Der Kölner Investmentmarkt zieht nach dem ersten Halbjahr 2026 eine gemischte Bilanz. Mit einem Transaktionsvolumen von 349 Mio. € wurde das vergleichsweise niedrige Vorjahresergebnis zwar um 12 % übertroffen, der langjährige Durchschnitt von 610 Mio. € jedoch weiterhin deutlich verfehlt (-43 %). Dies ergibt die Analyse von BNP Paribas Real Estate.
„Nach einem starken Jahresauftakt mit 256 Mio. € im ersten Quartal hat die Abschlussdynamik im zweiten Quartal spürbar nachgelassen, sodass lediglich weitere 93 Mio. € registriert wurden“, so David Braun, Kölner Niederlassungsleiter der BNP Paribas Real Estate GmbH. Köln fällt damit im Ranking der Top-Standorte auf Rang 6 zurück, behauptet sich jedoch weiterhin vor Stuttgart.
Auffällig ist, dass die Transaktionsfrequenz im zweiten Quartal nicht nachgelassen hat, die Abschlüsse jedoch deutlich kleiner ausfielen. Während im ersten Quartal eine Transaktion zwischen 50 und 100 Mio. € sowie drei Deals zwischen 25 und 50 Mio. € registriert wurden, lag der größte Abschluss im zweiten Quartal lediglich im Segment zwischen 25 und 50 Mio. €. Dies spiegelt sich auch im durchschnittlichen Dealvolumen wider, das mit rund 17 Mio. € auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau liegt.
Das volatile Finanzierungsumfeld und geopolitische Unsicherheiten haben im Zwölfmonatsvergleich in allen Assetklassen zu Renditeanstiegen geführt. Logistik- (+35 BP) und Büroimmobilien (+20 BP) rentieren mittlerweile jeweils zu 4,60 %, während für Geschäftshäuser in besten Lagen 4,00 % angesetzt werden (+15 BP).




