Steigende Renditen von US-Staatsanleihen sowie eine anhaltend höhere Inflation haben die Bedenken hinsichtlich gewerblicher Immobilien (Commercial Real Estate, CRE) zuletzt wieder verstärkt. Die Wertentwicklung von Immobilieninvestitionen wird jedoch nicht von einem einzelnen Faktor bestimmt. Entscheidend ist vielmehr das Zusammenspiel von Inflation, Realzinsen, Kreditbedingungen und dem gesamtwirtschaftlichen Wachstum.
Was beobachten wir aktuell?
- Das anspruchsvollste Umfeld für Gewerbeimmobilien entsteht, wenn die Inflation zurückgeht und gleichzeitig die Realzinsen steigen.
- Dennoch haben private Gewerbeimmobilien selbst in solchen Marktphasen historisch positive Renditen erzielt, die vor allem durch stabile laufende Erträge gestützt wurden.
- Stehen Immobilienbewertungen unter Druck, gewinnen steigende Mieterträge beziehungsweise operative Erträge (Net Operating Income) sowie solide Bilanzen als Werttreiber deutlich an Bedeutung.
- Gleichzeitig unterscheidet sich das aktuelle Umfeld wesentlich von 2022, da Finanzierungen weiterhin verfügbar sind. Allerdings dürften die Unterschiede in der Entwicklung einzelner Anlageklassen, Märkte und Manager zunehmen. Der Erfolg von Immobilieninvestitionen hängt daher nicht allein von Inflation und Zinsen ab, sondern zunehmend von der Qualität der Vermögenswerte, dem Zugang zu Kapital und den zugrunde liegenden wirtschaftlichen Fundamentaldaten.
Die Entwicklung von Gewerbeimmobilien wird nicht allein durch das Niveau von Inflation oder Zinsen bestimmt. Entscheidend sind vielmehr die Richtung und Dynamik dieser Faktoren sowie die Verfügbarkeit von Krediten und die zugrunde liegenden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Für Investoren bedeutet dies, dass die Marktperformance von einem komplexen Zusammenspiel makroökonomischer und fundamentaler Einflussgrößen abhängt. Weitere Einblicke finden Sie in unserem aktuellen White Paper.
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