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    8 wrz 2026

    Umfrage - Drei Viertel sehen Nahost-Konflikt als Belastung für Immobilienmarkt

    Real Blue Kapitalverwaltungs-GmbHby Real Blue Kapitalverwaltungs-GmbH
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    Umfrage - Drei Viertel sehen Nahost-Konflikt als Belastung für Immobilienmarkt
    Umfrage zu den größten Risiken für die Immobilienwirtschaft durch den Iran-Konflikt: steigende Energiepreise, Inflation und verzögerte Zinssenkungen als Hauptfaktoren. Bildquelle: Real Blue

    Die geopolitischen Unsicherheiten bremsen die Erholung des deutschen Immobilienmarktes. Das zeigt eine aktuelle Umfrage der Real Blue Kapitalverwaltungs-GmbH (Real Blue) unter Asset und Investment Managern. Rund drei Viertel der Befragten bewerten die Auswirkungen der Situation im Nahen Osten auf den Immobilien-Investmentmarkt als negativ: 24 Prozent sehen sehr negative und weitere 52 Prozent eher negative Folgen. Lediglich drei Prozent erwarten positive Auswirkungen.

    Besonders stark wirkt sich die geopolitische Lage aus Sicht der Befragten auf die Erwartungen an die Zinsentwicklung aus. Rund 70 Prozent gehen davon aus, dass Zinssenkungen der Europäischen Zentralbank deutlich verzögert werden, weitere 15 Prozent rechnen zumindest mit leichten Verzögerungen.

    Als größte Risiken für die Immobilienwirtschaft nennen die Befragten steigende Energiepreise mit 76 Prozent und eine höhere Inflation mit 73 Prozent. Jeweils knapp zwei Drittel sehen zudem verschlechterte Finanzierungsbedingungen und ein schwächeres Wirtschaftswachstum als wesentliche Risiken.

    Michael Eisenmann, Geschäftsführer der Real Blue, kommentiert: „Die geopolitische Unsicherheit trifft den Immobilienmarkt derzeit vor allem indirekt über Energiepreise, Inflation, Finanzierungskosten und die gesamtwirtschaftlichen Perspektiven. Dadurch dürfte sich die Marktstabilisierung länger hinziehen. In dieser Marktphase erfolgt eine noch stärkere Differenzierung nach Nutzungsart, Standort und Objektqualität. Gerade Investments und Nutzungen mit langfristig stabiler Nachfrage und Resilienz gegenüber dem ökonomischen Umfeld dürften in diesem Kontext weiter an Bedeutung gewinnen.“

    Besonders deutlich zeigt sich diese Differenzierung bei den Nutzungsarten. Wohnen wird mit 85 Prozent mit großem Abstand als resilienteste Nutzungsart eingeschätzt. Dahinter folgen lebensmittelgeankerter Einzelhandel mit 42 Prozent und Logistik mit 39 Prozent. Gesundheitsimmobilien sowie Infrastruktur- und Energieimmobilien kommen jeweils auf 36 Prozent. Rechenzentren werden von 27 Prozent der Befragten als besonders widerstandsfähig angesehen.

    Die Erwartungen an den Investmentmarkt haben sich laut Umfrage eingetrübt. Insgesamt 55 Prozent rechnen für das zweite Halbjahr 2026 mit einem rückläufigen Transaktionsvolumen. Ein Drittel erwartet ein stabiles Marktvolumen. Lediglich 12 Prozent gehen von einem leichten Anstieg aus.

    Eine schnelle Entspannung erwartet nur eine Minderheit. Lediglich 18 Prozent rechnen innerhalb der kommenden sechs Monate mit einer Normalisierung der Marktstimmung. 30 Prozent erwarten diese innerhalb eines Jahres, weitere 24 Prozent erst nach mehr als zwölf Monaten. Mehr als ein Viertel wagt derzeit keine Prognose.

    Trotz der aktuellen geopolitischen Lage bleibt für die Befragten die Zinsentwicklung der wichtigste Faktor für den deutschen Immobilienmarkt in den kommenden zwölf Monaten. 30 Prozent nennen sie als entscheidenden Einflussfaktor, gefolgt vom Wirtschaftswachstum mit 24 Prozent. Geopolitische Krisen stehen mit 15 Prozent erst an dritter Stelle.

    Zur UmfrageAn der Befragung nahmen zwischen dem 31. Juli und dem 30. August 2026 insgesamt 33 Institutionen teil. Die Hälfte verwaltet bis zu eine Milliarde Euro. 26,7 Prozent betreuen zwischen einer und fünf Milliarden Euro, weitere 23,3 Prozent mehr als fünf Milliarden Euro.

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