Die Einstellung von Kreditgebern gegenüber Büroimmobilien verbessert sich weiter. Insbesondere das Interesse an erstklassigen Objekten („Prime Assets“) erlebt eine Renaissance. Das geht aus der neuen Studie European Lender Intentions Survey* des globalen Immobiliendienstleisters CBRE hervor.
Die Befragten stuften Büroimmobilien als den drittattraktivsten Sektor ein und damit drei Plätze höher als noch in der Umfrage von 2025, in der sie Rang sechs belegten. Betrachtet nach Kreditgebertypen wurden Büroimmobilien seitens Banken lediglich von Wohnimmobilien übertroffen, was auf ein erneuertes Vertrauen in die Fundamentaldaten des Sektors hindeutet.
„Für CBRE waren Büroimmobilien in den vergangenen drei Jahren die wichtigste Assetklasse bei der Fremdkapitalbeschaffung. Die Ergebnisse unserer diesjährigen Umfrage spiegeln die Übereinstimmung zwischen Absicht und tatsächlicher Marktaktivität wider“, sagt Chris Gow, Head of Debt Advisory Europe bei CBRE. „Wir beobachten sinkende Finanzierungsmargen, die günstigere Kredite ermöglichen. Gleichzeitig unterstreichen steigende Investitionsvolumina im Bürosegment und das weiterhin begrenzte Angebot die Stärke des Sektors.“
Nach Angaben von CBRE erreichte das Investitionsvolumen für Büroimmobilien in Europa im ersten Quartal 2026 10,7 Milliarden Euro, was einem Anstieg von sechs Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal entspricht. Für das Gesamtjahr 2025 belief sich das Volumen auf 48,5 Milliarden Euro, ein Plus von 13 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das Pariser Bürogebäude Trocadéro, das CBRE im vergangenen Jahr veräußerte, erhielt die größte Finanzierung eines Einzelobjekts innerhalb Europas seit der Pandemie und verdeutlicht damit die Bereitschaft der Banken, auch großvolumige Bürotransaktionen zu finanzieren.


