Der Vermietungsmarkt für Logistikimmobilien ist mit neuem Schwung in das Jahr 2026 gestartet. Die Nachfrage hat sich zu Jahresbeginn spürbar belebt, könnte durch den Irankrieg jedoch wieder gebremst werden. Gleichzeitig gewinnen strukturelle Nachfragetreiber wie der erneut wachsende E-Commerce verstärkt an Bedeutung. Über diese Entwicklungen diskutierten Tobias Kassner, Head of Research & ESG bei GARBE Industrial, Michael Marcinek, Head of Business Development bei GARBE Industrial, Gerhard Lehner, Head of Germany bei Savills Investment Management (Savills IM), sowie Maximilian Tappert, Head of Transaction Management Logistics bei der HIH Invest, im Rahmen der Online-Pressekonferenz „Vermietungsmarkt für Logistikimmobilien: Zwischen neuer Dynamik und strukturellem Wandel“ von RUECKERCONSULT.
Zum Jahresauftakt zeigt sich der Vermietungsmarkt für Logistikimmobilien deutlich robuster als es die konjunkturellen Rahmenbedingungen vermuten lassen. „Wir haben eine Vermietungsschlagzahl erreicht, die die gesamtwirtschaftliche Lage übertrumpft. Das erste Quartal war durchweg sehr positiv“, sagt Marcinek. Damit knüpft der Markt an ein starkes Schlussquartal 2025 an und setzt die Stabilisierung der vergangenen Monate fort. Auch aus Sicht des Research-Teams von GARBE Industrial ergibt sich ein gefestigtes Bild. „Der Flächenumsatz hat sich wieder auf dem Vor-Corona-Niveau eingependelt“, sagt Kassner. „Wir sehen aktuell eine Normalisierung statt eines Einbruchs.“
Infolge der geopolitischen Spannungen nehmen die Unsicherheiten am Markt jedoch aktuell wieder zu. „Neben dem konjunkturellen Druck belasten die Logistikbranche auch steigende Energie- und Transportkosten“, sagt Kassner. „Über höhere Energiepreise, gestörte Lieferketten und steigende Materialkosten ziehen außerdem die Baukosten wieder an. Ursprünglich hatten wir hier mit einer Entspannung gerechnet.“ Zugleich entstünden aus den wiederkehrenden Krisen aber auch strukturelle Chancen: „Unternehmen stellen ihre Lieferketten zunehmend resilienter auf, etwa durch Regionalisierung und den Aufbau von Sicherheitsbeständen. Das schafft zusätzlichen Bedarf an Logistikflächen“, so Kassner.







