BF.direkt, IREBS und RUECKERCONSULT begrüßten am 23. April 2026 in Berlin rund 130 Gäste zum Real Asset Finance & Debt Summit. „Was vor zehn Jahren in Frankfurt begann, ist gewachsen und hat sich entwickelt. Der Kongress ist von Frankfurt nach Berlin gezogen, wir haben Corona überstanden und wir haben den Namen von Jahreskongress Finanzierung für die Real Estate Industry in Real Asset Finance & Debt Summit geändert“, sagte Francesco Fedele, CEO der BF.direkt AG. Bereits im vergangenen Jahr haben die Veranstalter das Themenspektrum um Debt und Infrastruktur erweitert.
Durch das Programm führte Professor Dr. Steffen Sebastian, Inhaber des Lehrstuhls für Immobilienfinanzierung an der IREBS und zusammen mit Francesco Fedele Beiratsvorsitzender des Real Asset Finance & Debt Summit. Seine Einschätzung zum aktuellen Finanzierungsumfeld: „Wer derzeit Prognosen für den Finanzierungsmarkt erstellen möchte, braucht nicht nur sehr gute militärische und geopolitische Kenntnisse. Vor allem muss man auch vorhersagen können, wie sich der zunehmend erratisch agierende US-amerikanische Präsident in den nächsten Monaten verhalten wird. Nach den Entwicklungen auf den Bondmärkten rechnet die Mehrheit der Marktteilnehmer damit, dass sowohl die langfristigen als auch die kurzfristigen Zinsen steigen werden. Gleichzeitig wird sich wohl die Konjunktur aufgrund der höheren Energiepreise abschwächen.“
In seiner Keynote zum Auftakt sagte Prof. Dr. Moritz Schularick , Präsident des Kiel Instituts für Weltwirtschaft (IfW): „Europa ist weltwirtschaftlich in einer Sandwich-Position zwischen USA und China. Europa muss deshalb zusammenhalten. Aber es ist nicht unproblematisch, diese europäische Einheit herzustellen.“ Hinzu kämen strukturelle Herausforderungen im Inland: zu geringe öffentliche Investitionen über viele Jahre, schwache Privatinvestitionen und stagnierende Arbeitsstunden.
Prof. Dr. Andreas Löschel, Inhaber des Lehrstuhls für Umwelt-/Ressourcenökonomik und Nachhaltigkeit an der Ruhr-Universität Bochum sowie Wissenschaftler am RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung, beleuchtete in seiner Keynote, wie sich der europäische Energiemarkt aktuell entwickelt. Er betont: „Geopolitische Spannungen und Schocks werden häufiger. Gerade die Ölpreise in Europa sind anfällig für geopolitische Schocks. Wir müssen unsere Energieversorgung resilienter hinbekommen."




