Wohnungen in Potsdam bleiben knapp, dennoch gilt die Stadt als intakter Markt mit einem breit differenzierten Angebot. Das zeigte sich bei einer Online-Pressekonferenz, an der Simon Kempf, Geschäftsführer der Periskop Development GmbH, Mareike Lechner, Vorstand der immobilien-experten-ag., Sascha Nöske, Vorstand der Strategis AG, und Andreas Habath, Immobiliensachverständiger und Projektverantwortlicher für den IVD Wohnimmobilienpreisservice Berlin-Brandenburg, teilnahmen.
Kennzeichnend für den Potsdamer Immobilienmarkt seien die große Bedeutung von Eigentumswohnungen und Einfamilienhäusern sowie die enormen Preisunterschiede zwischen den einzelnen zuweilen gar nicht weit voneinander entfernten Lagen, fasste Andreas Habath seine Untersuchungsergebnisse zusammen. Das höchste Preisniveau für bezugsfreie Eigentumswohnungen wird demnach zentrumsnah vor allem in der Berliner Vorstadt (5.270 Euro je Quadratmeter) und der Jägervorstadt (4.800 Euro) sowie in den begehrten Wasserlagen von Neu-Fahrland und Groß-Glienicke (5.290 Euro) erreicht, während beispielsweise die nördlichen Ortsteile Satzkorn, Uetz-Paaren und Grube mit 2.500 Euro je Quadratmeter ein vergleichsweise günstiges Preisniveau aufweisen. Ähnlich verhält es sich mit den Preisen freistehender Ein- und Zweifamilienhäuser. Hier liegen Satzkorn, Uetz-Paaren und Grube bei einem Preisniveau von durchschnittlich 3.300 Euro, während in der Berliner Vorstadt über alle Baualtersklassen hinweg der durschnittliche Verkaufspreis 8.000 Euro je Quadratmeter beträgt.
Insgesamt machen Eigentumswohnungen und Eigenheime in Potsdam rund 80 Prozent der vom Gutachterausschuss erfassten Immobilientransaktionen aus. Dabei sei nach den Turbulenzen des Jahres 2022 inzwischen wieder eine Normalisierung und Verstetigung des Marktgeschehens feststellbar, sagte Habath bei der Veranstaltung. So haben sich nach Zahlen des IVD die Quadratmeterpreise für Eigenheime in Potsdam im Vergleich zum Vorjahresquartal (Q1 2025) um 1,5 Prozent auf 4.790 Euro erhöht, während für Eigentumswohnungen über alle Baualtersklassen hinweg 3.650 Euro je Quadratmeter gezahlt wurden. Im Verlauf des vergangenen Jahres sei dabei die Zahl der Kauffälle (für ETW) um 33 Prozent gestiegen. Für ein intaktes Marktgeschehen spreche überdies die im Vergleich zu Berlin geringere Preisdifferenz zwischen vermieteten und bezugsfreien Eigentumswohnungen. In Potsdam liege diese bei 36 Prozent während in Berlin inzwischen Preisunterschiede von 100 Prozent nachweisbar sind.









