Menschen fühlen sich zwar zunehmend von KI-gestützten Umgebungen angezogen, viele suchen zugleich aber auch nach Auszeiten von der ständigen digitalen Interaktion. Das spiegelt den Wunsch nach Technologie, die diskret im Hintergrund arbeitet und den menschlichen Austausch verbessert, anstatt ihn zu ersetzen, so eines der Ergebnisse der Global Consumer Experience Survey 2025 von JLL. Für die Immobilienwirtschaft entsteht daraus die Chance und die Herausforderung, eine Umgebung zu schaffen, die diesen Ansprüchen gerecht wird – im Büro, beim Wohnen, Handel und bei der Infrastruktur gleichermaßen. Für die weltweite JLL-Umfrage wurden 12.000 Teilnehmer in 19 Märkten und 64 Städten befragt – darunter in Berlin, Frankfurt und München.
Zwar gaben mehr als 60 Prozent der Verbraucher in der Umfrage an, dass sie gerne technologiefreie Räume zur „digitalen Entgiftung“ nutzen. Zugleich sind aber 72 Prozent der weltweit Befragten der Meinung, dass Städte digitalisiert werden sollten und 67 Prozent denken, dass die Integration von KI in die städtische Infrastruktur ihr Leben dort erheblich verbessern würde. „Das Paradoxon zwischen dem Bedürfnis, den Stecker zu ziehen und gleichzeitig KI und technologiegestützte Räume zu nutzen, ist deutlich spürbar“, sagt Mechthild Brandt, Head of Consulting JLL Germany. „Der Widerstand von Menschen richtet sich selten gegen Technologie per se, sondern vielmehr gegen ihre mangelhafte oder wenig intuitive Umsetzung. Das zeigt sich daran, dass Verbraucher bewusste Technologie-Integrationsräumen bevorzugen, die sich persönlich, reibungslos und verbunden anfühlen, ohne dass ständig Bildschirmzeit erforderlich ist. Dies eröffnet Immobilienentwicklern die Möglichkeit, intelligent integrierte Umgebungen zu schaffen, in denen die Technologie unsichtbar arbeitet.“





