In den sieben größten deutschen Bürovermietungsmärkten wurde im Jahr 2025 ein Flächenumsatz von insgesamt 2,6 Millionen Quadratmetern erzielt. Damit liegt das Ergebnis rund 2 Prozent über dem Vorjahreswert. Die stärkste Dynamik zeigte Frankfurt mit einem Plus von 57 Prozent, gefolgt von Köln mit einem Anstieg von 14 Prozent. Düsseldorf konnte das Vorjahresergebnis bestätigen. In den übrigen Städten war dagegen aufgrund rückläufiger Großabschlüsse über 5.000 Quadratmeter ein Rückgang zu verzeichnen. Die größten Einbußen verzeichneten Stuttgart (-27 Prozent) und Berlin (-15 Prozent).
Anhaltend starker Wettbewerb bei Premium-Neubau
Cem Ergüney, Head of Office Letting Germany bei Colliers: „Der Flächenumsatz im Jahr 2025 hat trotz rückläufiger Großabschlüsse das Vorjahresergebnis bestätigt. Abschlüsse über 5.000 Quadratmeter erreichten mit rund 725.800 Quadratmetern ein ähnlich niedriges Niveau wie im Vorjahr. Gleichzeitig zeigen die Größensegmente 1.000–2.000 Quadratmeter und 2.000–5.000 Quadratmeter eine leichte Belebung mit einer Zunahme von jeweils 4 Prozent. Während in der ersten Jahreshälfte noch größere Anmietungen das Marktgeschehen prägten, verschob sich eine signifikante Anzahl großvolumiger Gesuche in die Vermietungsaktivitäten des Jahres 2026. Bemerkenswert ist zudem, dass neun der zehn größten Abschlüsse auf Projektentwicklungen entfallen. Dies unterstreicht die anhaltend hohe Bedeutung hochwertiger Neubauflächen und bestätigt den weiterhin prägenden Flight-to-Quality.“
Einbruch des Fertigstellungsvolumens ab 2027 erwartet
Die Neubautätigkeit lag 2025 mit einem Fertigstellungsvolumen von rund 1,3 Millionen Quadratmetern und einer Belegungsquote von 66 Prozent leicht unter dem Wert des Vorjahres. Die für 2026 erwartete Projektpipeline von rund 1,4 Millionen Quadratmetern knüpft mit ihrem Volumen unmittelbar an die beiden vorangegangenen Jahre an. Mit Blick auf 2027 ist absehbar, dass das Projektvolumen um rund 25 Prozent zurückgehen wird. Dabei zeigen sich deutliche Unterschiede in den Top-7-Standorten. Während in Berlin im Jahr 2026 mit 616.500 Quadratmetern noch ein vergleichsweise hohes Neubauvolumen auf den Markt kommt, halbiert sich die Pipeline im Folgejahr nahezu. Eine ähnliche Entwicklung zeigt sich in Hamburg und Stuttgart. In Düsseldorf reichen die Rückgänge noch weiter: Mit lediglich zwei Projektentwicklungen für das Jahr 2027 kommen die Neubauaktivitäten dort nahezu zum Erliegen. Frankfurt und Köln bewegen sich hingegen seitwärts. Einzig in München deutet ein Anstieg auf 348.500 Quadratmeter Neubaufläche auf eine Erholung hin.





