Der Berliner Bürovermietungsmarkt hat seinen positiven Jahresauftakt im zweiten Quartal bestätigt und verzeichnete mit 385.500 Quadratmeter Flächenumsatz das stärkste erste Halbjahr seit mehreren Jahren. Neben einer hohen Anzahl an Mietvertragsabschlüssen sorgte insbesondere die Rückkehr großflächiger Anmietungen für zusätzlichen Schwung. Der Immobilieninvestmentmarkt zeigte sich dagegen weiterhin von einer selektiven Anlegernachfrage geprägt. Trotz eines moderaten Rückgangs beim Transaktionsvolumen behauptete Berlin seine Position als bedeutendster Investmentstandort unter den deutschen Top-7-Märkten. Dies sind die Ergebnisse einer aktuellen Studie des globalen Immobiliendienstleisters CBRE.
Bürovermietungsmarkt
„Der Berliner Bürovermietungsmarkt hat im ersten Halbjahr deutlich an Dynamik gewonnen. Besonders erfreulich ist, dass neben einer hohen Anzahl an Mietvertragsabschlüssen auch großflächige Anmietungen zurückgekehrt sind. Das zeigt, dass Unternehmen wieder langfristigere Standortentscheidungen treffen“, sagt Marc Vollmer, Head of Office Leasing Berlin bei CBRE.
Einen wichtigen Beitrag zum Flächenumsatz leisteten dabei Eigennutzerprojekte insbesondere der öffentlichen Hand, während kleinere Flächen weiterhin einen wesentlichen Teil des Marktgeschehens ausmachten. Gleichzeitig blieb die Abschlussaktivität über alle Flächengrößen hinweg hoch, ein Zeichen für die breite Nachfragebasis des Berliner Marktes.
Der Qualitätsfokus der Nutzer prägt den Markt unverändert. Moderne Büroflächen in zentralen Lagen bleiben besonders gefragt und erzielen weiterhin steigende Spitzenmieten, insbesondere in der City West. Die Spitzenmiete stieg innerhalb der vergangenen zwölf Monate um 4,5 Prozent auf 46,50 Euro pro Quadratmeter und Monat. Gleichzeitig setzt sich die Differenzierung innerhalb des Marktes fort: Während hochwertige Gebäude ihre Attraktivität weiter ausbauen, geraten ältere Bestandsflächen und weniger zentrale Standorte zunehmend unter Wettbewerbsdruck.



