Neues Solar-Allzeithoch in Deutschland: Erstmals 12 Milliarden kWh Solarstrom in einem Monat – IWR erklärt Missverständnisse bei der EEG-Förderung
Die Photovoltaik hat in Deutschland im Juli 2026 einen historischen Meilenstein erreicht. Erstmals wurden 12 Milliarden Kilowattstunden (kWh) Solarstrom in einem einzelnen Monat in das öffentliche Stromnetz eingespeist. Das geht aus einer Auswertung von viertelstündlichen Einspeisedaten der europäischen Netzbetreiberplattform ENTSO-E durch das Internationale Wirtschaftsforum Regenerative Energien (IWR) in Münster hervor. Tatsächlich liegt die gesamte Solarstromerzeugung sogar noch deutlich höher, da der direkt vor Ort selbst verbrauchte Solarstrom in der Einspeisestatistik nicht erfasst wird.
Die Auswertung verdeutlicht zugleich die kräftig gestiegene Bedeutung der Photovoltaik für die Stromversorgung Deutschlands. Zur Mittagszeit lag die Solarleistung im Juli – im Monatsmittel – bei über 40.000 MW. Das entspricht der elektrischen Leistung von mehr als 40 Atomkraftwerken mit jeweils 1.000 MW. Im gesamten Tagesverlauf verdrängte die Photovoltaik damit einen erheblichen Teil der Stromerzeugung aus Kohle- und Gaskraftwerken.
Photovoltaik wird zur tragenden Säule der Stromversorgung
Die Juli-Daten markieren einen Strukturwandel im deutschen Stromsystem. Photovoltaik ist längst keine ergänzende Technologie mehr, sondern zählt zu den zentralen Bausteinen der Stromversorgung. Möglich gemacht haben diese Entwicklung in den vergangenen zwei Jahrzehnten Millionen private Hausbesitzer, Landwirte, Gewerbebetriebe und mittelständische Unternehmen, die in Solaranlagen investiert haben.




