaus unter anderem aus den Auftragseingängen im Baugewerbe ab, die den zuverlässigsten Frühindikator für die Bautätigkeit darstellen, sowie aus der Analyse der weiteren relevanten Rahmenbedingungen für die Bautätigkeit. So lagen im Jahr 2025 die Auftragseingänge im Hochbau preisbereinigt um 7,5 % über dem Vorjahresergebnis, im Wohnungsbau sogar um 10,1 %. Aengevelt erwartet, dass sich die Auftragseingänge bereits im Jahresverlauf 2026 in deutlich steigender Bautätigkeit auswirken und der positive Auftragstrend anhält und verweist in diesem Zusammenhang auch auf die wieder steigenden Baugenehmigungszahlen.
Laut einer aktuellen Meldung des Statistischen Bundesamts haben die Auftragseingänge im gesamten Bauhauptgewerbe im Jahr 2025 preisbereinigt um 6,8 % gegenüber dem Vorjahr zugenommen. Damit setzt sich der Aufwärtstrend fort, der zwar bereits im Dezember 2022 eingesetzt hatte, aber im Sommer 2024 zunächst wieder unterbrochen wurde. Seit August 2024 ist jedoch eine kontinuierliche monatliche Zunahme der Auftragseingänge zu verzeichnen, die sich auch 2025 fortsetzte:
Im Unterschied zu den Baugenehmigungen, die vielfach nicht oder erst mit Zeitverzögerung zu tatsächlichen Bauvorhaben führen (Bauüberhang), lösen die Auftragseingänge dagegen nahezu vollständig und zeitnah Bautätigkeit aus. Die Zunahme der Auftragseingänge wird sich, so Aengevelt, bereits im Jahresverlauf 2026 in wachsender Bautätigkeit und insbesondere ab 2027 in zunehmenden Fertigstellungszahlen auswirken. Der Trend ist nach Einschätzung des Immobilienhauses mittlerweile robust und nachhaltig. Dazu tragen folgende Faktoren bei:
Dr. Wulff Aengevelt, geschäftsführender Gesellschafter Aengevelt Immobilien: „Die jetzt vorliegenden Zahlen bestätigen, dass es in allen immobilienwirtschaftlichen Assetklassen mit der Bautätigkeit wieder aufwärts geht. Das ist insbesondere für den Wohnungsbau wichtig, um das hier über viele Jahre in zahlreichen Regionen aufgelaufene Angebotsdefizit schrittweise aufzuholen. Die positive Entwicklung ist auch auf ein verlässlicheres gesamtwirtschaftliches und politisches Umfeld zurückzuführen, das bei Investoren zu einer insgesamt optimistischeren Stimmung führt.“