Der deutsche Investmentmarkt hat sich in einem weiterhin herausfordernden Umfeld 2025 insgesamt stabil präsentiert. Für das Gesamtjahr wird ein Investmentumsatz von knapp 34 Mrd. € registriert. Damit wird das Vorjahresergebnis leicht um 3,5 % verfehlt, allerdings fällt die Umsatzentwicklung in den Assetklassen sehr unterschiedlich aus, darunter das bemerkenswerte Umsatzplus im Bürosegment von 19,5 % und bei Hotels um knapp 29 %. Der moderate Umsatzrückgang beläuft sich bei Gewerbeimmobilien insgesamt auf 3,3 % und im Segment der Wohnportfolios (ab 30 Wohneinheiten) auf 4,1 %. Zum Jahresende hat der Markt jedoch noch einmal an Dynamik zugelegt: Mit 10,2 Mrd. € war es das transaktionsstärkste Quartal des abgelaufenen Jahres. Dies zeigt die aktuelle Analyse von BNP Paribas Real Estate.
Die wichtigsten Ergebnisse im Überblick:
- Mit knapp 34,0 Mrd. € notiert der Investmentumsatz leicht unter Vorjahresniveau (-3,5 %)
- Hiervon entfallen gut 8,9 Mrd. € (-4 %) auf das Marktsegment Residential
- Gewerbliche Investments kommen auf knapp 25,1 Mrd. € (-3 %)
- 77,5 % (20,1 Mrd. €) des gewerblichen Umsatzes entfallen auf Einzeldeals
- Portfolioverkäufe kommen insgesamt auf 5,0 Mrd. €
- Im gewerblichen Marktsegment liegen RetailInvestments mit knapp 6,5 Mrd. € an der Spitze, vor Büro- und Logistik-Investments mit jeweils rund 6,2 Mrd. €
- Berlin ist erneut die Nummer 1 der deutschen A-Standorte (gut 3,2 Mrd. €)
- Während sich die Nettospitzenrenditen in den Segmenten Büro und Residential stabil zeigen, sind jeweils im Logistik- und Retailbereich punktuell leichte Korrekturen nach oben zu verzeichnen
- Der Marktanteil ausländischer Investoren liegt mit gut 44 % weiter auf relativ hohem Niveau
- Rund 1.400 erfasste Transaktionen
„Mit einem Investmentvolumen von 8,9 Mrd. € war Wohnen erneut mit Abstand die umsatzstärkste Assetklasse im deutschen Immobilienmarkt. Das Vorjahresergebnis wurde zwar leicht um knapp 4 % verfehlt, aber besonders das dynamischere vierte Quartal mit einem Umsatz von 2,7 Mrd. € belegt das ungebrochen hohe Investoreninteresse an Wohnportfolios, das im abgelaufenen Jahr 2025 nicht immer auf passendes Produkt getroffen ist“, erläutert Marcus Zorn, CEO von BNP Paribas Real Estate Deutschland. „Zum Jahresende konnten aber noch einmal einige großvolumige Transaktionen erfolgreich über die Ziellinie gebracht werden, und für 2026 zeichnet sich eine Fortsetzung dieser Marktbelebung mit einem höheren Residential-Investitionsvolumen ab. Treiber der Entwicklung werden die sich füllende Produktpipeline sowie die ungebrochen hohe Attraktivität von Wohninvestments sein. Aufgrund der niedrigen Bauaktivität dürften sich die bestehenden Nachfrageüberhänge verfestigen, sodass Investoren weiterhin mit stabilen Mieteinnahmen und Wertsteigerungspotenzialen kalkulieren können – auch abseits der großen Metropolen und von Neubauentwicklungen. Bereits jetzt registrieren wir deutlich mehr Dynamik bei großvolumigen Bestandsportfolios und auch abseits der A-Städte, die sich 2026 in leicht sinkenden Renditen widerspiegeln könnte.“




