Kreditneugeschäft der Banken steigt im Jahresvergleich deutlich
Die Stimmung am Immobilienfinanzierungsmarkt hat sich nach einem Zwischenhoch in der zweiten Jahreshälfte 2025 zum Beginn des aktuellen Jahres wieder verschlechtert.
Der Deutsche Immobilienfinanzierungsindex (Difi)* verliert im Vergleich zum vierten Quartal 2025 fast zehn Punkte und rutscht mit minus 9,1 Punkten wieder in die Verlustzone. Sowohl die aktuelle Finanzierungslage als auch der Ausblick auf die kommenden Monate
werden von den befragten Fachleuten negativer eingeschätzt.
Der Difi wird von JLL und dem Hamburgischen WeltWirtschaftsInstitut (HWWI) erhoben sowie veröffentlicht und bildet die Einschätzungen von Finanzierungsexperten ab. Quartalsweise werden die Lage am Kreditmarkt in den vergangenen sechs Monaten und die erwartete Entwicklung in den kommenden sechs Monaten bewertet. Der Difi berechnet sich als ungewichtetes Mittel aus den Salden der beiden Teilindikatoren Finanzierungssituation und Finanzierungserwartung aller Nutzungsarten.

Auffallend ist, dass die beiden Teilindikatoren mit minus 8,2 Punkten (Situation) und minus 9,9 Punkten (Erwartung) recht nahe beieinander liegen. Das deutet darauf hin, dass die Befragten für die kommenden sechs Monate mit einer Fortsetzung der restriktiven Finanzierungsbedingungen rechnen. Nach den Worten von Andreas Lagemann, Senior Researcher am HWWI, sei davon auszugehen, dass der Blick in die Zukunft noch schwächer ausfallen wird. „Die aktuelle Befragung wurde vor dem Beginn des Irankriegs Ende Februar 2026 abgeschlossen. Durch die erwarteten Folgen des Krieges haben sich das allgemeine Zinsniveau und damit insbesondere die Swap-Sätze für die Finanzierung von Immobilien deutlich nach oben bewegt. Dies dürfte bei der kommenden Umfrage für eine kritischere Beurteilung des Finanzierungsklimas sorgen.“




