Deutschland: Berlin und München als Wachstumsmotoren
Deutschland nimmt im europäischen Vergleich eine Schlüsselrolle ein. Insbesondere Berlin und München haben sich als führende Innovationsstandorte etabliert.
Berlin profitiert von einer ausgeprägten Start-up-Kultur, einer starken universitären Forschungslandschaft sowie international sichtbaren Institutionen wie dem Berlin Institute of Health @ Charité. Die Stadt vereint den Großteil des deutschen Venture-Capital-Volumens im Life-Sciences-Sektor auf sich. „Dabei zeigt sich ein deutlicher Trend zur Urbanisierung: Um im Wettbewerb um hochqualifizierte Talente zu bestehen, fragen Unternehmen verstärkt Standorte in zentralen Innenstadtlagen nach. Neben etablierten Clustern in Adlershof, im Südwesten Berlins und in Potsdam unterstreichen neue, innerstädtische Projektentwicklungen die wachsende Bedeutung spezialisierter Laborimmobilien“, sagt Matthias Mohr, Teamleader Valuation Advisory Services bei CBRE in Berlin.
München gilt als Deutschlands führender und größter Biotechnologie-Standort mit rund 450 Biotech- und Pharmaunternehmen. Das Ökosystem wird getragen von einer exzellenten Forschungs- und Hochschullandschaft unter anderem mit der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) und der Technische Universität München (TUM) sowie Einrichtungen der Helmholtz- und Max-Planck-Gesellschaft. Standorte im Südwesten Münchens wie Martinsried und auch im Norden wie Garching zählen zu den wichtigsten Innovationszentren Europas. „Große Finanzierungsrunden, neue Forschungs- und Produktionszentren sowie geplante Campusentwicklungen unterstreichen die langfristige Wachstumsdynamik des Standorts“, sagt Rainer Knapek, City Lead Munich bei CBRE.
„Deutschland spielt innerhalb Europas eine zunehmend zentrale Rolle. Berlin überzeugt durch seine Forschungsstärke und Gründungsdynamik, München durch seine industrielle Tiefe und internationale Vernetzung. Beide Märkte profitieren von einer außergewöhnlich starken Innovationspipeline“, erklärt Linsin.
„Der Bedarf an hochspezialisierten Labor- und F&E-Flächen wird weiter steigen. Erfolgreich werden jene Standorte sein, die wissenschaftliche Exzellenz, Kapitalzugang und passende Immobilienprodukte strategisch miteinander verbinden“, so Linsin.