DIP-Partner Aengevelt Immobilien prognostiziert, dass sich das Angebot an preisgünstigen Mietwohnungen weiter verringert, weil die dazu gesetzten politischen Rahmenbedingungen das Vermieten weiterhin beeinträchtigen, anstatt zu fördern. Nach Analysen von Aengevelt Rechearch können bis zu drei Millionen Mietwohnungen angebotsverknappend verlorengehen, weil private Kleinvermieter ihre Wohnungen (länger) leer stehen lassen, in Zweit- oder Ferienwohnungen umwandeln, zweckentfremden oder an Eigennutzer verkaufen.
Am 28. Mai 2026 beklagte Kai Warnecke, der Vorsitzende des Eigentümerverbands Haus & Grund, dass politische Regulierungen, zuletzt die geplante Novellierung des Heizungsgesetzes, das Vermieten von Wohnungen weiter zunehmend unattraktiv machen. Warnecke wörtlich: „Wir werden vielen Vermietern deshalb nicht empfehlen können, ihre Wohnungen weiter zu vermieten.“ Warnecke führte aus, dass bis zu drei Millionen Mietwohnungen aus der Vermietung fallen könnten. Die Vorsitzende des Sozialverbands Deutschland, Michaela Engelmeier, bekräftigte vor diesem Hintergrund die Befürchtung, dass Millionen Mietwohnungen verlorengehen könnten, so dass sich die Wohnungsnot in angebotsschwachen Großstädten weiter verschärft.
Nach den Ergebnissen des Zensus 2022 werden 64 % der rund 25 Mio. Mietwohnungen in Deutschland von etwa 5,5 Mio. privaten Kleinvermietern bereitgestellt. Nach Erhebungen des Sozio-ökonomischen Panels erzielen private Kleinvermieter im Mittel jährliche Nettomieteinnahmen von rund 5.500 Euro, so dass diese Kreise durch die Wohnungsvermietung lediglich Nebeneinnahmen erzielen.
Aengevelt Research analysierte namentlich gekennzeichnete Kommentare, die private Kleinvermieter als Reaktion auf die Berichterstattung zu dem Thema in verschiedenen sozialen Medien posteten (Focus Online, Facebook, X) und fasst die Ergebnisse folgendermaßen zusammen:
Dr. Wulff Aengevelt, geschäftsführender Gesellschafter Aengevelt Immobilien: „Die Wohnungspolitik der Bundesregierungen der jüngeren Legislaturperioden erreicht genau das Gegenteil von dem, was sie anstreben sollte: Das Angebot an preiswerten Mietwohnungen reduziert sich, weil die sich ständig verschärfenden Regulierungen dazu führen, dass Millionen von preisgünstigen Wohnungen Schritt für Schritt aus der Vermietung genommen werden. Der mietpreistreibende Prozess, dass sich private Vermieterkreise aus dem Vermietungskreislauf Schritt für Schritt zurückziehen, ist bereits seit vielen Jahren im Gange.“