Für den deutschen Immobilieninvestmentmarkt wird im ersten Halbjahr 2026 ein Transaktionsvolumen von rund 16,6 Mrd. € registriert. Damit wurde das Ergebnis aus der Vorjahresperiode um 5 % übertroffen. In einem Markt, für den insgesamt eine Seitwärtsbewegung konstatiert werden kann, bleibt das Wohnsegment mit einem leichten Umsatzminus von knapp 3 % und einem Investmentvolumen von 4,4 Mrd. € die stärkste Assetklasse. Für den Gewerbeimmobilienmarkt (12,3 Mrd. €) wird ein Umsatzplus von 8 % registriert. Mit deutlich mehr als 700 Transaktionen war es das von der Abschlussdynamik her stärkste erste Halbjahr seit 2022. Dies ergibt die aktuelle Analyse von BNP Paribas Real Estate.
„Das Geschehen auf dem deutschen Immobilieninvestmentmarkt stand im zweiten Quartal unter dem Eindruck der kriegerischen Auseinandersetzungen im Nahen Osten mit all ihren Implikationen auf die gesamtwirtschaftliche Entwicklung sowie auf die für Immobilieninvestments entscheidenden Finanzierungskonditionen. Die Abschlussdynamik war temporär stark gedrosselt, hat aber zur Halbjahreshälfte wieder wesentlich angezogen, sodass wir ein Gesamtinvestmentvolumen von 16,6 Mrd. € und damit ein Plus von 5 % über alle Assetklassen hinweg vermelden können“, betont Marcus Zorn, CEO von BNP Paribas Real Estate Deutschland, und erläutert: „Gerade zu Beginn des zweiten Quartals haben die geopolitischen Entwicklungen im Nahen Osten die Kapitalmarktannahmen über steigende Energiepreis- und Inflationsrisiken noch einmal spürbar verschoben. Dabei haben sich nicht nur die Zinserwartungen und Finanzierungskonditionen verändert – auch die Konjunkturprognosen wurden deutlich nach unten korrigiert. Viele Marktteilnehmer mussten Finanzierungen, Businesspläne und Kaufpreisvorstellungen erneut nachjustieren. Dadurch haben Kaufpreisverhandlungen vielerorts eine neue Richtung genommen, was Prozesse verzögert und das Transaktionsgeschehen zwischenzeitlich deutlich gedrosselt hat. Mit der zwischen den USA und Iran unterzeichneten Absichtserklärung sowie dem sich abzeichnenden Zinskorridor der führenden Zentralbanken ist nun wieder mehr Handlungssicherheit und Abschluss-Momentum im Markt. Käufer und Verkäufer haben ihre Kalkulationen an das veränderte Umfeld angepasst.“




